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Archiv für den Monat November 2012

November 2012 – Die Hotelsuche im Internet wird auf neue Füße gestellt: Nicht nur hrs.de, sondern auch deren Tochterunternehmen hotel.de sowie booking.com richten ihre Hotelsuche auf Gästebewertungen aus. Das Kölner Buchungsportal, führend in Europa, hatte kürzlich die Umstellung des Suchalgorithmus bekannt gegeben. Dabei sind u.a. Gästebewertungen ein wichtiges Kriterium für die Auflistung der Hotels.

HRS Hotelsuche Hamburg 30.11.2012

Durch diese neue Prämisse ergibt sich mitunter ein seltsames Bild: Sucht man beispielsweise in Hamburg nach einem Doppelzimmer für eine Nacht erscheint auf Platz ein das Hotel Wine Coffee & More Suite Hotel am Stadtrand. Auf Platz zwei wird das Hotel Villa Wandsbek angezeigt, auf Rang drei das Hotel Impala. Alle drei Häuser unterscheiden sich im Preis (85 bis 115 Euro) und den Kategorien. Auch die Gästebewertungen (von 8,0 bis 9,6 Punkten bei maximal 10 möglichen Punkten) geben keinen Aufschluss auf den Suchmechanismus. Interessant ist, dass auf Platz vier dieser Adhoc-Suche das „Nichtraucherhotel“ in Hamburg-Eilbek angezeigt wird – und dies bei einer Rate von 175 Euro.

hotel.de Hotelsuche 30.11.2012

Auch die Suche bei HRS-Tochter hotel.de ergibt kein klares Bild: Dieselbe Hotelsuche (1 Doppelzimmer, 2 Personen, 1 Übernachtung vom 30.11. auf 01.12.) ergibt auf Platz eins das Mittelklasse Hotel Helgoland fernab der City (78 Euro, 7,2 Punkte von maximal 10 Punkten in der Gästebwertung), auf Platz zwei Das luxuriöse Park Hyatt in der Innenstadt (285 Euro, 8,9 Punkte) und auf Platz drei das privat geführte Hotel Wache (94 Euro, 7,3 Punkte).

booking.com Hotelsuche HH 30.11.2012

Bei HRS-Konkurrent booking.com erscheint die Hotelsuche dezidierter an der Gästebwertung orientiert zu sein. Bei der aktuellen Suche in Hamburg wird zuoberst das Hotel Europäischer Hof zentral gelegen am Hauptbahnhof (Raten 115 bis 165 Euro, 8,6 Punkte „fabelhaft“) aufgeführt. Auf Platz zwei kommt das NH Hotel City (189 Euro, 8,2 Punkte „sehr gut“) und auf Platz drei das Grand Elysee (220 bis 250 Euro, 9,0 Punkte „hervorragend“).

Google Hotelfinder - Hotelsuche Hamburg - 30.11.2012

Beim kürzlich in Deutschland auch offiziell gestarteten Google Hotelfinder stehen Preis und Lage im Vordergrund der Hotelsuche. Die aktuelle Hotelauswahl bietet auf Platz eins das Crowne Plaza (99 Euro je Nacht), gefolgt von Arcotel Rubrin (134 Euro), The George Hotel (185 Euro) und Empire Riverside Hotel (129 Euro). Die nebenstehende Stadtkarte ermöglicht ganz nach bewährter Google-Manier die bequeme Suche eines Hauses in bevorzugter Lage. Zusammenfassungen von Gästebewertungen werden auch angezeigt, stehen hier aber nicht im Vordergrund.

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November 2012 – Bei hrs.de wird alles neu: Der neue Algorithmus zur Hotelsuche stellt nun vor allem die am besten bewerteten Hotels nach oben. Um diese noch stärker hervorzuheben wurde das neue Siegel „Top Quality Hotel“ eingeführt. Wie die Gewichtung aller Kriterien beim Suchalgorithmus erfolgt, wurde bislang nicht offen gelegt. Die Gästebewertungen seien nur eins von mehreren Dutzend Kriterien, die für die Empfehlung berücksichtigt werden, erläuterte eine Unternehmenssprecherin gegenüber diesem Fachportal. „Dazu gehören neben dem Preis beispielsweise auch die Ausstattung des Hotels, die Angebotsvielfalt (zum Beispiel Angebot von Hot-Deal-Raten oder Firmenrabatten), kostenlose Zusatzleistungen (z.B. Wlan oder freies Parken), ausführliche Darstellung des Hotels (z. B. viele Bilder) und gute Verfügbarkeit des Hauses.“

