Archiv

Archiv für den Monat Februar 2012

Februar 2012 – Zwei neue Feratel-Apps auf Facebook sorgen derzeit bei Touristikern für Aufsehen: Das Buchungssystem „Deskline“ ist das eine Zusatzprogramm (App). Mit einem anderen App können beliebig viele Feratel-Live-Cams auf Facebook eingebunden werden. Beide Programme wurden in Zusammenarbeit mit dem Innsbrucker Web-2.0 Spezialisten ICC erstellt.

Messbare Erfolge mit Feratel-Apps von ICC

Messbare Erfolge mit Feratel-Apps von ICC

Wer Panorama-TV sagt meint feratel. Kamera und Wetterstation liefern Bilder und Wetterdaten an TV-Stationen in ganz Europa. Und natürlich weltweit ins Internet und auf Handys. Nicht nur das. Denn „feratel steht für ein e-touristisches Gesamtkonzept“, so Markus Schröcksnadel, Vorstandvorsitzender des internationalen Unternehmens mit Tiroler Wurzeln. Die feratel Informations- und Reservierungssysteme werden von rund 3.600 Destinationen in Mittel-und Osteuropa genützt. Das Leistungsspektrum reicht von der ökonomischen Einzelplatzlösung bis hin zu vernetzten Regions- und Landeslösungen.

„Auch mit der rasanten Entwicklung der Sozialen Netzwerke wie Facebook halten wir selbstverständlich Schritt“, ergänzt Schröcksnadel. Einen Vorschlag des Innsbrucker Social-Media Spezialisten ICC griff feratel deshalb sofort auf: Facebook Apps als attraktive Zusatztools für Tourismusbetriebe, d.h. neben den WebCams auch Buchungsmöglichkeiten auf Facebook zu integrieren.

„Facebook wird als Marketing-Instrument immer wichtiger“, ergänzt ICC-Chef Elmar Frischmann. Er rechnet heuer vor allem mit einer Intensivierung der Kontakte zwischen Tourismusbetrieben und deren Gästen auf Facebook. „Unsere Tourismuswirtschaft hat den Trend erkannt. Nun geht es darum, die Palette der Informationen und Möglichkeiten auf Facebook zu erweitern.“

Vor allem der ‚Einbau‘ von Live-Cams auf Facebook-Seiten von Hotels hat sich als Hit erwiesen. Frischmann: „Die Facebook-Nutzer lieben es, Livecams auf den Seiten ihrer Lieblingshotels zu betrachten. Dies weckt Erinnerungen an die schönen Stunden des Jahres, den Urlaub.“ Und wenn dann gleichzeitig noch die Möglichkeit besteht, den Urlaub zu buchen oder sich zumindest über die Preise zu informieren macht das Lust auf den nächsten Urlaub.“

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Februar 2012 – Lifestyle, Design und Service auf höchstem Niveau – dafür steht das Kameha Grand Bonn. Um auch bei der Gastkommunikation das Qualitätsniveau widerzuspiegeln, verwaltet das Hotel am Rhein die Gastdaten nun mit der Dailypoint-Software. Jeder Gast im Hotel wird individuell behandelt – künftig erhält er auch seine An- und Abreise Informationen mit noch individuellerem Inhalt – und das, ganz automatisch.

Kameha Grand Bonn
Kameha Grand Bonn

Das Kameha Grand Bonn hat das Portfolio von TS&C – mit mehr als 400 Hotels – erneut erweitert. Künftig werden alle Adressdaten des Hotels mit der Dailypoint Marketing Data Base verwaltet, um das Qualitätsmanagement im Bereich der Gastkommunikation weiter zu verbessern. Mit Dailypoint bringt das Hotel den individuellen, persönlichen Service verstärkt auch ins Marketing – automatisch und ohne großen Aufwand. Somit ist es möglich, jedem einzelnen Gast zur richtigen Zeit, das richtige Angebot zu schicken. Der hohe Qualitäts-Standard des Hotels fließt somit in die gesamte Gastkommunikation ein, offline wie online.

