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Archiv für den Monat September 2012

September 2012 – Last Minute liegt voll im Trend: Geschäftsreisende nutzen immer häufiger eine App zur Hotelbuchung von unterwegs – einerseits weil dies günstige Preise verspricht, andererseits weil es bequem ist. Seit knapp einem Jahr ist nun auch die App Bookitnow aus Berlin online. 185 Partnerhotels gibt es derzeit in Deutschland, in Europa insgesamt über 255. Die App wurde bislang rund 40.000 mal herunter geladen und installiert. Bookitnow ist neben JustbookHotel Tonight und Blink ein weiterer Anbieter in diesem neuen Technologie-Segment. Mit Roomfair kündigt sich im November eine weitere Buchungs-App an – hier geht es aber festgelegte 50-Euro-Übernachtungsangebote in Partnerhotels und keine Last-Minute-Rabatte.

Bookitnow

Die durchschnittliche Rate für getätigte Buchungen bei Bookitnow liegen bei einer ADR von 85 bis 95 Euro und ist abhängig von der jeweiligen Stadt. Angaben zu einem Durchschnittsrabatt werdenin Kürze verfügbar sein. Die Buchungsprovisionen bewegen sich in einem moderaten Bereich, der für beide Seiten angemessen sei, heißt es. „Sie liegen unter dem branchenüblichen Durchschnitt, da sich der Mark noch in der Entwicklung befindet. Dies gibt den Hoteliers die Möglichkeit, schon frühzeitig ein Gefühl für die Bedeutung von mobilen Buchungen zu bekommen. Provisionen werden mit den Hotels individuell vereinbahrt und sind auch von der Größe der Hotels abhängig. Die Hoteliers bleiben in jedem Fall Herr über ihre Rate“, so Danny Ibovnik von Bookitnow.

80 Prozent der Buchungen bei Bookitnow sind bislang einmalig. 19 Prozent der Nutzer haben bereits zweimal über die App ein Hotel gebucht. „Eine Verschiebung der Buchungen bereits vorhandener Stammkundschaft der Hotels hin zur Nutzung unserer App ist nicht zu verzeichnen“, so Ibovnik.

86 Prozent der App-Nutzer sind Geschäftsreisende, 31 Prozent sind Leisure Travelers. Da sich Reisen im Beruf und in der Freizeit nicht gegenseitig ausschließen, können Nutzer auch zu beiden Gruppen gehören. 28,8 Prozent sind Casual & Social Gamers. Die meisten App-Nutzer sind männlich (76%). Der größte Teil der App-Fans (Rund 91%) stammt aus Europa. „Die beobachtete Entwicklung, dass 6,7 Prozent unserer Nutzer aus Nord-Amerika stammen, zeigt uns, dass wir jenseits des Atlantiks schon als Pendant zu Hotel Tonight auf dem europäischen Markt wahrgenommen werden“, so Ibovnik. 12,4 Prozent der Nutzer sind englischsprachig.

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September 2012 – Hotelbuchungen über mobile Endgeräte, wie Smartphones oder Tablet-Computer, werden mit 62,3 Prozent hauptsächlich am Tag der Anreise getätigt. In nur 19,4 Prozent bzw. 18,3 Prozent der Fälle wird mobil bereits ein bis zwei Tage im Voraus gebucht. Dies ist Ergebnis einer Studie von Bookitnow, der App für Last-Minute-Hotelbuchungen, und zanox.de. Bookitnow erhebt Daten seit seinem Markteintritt im Februar 2012. Alle Daten beruhen auf real getätigten Hotelbuchungen. Ergänzend werden im „Mobile Performance Barometer“ von zanox.de alle mobilen Transaktionen im Travel-Segment für den Zeitraum Januar bis April in den Jahren 2011 und 2012 auf der Basis von über 1.000 Advertiser Programmen im Netzwerk erhoben.