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Hrs.de ändert Hotel-Suche: Ausgerechnet Gästebewertungen sollen Auflistung bestimmen – Hälfte der Hoteliers kämpfen mit gefälschten Hotelbewertungen

Die neue Hotelsuche ergibt ein kunterbuntes Ergebnis. Wer heute ein Doppelzimmer zum Beispiel in Köln buchen möchte, bekommt als Top-Empfehlung das Savoy Hotel Köln (DZ ohne Frühstück; 147,49 Euro) genannt. Auf Platz zwei folgt das Altstadthotel Lint (DZ: 66 Euro o.F.), auf Rang drei das Hotel 1000 (DZ: 90 Euro o.F.). Das topgelistete Hotel Savoy (geleitet von Gisela und Daniela Ragge) trägt das neue Siegel „Top Quality Hotel“.

Neue HRS-Hotelsuche: Nicht der Preis, sondern Hotelbewertungen entscheiden über die Auflistung

Die Hotelbewertungen bei hrs.de seien „authentisch“, betonte die Firmensprecherin. Bei dem Hotelbuchungsportal „können nur Gäste, die auch tatsächlich in dem jeweiligen Hotel übernachtet haben, eine Bewertung abgeben“. Hierzu erhalten die Gäste nach dem Aufenthalt einen Link, über den sie ihre Meinung über das Hotel abgeben können. Vor der Veröffentlichung würden alle Texte durch automatisierte Filtersysteme auf Schimpfwörter usw. kontrolliert und bei Auffälligkeiten von einem mehrköpfigen Redaktionsteam überprüft, heißt es. Auch die Hotels haben die Möglichkeit die Anmerkungen der Gäste nach der Veröffentlichung zu kommentieren. „Da bei hrs.de erst ab fünf Bewertungen ein Durchschnittswert in der Trefferliste angezeigt wird, erhalten Kunden einen repräsentativen Eindruck“, so die offizielle Auskunft.

Die neue „Top Quality Hotel“-Auszeichnung wird an Hotels verliehen, die sich durch eine besonders hohe Kundenzufriedenheit, flexible Buchungsbedingungen, kostenfreie Zusatzleistungen sowie den tagesaktuell günstigsten verfügbaren Zimmerpreis auszeichnen. „Unsere Erfahrung zeigt, dass für den Kunden nicht ausschließlich der Preis zählt. Die Qualität wird für den Kunden immer wichtiger. Daher möchten wir mit dem neuen Qualitätssiegel die Hotels hervorheben, die die für unsere Kunden entscheidenden Qualitätskriterien konsequent und dauerhaft in den Fokus rücken“, sagte Geschäftsführer Tobias Ragge

November 2012 – Start für „Hotelnex“: Die führende deutsche Einkaufsgenossenschaft für Hotels, HGK, will mit der neuen Buchungstechnologie den Direktvertrieb in der Hotellerie stärken; wir berichteten. Das Konzept umfasst drei Säulen: Buchungstool für die Hotel-Homepage, Buchungsportal und Internetvermarktung einschließlich Anbindung an den Google Hotelfinder. Für die technische Umsetzung ist die Hamburger Agentur BE:CON zuständig.

HGK-Buchungstool "Hotelnex" startet nun: Nur 5% Provision
HGK-Buchungstool „Hotelnex“ startet nun: Nur 5% Provision

Im Rahmen einer Roadshow in Hannover und Stuttgart wurde nun das E-Commerce-System präsentiert. Neben der Buchbarkeit auf der hoteleigenen Webseite werden teilnehmende Hotels dem Google Hotelfinder sowie dem neuen Buchungsportal hotelnex.de angeschlossen sein.