„Der Gast steht in unserem Haus im Mittelpunkt. Mit der Nutzung der Dailypoint Software erweitern wir den Rundum-Wohlfühl-Service nun auch wenn er sich nicht vor Ort im Hotel befindet.“ so Thomas Kleber, Geschäftsführender Direktor des Kameha Grand Bonn. „Wir möchten unsere Gäste auch bei Marketingaktionen noch individueller ansprechen. Das entspricht unserem Service-Anspruch und wir freuen uns, mit der durch Dailypoint möglichen Automatisierung unserer Kommunikation, unseren Gästen diesen Wohlfühl-Service bieten zu können“.

Vor einer jeden Anreise erhält der Gast genaue Informationen zum Check In, der Anfahrt, zu den aktuellen Veranstaltungen, zum Wetter…! Doch interessiert sich jeder Gast für die gleichen Events, benötigt ein Stammgast wirklich eine Erklärung der Anfahrt und soll ein Business-Gast der mehrmals jährlich oder gar monatlich anreist ständig identische und somit unnötige Emails erhalten? Fragen, die sich ein Hotelier stellen sollte, wenn er dem Gast nicht nur während des Aufenthalts einen qualitativ hochwertigen Service bieten will. Die Gastkommunikation, die über Dailypoint verschickt wird, basiert auf dem speziell aufbereiteten und sich ständig erweiternden individuellen Profil jedes einzelnen Hotelgastes. Jede vorhandene Information über den Kunden wird genutzt und eingesetzt, um ihn zum richtigen Zeitpunkt auch mit den passenden Inhalten zu versorgen.

„Mich freut es sehr, dass wir mit dem Kameha Grand Bonn, das nationale und internationale Hotel des Jahres, zu unseren Kunden zählen dürfen.“ so Michael Toedt, Geschäftsführender Gesellschafter von TS&C.

Easytobook.com startet als erster Partner mit der neuen Plattform und der Anzeige von gesammelten Bewertungen und Meinungen auf allen Webseiten

Februar 2012 – Tripadvisor.com hat heute den Start einer neuen Lösung für das Sammeln von Bewertungen bekanntgegeben. Easytobook.com wird als erster Partner dieses flexible Tool verwenden. Die neue Plattform für das Sammeln von Bewertungen wird es Partnern ab sofort ermöglichen, Bewertungen direkt von ihren Gästen nach ihrem Aufenthalt zu sammeln. Diese werden dann auf TripAdvisor und den Webseiten des jeweiligen Partners angezeigt.

Easytobook.com betreibt weltweit Webseiten in elf Sprachen und hat sein bisheriges System für das Sammeln von Bewertungen durch die kosteneffiziente TripAdvisor-Plattform ersetzt und somit die Sammlung von Bewertungen den Spezialisten überlassen, um sich auf das eigene Kerngeschäft konzentrieren zu können: Hotelreservierungen zu vereinfachen.

Über die Plattform erhalten die Gäste nach ihrem Aufenthalt co-gebrandete E-Mails von Easytobook.com mit einer Anfrage nach Kunden-Feedback und werden daraufhin zu einem auf der Eastytobook.com-Website integrierten Bewertungsformular von Tripadvisor weitergeleitet. Das Formular ist kundenspezifisch gestaltet und leicht anpassbar, damit es zu dem Erscheinungsbild der jeweiligen Partner-Website passt. TripAdvisor bearbeitet und moderiert alle gemeinsam gesammelten Bewertungen und hilft so seinen Partnern dabei, ihren Kunden eine bessere Reiseerfahrung zu ermöglichen.

