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Archiv für den Monat März 2012

März 2012 – Der zur HRS-Gruppe gehörende Nürnberger Reservierungsdienstleister hotel.de startet nun seine Anbindung an das Sabre-Global Distribution System (GDS). Über 300.000 Reisebüromitarbeiter, die an Sabre angeschlossene Systeme nutzen, haben damit Zugriff auf Hotels aus dem Portfolio von hotel.de. Das Sabre-GDS ist eines der größten GDS und wird weltweit von Reisebüros, Online-Reiseportalen, Unternehmen und Behörden genutzt.

In Kürze werden zunächst rund 6.000 hotel.de-Partnerhotels über das Sabre-GDS buchbar sein. Weitere Häuser aus dem hotel.de-Content werden kurzfristig folgen. John Carlile, Director of Hotel Product Marketing bei Sabre, kommentiert: „Durch die Kooperation mit hotel.de haben wir den Hotel-Content für Reisebüromitarbeiter, die an Sabre angeschlossene Systeme nutzen, erweitert und stellen damit Reisenden und Reisebüros weitere attraktive Hotelangebote zur Verfügung, die nun wie alle anderen Sabre-Hotels gebucht werden können.“

Neben den Vorteilen für Reisebüros, unter denen hotel.de auch zahlreiche Affiliate-Partner hat, betont Reinhard Wick, Vertriebsvorstand bei der hotel.de AG, vor allem den Mehrwert für die Hotellerie: „Insbesondere unseren Hotelpartnern kommt die Zusammenarbeit mit Sabre zugute, denn die Anbindung an das Sabre-GDS ist für unsere Partnerhotels ohne Mehrkosten und sie profitieren von einem weiteren Vertriebskanal. Wir erreichen so viele tausende weitere vor allem internationale Buchungskunden, die ihre Reisen über ein an Sabre angeschlossenes Reisebüro reservieren.“

März 2012 – Trust International begrüßt mit TourOnline einen der größten Reservierungspartner für deutsche Hotelgruppen. Mit seinem Kernprodukt, dem Buchungs- und Channelmanagementsystem, generierte der Anbieter von individuel­len Internet-Lösungen 2011 ein Umsatzvolumen von 200 Millionen Euro. Individualhotels, mittelständische Hotelgruppen und touristische Leistungsträger greifen auf das „Dirs“-System von TourOnline zu – 250 Hotels davon werden im Hintergrund die Technologie von Trust International nutzen, darunter renommierte Marken wie die Romantik Hotels, Akzent Hotels oder Flair Hotels.

Ausschlaggebend für den Zuschlag an Trust International waren die Anbindung an die Globalen Distributions Systeme (GDS), das Headquarter und der Support in Deutschland sowie die Möglichkeit, im IDS-Bereich weiter zu wachsen und durch Trust Direct Connects (OTA) auch neue Buchungsmärkte wie Asien zu erschließen. Hierbei ermöglicht ein sogenanntes „Two-Way-Interface“ die automatische Aktualisierung aller Daten, Verfügbarkeiten und Raten in beide Richtungen – nicht nur vom Zentralen Reservierungssystem (CRS) auf die Buchungsportale, sondern auch umgekehrt. Damit ist TourOnline in der Lage, für ihre Mitgliedshäuser eine schnelle Pflege der Daten und Kontingente durchzuführen. Zum anderen stand für TourOnline die mögliche Buchbarkeit nicht nur von Zimmern, sondern auch von Pauschalangeboten, Sonderpreisen und Kinderpreisen im Fokus.

David Heidelberg, Vorstandsvorsitzender von TourOnline ist von Trust International überzeugt: „Seit mehr als 15 Jahren unterstützen wir unsere Kunden mit umfassenden Serviceleistungen im Bereich der Verkaufssteuerung und bester Technologie. Die Expertise im Bereich Distribution von Trust International ist national und international führend und genau richtig für unsere Kunden. In Trust International haben wir einen Techno­logiepartner gefunden, der uns und unsere Anforderungen sehr genau versteht und mit dem wir weiter expandieren und neue Märkte für unsere Mitglieder erschließen können.“

„Für Hotels ist es heutzutage essentiell, über die verschiedenen Vertriebskanäle buchbar zu sein. Genau hier setzen wir an: Buchbarkeit in nationalen und internationalen Distributionskanälen mit minimalem Aufwand für den Hotelier. So kombinieren wir führende Technologie mit dem bestmöglichen Service und überzeugen auch große Player der Branche wie TourOnline“, freut sich Richard Wiegmann, Geschäftsführer Trust International.

März 2012 – Tobias Ragge geht in die Offensive: Der Chef der HRS-Gruppe, zu der neben hrs.de auch hotel.de und tiscover.com gehören, beklagt die mangelnde Verhandlungsbereitschaft von bestimmten Branchenverbänden. Gespräche mit Branchenverbänden seien durch Partikularinteressen nicht zustande gekommen, heißt es. „Ein echtes Interesse, eine gemeinsame Lösung zu finden, scheint bei einzelnen Verbandsvertretern nicht im Vordergrund zu stehen“, sagte Tobias Ragge. „Sie schüren vielmehr bewusst Vorbehalte gegen hrs.de und nutzen so die aktuelle Diskussion um unsere AGB – insbesondere zur Bestpreis-Klausel – zur eigenen Positionierung. Die Interessen der Hoteliers stehen dabei scheinbar nicht immer im Vordergrund“, so Ragge.