Mobile Booking Barometer von Bookitnow

Über die Hälfte aller Hotelbuchungen werden mit 53 Prozent zur Hauptgeschäftszeit zwischen 12 und 18 Uhr getätigt. Auf den Abend zwischen 18 und 0 Uhr fallen 29 Prozent. Am frühen Morgen bis zur Mittagszeit werden nur noch 18 Prozent der Buchungen getätigt. 83,8 Prozent aller Buchungsvorgänge sind für eine einzige Nacht. In lediglich 8,8 Prozent bzw. 7,4 Prozent blieben die Gäste zwei bzw. drei Nächte oder länger. Die Kurzfristigkeit und die kurze Verweildauer sind Indikatoren dafür, dass die Übernachtungen größtenteils ursprünglich nicht geplant waren. In unverhofften Situationen, in denen Personen schnell und unkompliziert Unterkünfte benötigen, bieten mobile Buchungsmöglichkeiten Hoteliers beste Chancen, sich potenziellen Gästen zu präsentieren. Dieser neue Vertriebskanal wird auch nach Einschätzungen von Branchenexperten künftig einen Massenmarkt darstellen.

Die Vier-Sterne Kategorie ist mit 58,7 Prozent der am meisten gebuchte Hotelstandard. 37,4 Prozent buchten die Drei-Sterne Kategorie. Die Fünf-Sterne Kategorie wird 3,7 Prozent vergleichsweise selten gebucht. Bei den am meisten gebuchten Städten Deutschlands belegen die Metropolen Berlin, Hamburg und München die ersten drei Plätze. Gefolgt werden sie von den Messestädten Frankfurt und Düsseldorf. Gut drei Viertel aller Hotelbuchungen werden von männlichen Nutzern generiert. 24 Prozent werden von Frauen getätigt.

Bei Hotelbuchungen dominieren laut BookitNow iOS-Geräte mit 86 Prozent. Android-Geräte machen 13 Prozent aus. In Europa erzielen laut „Zanox Mobile Performance Barometer“ iOS-Geräte 89 Prozent des gesamten Mobile-Umsatzes im Travel-Sektor, Android-Geräte 11 Prozent.

In Deutschland hat sich der mobile Umsatz im Bereich Travel gegenüber dem Vorjahr mit +232 Prozent mehr als verdreifacht. In Benelux hat sich der mobile Umsatz im Bereich Travel gegenüber dem Vorjahr mit +520 Prozent mehr als versechsfacht. Damit verzeichnen die Benelux-Staaten das stärkste Wachstum im Mobile Commerce. Das durchschnittliche Umsatzwachstum im Mobile Commerce für den Vergleichszeitraum (Jan-April 2011/2012) im Zanox Travel-Segment liegt bei 190 Prozent.

Über die kostenlose App von BookitNow lassen sich mit Hotelzimmer last minute bis zu zwei Tage vor der Anreise buchen. Neben den Städten Paris (F), Prag (CZ) und Zürich (CH) bietet sie in 14 weiteren deutschen Städten Übernachtungen in handverlesenen Hotels an: Berlin, Bonn, Bremen, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Köln, Leipzig/Halle, München, Münster, Nürnberg und Stuttgart. Die Einteilung in fünf unterschiedliche Hotelkategorien (Basic, Comfort, Modern, Exclusive und Luxury) gewährleistet für jeden Anspruch das passende Hotelzimmer. Die App ordnet die Hotels nach der jeweiligen Entfernung zum User, so werden immer zuerst die Hotels angezeigt, die sich in nächster Nähe befinden. Auch alle weiteren wichtigen Informationen werden schon in der Hotelauswahl übersichtlich präsentiert: Preis, Bewertung und Zusatzleistungen wie WLAN, Frühstück und Parkplatz.

Die Bookitnow Services GmbH wurde im Dezember 2011 von Anas Salem, Oleksandr Ivanov und Mirsad Zaric gegründet und ging im März 2012 online. Die Firma hat ihren Sitz in Berlin.