Bewertungen, die auf diese Weise gesammelt werden, werden sowohl auf Websites von Easytobook.com als auch auf TripAdvisor mit seinen über 50 Millionen monatlichen Besuchern zu sehen sein. Auf TripAdvisor-Webseiten werden die gemeinsam gesammelten Bewertungen „Easytobook.com-Reisenden“ zugeschrieben. Dies ermöglicht es den Gästen, fundiertere Entscheidungen auf Grundlage des Feedbacks von anderen Reisenden zu treffen.

Tripadvisor erwartet in den nächsten Monaten weitere Partnerschaften für das Sammeln von Bewertungen.

29. Februar 2012 – Nun wird es ernst: Morgen, am 01. März 2012, treten die neuen AGB des marktführenden Hotel-Buchungsportals hrs.de sowie bei den Tochterfirmen hotel.de und tiscover.com in Kraft. Die Buchungskommissionen werden auf 15 Prozent erhöht. Die Bestpreis-Klausel bleibt bis auf Weiteres ausgesetzt, da diese vom Bundeskartellamt abgemahnt wurde und zudem eine Einstweilige Verfügung gilt.

Ich pfeif auf teure Buchungsportale

Bei hrs.de will man daher mit der geforderten Ratenparität nicht so streng nehmen. „Wir machen unsere Hotelpartner natürlich darauf aufmerksam, wenn die Ratenparität bei den verschiedenen Vertriebskanälen nicht gegeben ist, verzichten aber bereits seit Anfang Februar freiwillig auf Sanktionen bei Verstoß gegen die ‚Bestpreis-Klausel‘, solange es keine endgültige Klärung durch das Bundeskartellamt gibt“, so eine Unternehmenssprecherin.

Den Hotelpartnern von hrs.de, hotel.de und tiscover.com steht mit den neuen AGB nicht nur eine Erhöhung der Buchungsprovision auf 15 Prozent, sondern auch eine weiter gehende Abgabe der Marktmacht ins Haus. So verpflichten sich die Hotels auf eine „Einstellung der standardmäßigen Rate (z.B. HRS-Rate) für mindestens zwölf Monate im Voraus“. Ein neu bei hrs.de aufgenommenes Hotel könne seine Raten und Verfügbarkeiten jederzeit aktualisieren, heißt es dazu aus der Firmenzentrale in Köln. Der Hotelier habe die Preishoheit, bleibe unabhängig und flexibel. Die Hotelpartner bestimmten alleine, wie viele Zimmer zu welchem Preis über hrs.de angeboten würden. Der Tagespreis bei hrs.de könne jederzeit der aktuellen Belegungssituation und dem Marktumfeld angepasst werden.

Meistbegünstigungs-Klausel bleibt bestehen
Zwar wird nun die Ratenparität, die laut den neuen AGB „auf andere Buchungs- und Reiseplattformen im Internet und die eigenen Vertriebskanäle“ erstreckt und damit auch für den Walk-In-Verkauf zählen würde, ausgesetzt. Doch die sog. Meistbegünstigungs-Klausel bleibt bestehen: Hrs.de dürfe „in Bezug auf die Verfügbarkeit nicht schlechter behandelt“ werden als als andere Vertriebskanäle, heißt es in den neuen Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Auf anderen Vertriebskanälen noch verfügbare Zimmer müssten immer auch bei hrs.de verfügbar gemacht werden, heißt es.

Provisionserhöhung laut AGB von hrs.de (gültig ab 1. März 2012)
„HRS erhält als Vergütung für jede realisierte Buchung eine Kommission in Höhe von:
15% auf Einzelreservierungen
13% auf Gruppenreservierungen
10% auf Veranstaltungsreservierungen
3 % für Buchungen über ggf. zur Verfügung gestellte „widgets“
sowie etwaige gesondert vereinbarte Aufschläge (etwa für „Top Rankings“)“

Mehr zu den neuen AGB bei hrs.de, hotel.de und tiscover.com lesen Sie hier:
http://www.tophotel.de/index.php?4f1d9776811fa|1

Adhoc-Umfrage: HRS und hotel.de mit neuen AGB und höheren Provision
Bitte nehmen Sie teil! (Dauer: 1 Minute):
https://www.surveymonkey.com/s/CP6GNQK

Die Ergebnisse werden in der Onlineausgabe von Top hotel (www.tophotel.de) veröffentlicht.