Das neue Buchungsportal soll in Kürze unter der Domain www.hotelnex.de gestartet und im Gegensatz zu den bisher bekannten Plattformen deutlich mehr Inhalte und Informationen über die teilnehmenden Hotels liefern. So werden beispielsweise neben Kategorien auch Arrangements und Zusatzleistungen buchbar sein. Eine mobile Lösung ist ebenfalls für den Start geplant.

Über die Provisionszahlungen werden die Kosten für die gesamte Technologie, das Portal sowie die Vermarktung gedeckt sein. Die HGK-Partnerhotels können für einmalig 1000 Euro Partner von „Hotelnex“ werden. Nicht-HGK-Hotels Zahlen etwas mehr. Geplant sind auch ein Bonusprogramm und eine Hoteliers-Akademie.

Offizieller Start für das Buchungsportal hotelnex.de soll im Feuar 2013 sein.

November 2012 – Änderung der Vorzeichen bei der Hotelbuchung im Internet: Deutschlands führendes Hotelbuchungsportal hrs.de sieht sich dazu getrieben, die Partnerhotels nicht mehr wie bisher nach Preis aufzulisten, sondern vor allem nach Gästebewertungen. Dabei wird Hotels ein bislang rege gebrauchtes Marketingtool genommen: Es sei nicht mehr möglich, „in der Hotelliste durch erhöhte Provisionen ein besseres Ranking zu erreichen“, wird von hrs.de mitgeteilt.

Bei hrs.de wird die Hotelsuche künftig nach Gästebewertungen bestimmt (Foto: Ben Chams/Fotolia.com)
Bei hrs.de wird die Hotelsuche künftig nach Gästebewertungen bestimmt (Foto: Ben Chams/Fotolia.com)

Ausgerechnet die immer wieder in der Kritik stehenden Hotelbewertungen sollen nun maßgeblich für eine Auffindung der Hotels bei – nach eigenen Angaben – Europas größtem Hotelportal wichtig sein. „Darüber hinaus werden sie mit den Hotelbewertungen anderer Gäste sowie mehrerer Dutzend Kriterien zum Hotelangebot abgeglichen. Neben dem Preis und der Lage des Hotels sind für den Kunden vor allem hohe Kundenzufriedenheit, attraktive und vielfältige Angebote, eine ausführliche Darstellung des Hotels, flexible Buchungsbedingungen sowie eine gute Verfügbarkeit des Hauses ausschlaggebende Kriterien bei der Hotelauswahl“, so eine Mitteilung.

Unbestritten ist die Bedeutsamkeit von Hotelbewertungen für den Buchungsprozess. Neben Preis und entsprechend erstklassiger Leistung seien gute Rezensionen ausschlaggebend, sagte auch Hotelier und Marketingexperte Marco Nussbaum im Interview mit HOTELIER TV. Doch just bei den Bewertungen stellt sich die Frage nach Glaubwürdigkeit. Eine repräsentative Befragung der FH Worms legte offen, dass nahezu die Hälfte der Hoteliers in Deutschland bereits mit manipulierten und gefälschten Bewertungen zu tun hatten. Dies betrifft auch Rezensionen bei hrs.de.

Rund ein Viertel der Befragten legten dar, dass (negative) Bewertungen offenbar von Konkurrenzbetrieben verfasst worden seien. Ein weiteres Viertel gab zu, selbst Bewertungen manipuliert zu haben. 43 Prozent der Hotels berichten von Erfahrungen von Erpressungen von Gästen, die mit einer negativen Bewertung drohten, wenn sie kein Upgrade oder ähnliches erhielten.

Bislang werden Internet-Hotelbewertungen von den meisten Deutschen (letzte Umfrage: 95%) für glaubwürdig gehalten. Zum Vergleich: In den USA hielten zuletzt nur noch 51 Prozent der Verbraucher Onlinerezensionen für vertrauenswürdig.

Ob die neue Strategie bei hrs.de Schule machen wird, bleibt zu beobachten. Offenbar sieht man bei hrs.de das Stammgeschäft mit Hotelsuche und –buchung – nach Lage und Preis – bedrängt. Bei der zunehmend mobilen Internetsuche konkurrieren Last-Minute- und Schnäppchen-Anbieter wie justbook.com oder bookitnow.com. Hrs.de reagierte hier mit dem Start der eigenen Last-Minute-App „Hotels Now“.