September 2012 – Justbook wird als führende Last-Minute-App für Hotelbuchungen angeführt: Mit 300 Partnerhotels in Deutschland und steigenden Buchungen in Großstädten wie Berlin, Hamburg, München, Köln und Frankfurt/Main ist Justbook offenbar derzeit der Platzhirsch in dem noch jungen Travel-Tech-Segment. Weitere Apps mit starken Hotelrabatten für Kurzfrist-Buchungen wie Bookitnow und Blink versuchen aufzuholen.

Justbook - führende App für Last-Minute-Hotelbuchungen

„Wir bieten jeden Tag Hotels in den vier Kategorien Comfort, Upscale, Design und Luxury zu unterschiedlichen Preisstufen an. Üblicherweise findet man Hotels zwischen 80 und 150 Euro“, resümiert Justbook-Geschäftsführer Stefan Menden. Die Buchungssituation sind so bunt, wie das Leben: Streik am Flughafen, die Nacht zum Tag gemacht oder spontan doch noch ein Dinner mit Geschäftspartnern oder Freunden… „Unsere Nutzer wollen sich nicht im voraus festlegen und nehmen die Gestaltung ihres Lebens in die eigenen Hände: Flexibel und spontan mit Justbook und anderen mobilen Apps“, so Menden.

Der übliche Justbook-Nutzer ist berufstätig, technikaffin und Innovationen gegenüber aufgeschlossen – und besitzt natürlich ein Smartphone. Die Bucher sind sowohl privat- als auch geschäftlich Reisende.

Welche Buchungsprovision bei Justbook erhoben wird, wurde trotz mehrmaliger Nachfrage nicht mitgeteilt.

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Noch eine Lastminute-App für Hotelbuchungen: „Blink Booking“ mit bis zu 70% Rabatt – Keine Angaben zu Provision

September 2012 – Im Herbst ist es soweit: Der internationale Start des Google Hotelfinder auch in Deutschland steht offenbar unmittelbar bevor. Darauf macht der Hamburger Hotelmarketing-Experte Marc O. Benkert aufmerksam. Der Chef der Agentur BE:CON ist Partner von Google-Technologiepartner Seekda.

Google Hotelfinder: Start in Deutschland steht offenbar unmittelbar bevor
Google Hotelfinder: Start in Deutschland steht offenbar unmittelbar bevor

Nach Benkerts Beobachtung erfolgt nun die schrittweise Währungsumstellung innerhalb des Google Hotelfinders. Dies sei der vorletzte Schritt vor dem offiziellen Start, so Benkert. Zunächst werden die englischsprachigen Länder umgestellt. Weitere dürften in Kürze folgen.

Offenbar arbeitet man bei Google auch an einer mobilen Variante des Hotelfinders. „War vor Kurzem noch über Smartphones der Hotelfinder als Desktopvariante aufrufbar, so erscheint aktuell ein Verweis auf Google Maps“, so Benkert. Dies sei ein deutlicher Hinweis wohin die Reise gehe und über welches Tool der Hotelfinder in der mobilfähigen Variante verweise.

September 2012 – Bewegung im Hotelmarketing: Die früher vielfach gepriesene Ratenparität scheint vor der Ablösung zu stehen. Durch steigenden Wettbewerbsdruck und fallende Zimmerpreise werden einheitliche Raten je Zimmerkategorie in allen Vertriebskanälen neu kalkuliert. Der Hotelverband Deutschland (IHA) ist „felsenfest davon überzeugt, dass die Parität fällt“. Dies sagte IHA-Chef Markus Luthe gegenüber der Touristik-Fachzeitschrift „fvw“.

Der Preisdruck steigt - In der Hotellerie steht die Ratenparität vor der Ablösung (Foto: Dehoga/Cordula Giese)

Das Hotelbuchungsportale hrs.de bereite sich dem Bericht zufolge auf einen Fall der vertraglich diktierten Ratenparität vor. Just diese „Best-Preis Klausel“ wird vom Bundeskartellamt beanstandet – das Ermittlungsverfahren dazu läuft noch.

Bei der Ratenparität handele es sich um eine beidseitige Wettbewerbsbeschränkung, so Luthe. Denn auch die Raten für Buchungsportale und Lastminute-Apps wie justbook.com müssten einheitlich bleiben, obwohl darin hohe Provisionen von bis zu 50 Prozent enthalten seien.