Februar 2012 – Kein Boykott, aber Preis-Nachteile für hrs.de.de und hotel.de: Die Hoteliers in Kempten ziehen ihre Sperrung für die beiden Buchungsportale zurück und erhöhen die eingestellten Zimmerrate um fünf bis zehn Prozent. Ursprünglich wollte die Vereinigung der Stadthotels Kempten den marktführenden Kölner Buchungsdienstleister hrs.de.de, zu dem mehrheitlich auch hotel.de gehört, boykottieren. Die kürzlich erfolgte Einstweilige Verfügung gegen die seit 2006 bestehende Bestpreis-Klausel veränderte aber die Ausgangslage. Der bereits verabschiedete Boykott hatte somit keine Mehrheit mehr.

Folge ist nun aber, dass die meisten Hotels in der Allgäuer Stadt die bei hrs.de.de und hotel.de eingestellten Zimmerraten steigern werden, um die Provisionserhöhung auf 15 Prozent auszugleichen. Dies habe zur Folge, dass die Hotelpreise bei diesen Buchungsportalen höher wären als auf anderen Plattform oder auf den Webseiten der Hotels. „Wir schreiben nun alle Gäste an und bitten um direkte Buchungen über unsere Webseite“, sagte eine Sprecherin vom Hotel Peterhof Kempten.

Die Aussichten in den Auseinandersetzungen mit hrs.de.de und hotel.de sind wage – ab 1. März gelten neue AGB, die u.a. eine Meistbegünstigungsklausel enthalten. Damit würde der Preisdruck und eine Eingrenzung der Verfügbarkeiten noch erhöht. Nun warten nicht nur die Hoteliers in Kempten ab, wie sich Tobias Ragge, Geschäftsführer von hrs.de.de, entscheiden wird. Bei laufenden Gesprächen mit dem Bundeskartellamt, das die Bestpreis-Klausel offiziell abgemahnt hatte, und einem Gerichtsstreit um die durch justbook.com initiierte Einstweilige Verfügung gibt es auch Verhandlungen mit Hoteliersverbänden.

Erst kürzlich hatten die Hotels in Münster ihren Boykott von hrs.de.de und hotel.de verkündet. Zudem melden weitere deutsche Hotels im Diskussionsforum von hrs.de.de ihren Ausstieg. hrs.de.de wurde kürzlich vom Bundeskartellamt wegen der seit Jahren geltenden Bestpreis-Klausel angemahnt. Diese sei eine „Gefahr für den Wettbewerb“, heißt es. Kurz darauf folgte eine vom Lastminute-Hotelvermarkter justbook.com erwirkte Einstweilige Verfügung gegen diese Klausel. Sie sei „kartellamtswidrig und nicht“, so das vorläufige Urteil des Oberlandesgerichtes Düsseldorf. Die Bestpreis-Bestimmung ist damit bis auf Weiteres ausgesetzt.

Käufer bezahlen an eBay und eBay zahlt die Verkäufer aus – Unabhängig von der Zahlungsmethode sind die Käufer bei der Bezahlung an eBay voll abgesichert – Einführung der neuen Zahlungsabwicklung ist für Sommer geplant

Februar 2012 – Der weltweite Online-Marktplatz eBay hat heute die Einführung einer neuen Zahlungsabwicklung auf seinem deutschen Online-Marktplatz angekündigt. Im Rahmen des neuen Prozesses werden die Käufer den Preis für einen bei eBay.de erworbenen Artikel nicht mehr an den Verkäufer, sondern an eBay bezahlen und eBay wird den Verkäufer auszahlen. Ab Sommer dieses Jahres soll die neue Zahlungsabwicklung den derzeitigen Prozess ablösen.