Hintergrund dieses Angriffes ist das für den 24. Februar geplante Branchengespräch im Hilton The Squaire Frankfurt/Main. Das von Top-Hotelier Olaf Feuerstein (Freizeit In-Gruppe, Göttingen) initiierte Treffen sei kurzfristig von den geladenen Vertretern des Dehoga-Bundesverbandes, Hotelverbandes Deutschland (IHA) und der HSMA abgesagt worden. An Herrn Ragge habe es nicht gelegen, so Feuerstein. Der HRS-Chef war zu diesem Branchen-Roundtable bereit und sei weiterhin im Dialog. Bei hrs.de habe inzwischen in 7.000 Einzelgesprächen mit Hoteliers die Diskussion rund um die AGB geführt, heißt es dazu aus Köln.

Grund für die Absage war offenbar die versteifte Haltung gegen die nun geltenden AGB der HRS-Gruppe. Gefordert worden sei die komplette Rücknahme aller neuen und teilweise alten AGB Punkte. Dies sei aber wohl nicht durchsetzbar. In ersten Reaktionen äußerten Branchenvertreter nun die Befürchtung, dass die betreffenden Hotelverbände in dieser Frage eher Last als Hilfe sein könnten.

März 2012 – Es gab intensive Gespräche und Verhandlungen: Nun rudert Tobias Ragge, Chef der HRS-Gruppe, zurück. Neuralgische Punkte in den heute in Kraft getretenen AGB für hrs.de, hotel.de und tiscover.com werden entschärft. Das elektronische Lastschriftverfahren ist nicht mehr ein Muss. Und die sog. Meistbegünstigungs-Klausel (Zang zur Verfügbarkeit von Zimmern) gelte nur teilweise. Dies gab Ragge heute bekannt.

Adhoc-Umfrage: HRS und hotel.de mit neuen AGB und höheren Provision
Bitte nehmen Sie teil! (Dauer: 1 Minute):
https://www.surveymonkey.com/s/CP6GNQK
Die Ergebnisse werden in der Onlineausgabe von Top hotel (www.tophotel.de) veröffentlicht.

Damit versucht der Sohn des HRS-Gründers Robert Ragge die Kuh vom Eis zu holen. Das familiengeführte Unternehmen stand seit Wochen aufgrund der Provisionserhöhung auf 15 Prozent und den neuen Zwängen in den AGB stark in der Kritik. Die anhaltende Berichterstattung auch in Leitmedien dürfte nicht zum positiven Image des Unternehmens beigetragen haben.

Die in den AGB nun geltende Verfügbarkeitsparitöt habe „zu falschen Schlussfolgerungen“ geführt, sagte Ragge. „Selbstverständlich können Hoteliers bei hoher Auslastung ihre Zimmer nur noch über die eigenen Vertriebskanäle anbieten. Hrs.de bezieht die Klausel hinsichtlich Verfügbarkeit ausschließlich auf hotelfremde Vertriebskanäle. Gleichzeitig erwarten wir, wenn neben dem Eigenvertrieb auf anderen Vertriebskanälen noch Zimmer verfügbar sind, dass wir das Zimmer zu den gleichen Konditionen auf hrs.de anbieten können“, so Ragge.

„Missverständnisse“ wurde bei hrs.de immer wieder ins Feld geführt. So sei zum Beispiel die Bestpreis-Klausel (Ratenparität) bereits seit der offiziellen Abmahnung durch das Bundeskartellamt ausgesetzt; d.h. verstoßen Hotelpartner dagegen, verzichte man auf Sanktionen. Dies wurde allerdings vielen Hotelpartnern erst später klar. Als dann noch eine Einstweilige Verfügung durch das Oberlandesgericht Düsseldorf – initiiert von justbook.com – folgte, war klar, dass der Zwang zur Ratenparität rechtlich wohl nicht haltbar sein würde.

Allerdings will Ragge auf der Bestpreis-Klausel beharren. Er sehe hier „keinen Verbesserungsbedarf“. Diese Bestimmung beziehe sich lediglich auf vergleichbare Produkte und Preise, die auch bei hrs.de angeboten werden, heißt es sybillinisch. Nicht darunter fallen würden Produkte, die nicht bei hrs.de angeboten würden, so zum Beispiel Economy-Zimmer. Auch Arrangements oder Spezialraten seien nicht Teil der Bestpreis-Regel. Mit anderen Worten: Auch hier will Ragge offenbar zurück rudern.

Die in den AGB geforderte Kontoabbuchung wird zunächst nicht umgesetzt. Bis zum 1. Juli 2012 gebe es eine Übergangsfrist: Alle Hotelpartner könnten sich bis dahin für das elektronische Lastschriftverfahren oder die Überweisung (wie bisher) entscheiden. Allerdings hätten sich bereits zwei Drittel der deutschen Hotelpartner für die Kontoabbuchung entschieden, wies Ragge hin.