Einheitliche Zimmerraten und Preisabsprachen stehen international in der Kritik. In den Niederlanden zeigte die Verbraucherzentrale die Reiseportale expedia.com und booking.com wegen angeblicher Preisabsprachen beim Kartellamt an. In Großbritannien wurden die InterContinental Hotels Group (IHG) sowie expedia.com und booking.com deswegen abgemahnt. Und in den USA gibt es eine erstzunehmende Klage gegen Hilton, Starwood Hotels und Marriott wegen wettbewerbsverhindernden Preisvereinbarungen mit expedia.com, travelocity.com und booking.com.

September 2012 – Noch eine App, die mit massiven Rabatten Hotelgäste anziehen will. Nach „Justbook“ will nun auch eine Internetfirma aus Spanien im stark steigenden Marktsegment der mobilen Kurzfristbuchungen von Hotels mitmischen. Die App „Blink Booking“ bietet derzeit rund 750 Hotels in über 60 europäischen Stadten, davon 16 in Deutschland. „Blink“ verlangt massive Rabatte von mindestens zehn prozent auf die bestverfügbare Rate. Durchschnittlich betrage der Preisnachlass 20 Prozent, heißt es von „Blink“. Teilweise würden bis zu 70 Prozent Rabatt gegeben.

"Blink Booking" - neue App für kurzfristige Hotelbuchungen

Zu den Buchungsprovisionen wird trotz Nachfrage keine Angaben gemacht. Die Kommission bewege „sich im gleichen Rahmen wie bei vergleichbaren Plattformen“, so eine Presseauskunft. Die genaue Vereinbarung werde „direkt mit den Vertragspartnern“ besprochen. Damit ähnelt sich „Blink“ der etablierten App „Justbook“, die auch keine Auskunft über Provisionen geben wollen.

Die Listung der Hotels bei „Blink“ sei kostenfrei. Die Vier- und Fünf-Sterne-Häuser würden nach Lage, Zimmeranzahl und anderen Kriterien „persönlich“ ausgewählt. Pro Stadt würden zwischen zehn und 50 Hotels gelistet.

Die Hotels laden ihre Angebote täglich in das „Blink“-Buchungssystem und das App-Management entscheidet dann, ob sie zu den „besten“ (sprich: preiswertesten) vier Häusern gehören. „Hier spielt der Preis eine entschiedene Rolle“, so eine „Blink“-Info.

Die Restkontingente der „Blink“-Partnerhotels werden täglich ab 11 Uhr dargestellt. „Der Kunde profitiert von enormen Preisnachlässen. Die Garantie ein Zimmer zu bekommen ist stets gegeben, sogar zu Sturmzeiten wie dem Oktoberfest in München, das am 22. September startet“, so eine „Blink“-Pressemitteilung.

Wieviele neue Hotelgäste durch Kurzfrist-Buchungstools wie „Blink“ oder „Justbook“ „hängen bleiben“, bleibt für die Hoteliers abzuwarten. Ob die zum Teil massiven Ratensenkungen dauerhaft zu einer nachhaltigen Preisstrategie helfen, bleibt ebenso fraglich. Bei Rabatten von bis zu 70 Prozent erinnert sich so mancher Hotelier als die Groupon-Schnäppchen, von denen im Logis-Geschäft zuletzt nicht nur Gutes zu berichten war.

Im November startet eine weitere App: „Roomfair“ ist nicht nur eine innovative Buchungstechnologie, sondern ein einzigartiges Marketingkonzept. Je teilnehmendem Hotel gibt es nur ein „Roomfair“-Zimmer zur konstanten Rate von 50 Euro – inklusive Frühstück, WLAN-Nutzung und Parkplatz. Das smarte Angebot soll helfen, Betten zu füllen sowie zu Mehrumsätzen in F&B-Outlets und Folgegeschäften führen. Die Buchungsprovision bei „Roomfair“ beträgt fünf Prozent.