eBay kündigt Einführung einer neuen Zahlungsabwicklung in Deutschland an

Mit der neuen Zahlungsabwicklung zielt eBay darauf ab, seinen Käufern noch größeren Schutz und mehr Konsistenz beim Handel auf dem eBay-Marktplatz zu bieten. Durch die Bezahlung an eBay werden die Käufer unabhängig von der gewählten Zahlungsmethode voll abgesichert sein. Erhält der Käufer einen Artikel trotz Bezahlung an eBay nicht oder weicht der Artikel erheblich von der Artikelbeschreibung ab, wird er oder sie unabhängig von der gewählten Zahlungsmethode den Kaufpreis inklusive Versandkosten von eBay zurückerhalten. „Mit der neuen eBay-Zahlungsabwicklung werden wir unseren Käufern ein noch sichereres und konsistenteres Einkaufserlebnis bieten können“, so Martin Barthel Director Buyer Experience bei eBay. „Den Käufern wird für jeden Artikel die gleiche Auswahl an Zahlungsmethoden zur Verfügung stehen, und wir werden für alle Artikel, bei denen die Bezahlung der Käufer an eBay erfolgt, einen vollumfassenden Käuferschutz anbieten können. Mit der neuen Zahlungsabwicklung stärken wir das Vertrauen der Käufer und erhöhen so auch die Verkaufschancen unserer Verkäufer.“

Im Rahmen der neuen Zahlungswicklung werden die Käufer bei der Zahlung an eBay für jeden Artikel zwischen PayPal, Banküberweisung, Zahlung per Kreditkarte oder Lastschrift sowie dem Zahlungsdienstleister Skrill (früher Moneybookers) wählen können. Ist das Geld bei eBay eingegangen, wird der Verkäufer von eBay darüber informiert und aufgefordert, den Artikel zu verschicken. Wurde der Artikel vom Verkäufer verschickt und in Mein eBay als verschickt markiert, wird eBay den Verkäufer anhand bestimmter Auszahlungsfristen auszahlen. Die Verkäufer werden dabei wählen können, ob die Auszahlung auf ihr Bank- oder ihr PayPal-Konto erfolgen soll. Die Auszahlungsfristen werden sich nach dem Mitgliedskonto-Typ (privat oder gewerblich) sowie bei gewerblichen Verkäufern dem Service-Status und der Verkaufshistorie richten.

Seit Ende August 2011 testet eBay die neue Zahlungsabwicklung in einem Pilotprojekt. Seit diesem Zeitpunkt findet der neue Prozess bereits für alle Verkäufer-Konten Anwendung, die neu registriert und über die Artikel bei eBay.de zum Verkauf angeboten wurden. Im Rahmen des Pilotprojekts nehmen derzeit bereits mehr als 500.000 Verkäufer-Konten an der neuen Zahlungsabwicklung teil.

Februar 2012 – Mit seinen für den 1. März geplanten Änderungen der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) verärgert das eigenen Angaben nach „führende Buchungsportal Europas“ hrs.de die Hotelverbände der DACH-Region. Deren geplante Gegenmaßnahmen reichen vom Boykott über das Forcieren der hoteleigenen Webseite bis hin zu einem Schweizer Konkurrenzportal. „Wir sind enttäuscht, dass die Hotellierverbände so ein Fass aufmachen“, meinte Tobias Ragge, Chef von hrs.de, gegenüber der Nachrichtenagentur Pressetext.

Ich pfeif auf teure BuchungsportaleHrs.de wurde kürzlich vom Bundeskartellamt wegen der seit Jahren geltenden Bestpreis-Klausel angemahnt. Diese sei eine „Gefahr für den Wettbewerb“, heißt es. Kurz darauf folgte eine vom Lastminute-Hotelvermarkter justbook.com erwirkte Einstweilige Verfügung gegen diese Klausel. Sie sei „kartellamtswidrig und nicht“, so das vorläufige Urteil des Oberlandesgerichtes Düsseldorf. Die Bestpreis-Bestimmung ist damit bis auf Weiteres ausgesetzt.

Alles zu den neuen AGB lesen Sie hier:
http://www.tophotel.de/index.php?4f1d9776811fa|1

Ähnlich wie unlängst Lars Schlecker war Tobias Ragge eigens nach Wien gereist, um die aufgebrachten Gemüter in der Hotellerie der Alpenrepublik zu beruhigen, schloss dabei allerdings ein Abgehen vom weithin kritisierten Weg aus. „Wir müssen betriebswirtschaftliche Anpassungen vornehmen und diese Innovationen als Kosten weitergeben“, so Ragge. Man dürfe hrs.de weder die Struktur des Marktes ankreiden noch die Preise. „Hrs ist ein Online-Shop und kein Händler.“

Sehen Sie dazu bei HOTELIER TV: hrs.de eine Gefahr für den Wettbewerb
http://www.youtube.com/watch?v=yJrPhtF_AhQ

Höchste Emotionalität hat die sogenannte Bestpreis-Garantie in den neuen AGB hervorgerufen. Dabei erwartet die Buchungsplattform von ihren rund 250.000 Hotelpartnern grundsätzlich die günstigsten Zimmerpreise zur Vermittlung zu bekommen. Wenngleich darin vom deutschen Bundeskartellamt wie zur Freude des Hotelverbandes Deutschland (IHA) bereits als wettbewerbsbehindernd abgemahnt, pocht der Geschäftsführer weiter darauf. „Hrs kann kein kostenloser Traffic-Motor für die hoteleigenen Webseiten werden.“

Preisspirale befürchtet
Gleichfalls viel Staub wirbelt die geplante Provisionserhöhung von zwölf auf 15 Prozent auf, denn die Hotelliers befürchten den Beginn einer Preisspirale. Dem widerspricht Ragge und gibt zu bedenken: „Auch die Buchung über die hoteleigene Webseite ist nicht gratis. Je nach Buchungsrate entstehen dem Hotelbetreiber Vertriebskosten von 20 bis 25 Prozent.“ Hrs.de wolle weiterhin das beste Buchungsportal für Mittelstandshotels bleiben und Hotelketten nicht bevorzugen.

Hrs-Chef Tobias Ragge auf Vermittlungstour in Wien (Foto: fotodienst.at/Molner)
Hrs-Chef Tobias Ragge auf Vermittlungstour in Wien (Foto: fotodienst.at/Molner)

Auch in der Schweiz hat sich hrs.de großen Unmut zugezogen, so Susanne Daxelhoffer vom Dachverband Hotelleriesuisse im Gespräch mit Pressetext. „Wir raten aber von einem Boykott ab und empfehlen, die hoteleigene Webseite zu forcieren.“ Dies sei immer noch der beste Weg zum Kunden und provisionsfrei. Zudem wolle man als eine „schlagkräftige Alternative“ in Zusammenarbeit mit Schweiz Tourismus und Schweizer Bundesbahnen die provisionsniedrigere Buchungsplattform von STC weiter stärken.

Hrs.de gilt mit seinen Partnerportalen tiscover.com und hotel.de und 1.100 Mitarbeitern als Marktführer bei Hotelbuchungen in Europa und verzeichnet monatlich über zehn Millionen Besuche. 64 Mitarbeiter sorgen für Hotelbeschreibungen in 32 Sprachen aus 180 Ländern. Als bei weitem teurere Alternativen nennt Ragge den Google Hotelfinder und roomkey.com, eine Meta-Suchmaschine der sechs größten US-Hotelketten. Der Deutsche glaubt, dass schon 2014 mehr Zimmerbuchungen über das Handy erfolgen als über den PC.