Die Prämisse der meisten Hotelbewertungen ergibt ein sonderbares Bild der Hotellerie: Auf Platz eins der am meisten bewertungen Hotels bei hrs.de liegt das Savoy in Köln – ein zweifellos ein gut geführtes Haus. Doch das beste (Luxus-)Hotel in der Domstadt in unbestritten das Excelsior Hotel Ernst, nur hat diese just bei hrs.de halt weniger Bewertungen. Jedoch bei den Gästen der über 100 Jahre alten Marketingkooperation Leading Hotels of the World hat das Excelsior Ernst die höchste Punktzahl erreicht – weltweit.

Die sonderbare Hotelliste der am meisten bewerteten Häuser wirft Fragen auf. Erst auf Platz sechs wird das erste Markenhotel – Radisson Blu in Leipzig – erwähnt. Und gerade für Berlin wird das Centrovital Spa & Sports Hotels als präferiert genannt – Top-Hotels wie das Adlon Berlin fehlen da gänzlich.

Wer sich auf ein Ranking der meisten Bewertungen verlässt, könnte irre geleitet werden. Nur viele Hotelbewertungen auf sich vereinen zu können, ist noch kein alleine geltendes Qualitätsmerkmal. Wenn aber dies für als Vorraussetzung bei der Hotelsuche gelten soll, könnte man auf dem Holzweg sein. Beim gerade auch in Deutschland gestarteten Google Hotelfinder geht es dagegen nachwievor um die wichtigsten Faktoren: Gutes Hotel in gewünschter Lage zum attraktiven Preis.

November 2012 – Direktvermarktung lohnt sich: Zwei Drittel aller Online-Reisebuchungen in den USA erfolgen direkt auf den Webseiten der Leistungsträger. Dies ist eine Prognose von PhoCusWright für 2014. Vor zwei Jahren betrug der Anteil der Direktbuchungen noch 61 Prozent. Der Marktanteil der Online Travel Agencies (OTA) werde weiter sinken, so die Trendaussage. Dies wird auch Auswirkungen auf den deutschen Reisemarkt haben. Gerade Hotels versuchen, durch Direktmarketingmaßnahmen gegenüber Buchungsportalen wie hrs.de oder expedia.com wieder an Boden zu gewinnen. Um Direktbuchungen zu stärken, startet die Einkaufsgenossenschaft HGK in Kürze ein eigene Onlinetechnologie mit IBE für Hotel-Websiten, Anbindung an den Google Hotelfinder und eigenem Buchungsportal.

Direktmarketing ist Trumpf: Mit Anbindung an den Google Hotelfinder - der Deutschland-Start mit Euro-Auspreisung steht unmittelbar bevor - wird dies gestärkt
Direktmarketing ist Trumpf: Mit Anbindung an den Google Hotelfinder – der Deutschland-Start mit Euro-Auspreisung steht unmittelbar bevor – wird dies gestärkt

Trendsetter sind die Airlines in den USA. Drei Viertel aller Flugticket-Orders erfolgen über die Websites der Fluggesellschaften, so die PhoCusWright-Auswertung. Ausschlaggebend dafür könnte sein, dass man bei einer Direktbuchung weitere Zusatznutzen wie Spezialmenü, bevorzugter Sitzplatz und anderes leicht buchen könne als bei Drittanbietern.

In der Hotellerie behalten die OTA noch etwas länger die Übermacht. Laut PhoCusWright waren vor zwei Jahren rund 55 Prozent als Zimmerreservierungen Sache der Hotel-Websites. 2014 würden die Direktbuchungen bei den Hotelgesellschaften etwa 59 Prozent ausmachen. Dies bedeutet, dass selbst bei den starken US-Hotelketten der Kampf mit OTA noch längst nicht ausgestanden ist. Für Deutschland lässt dies den Schluss zu, dass Buchungsdienstleister wie die HRS-Gruppe (hrs.de, hotel.de, tiscover.com) oder booking.com sowie Onlinereisebüros wie expedia.com auch in den nächsten drei bis fünf Jahren eine starke Position einnehmen werden.

Hotelbewertungen eminent für Direktbuchungen
Bei über der Hälfte der Hotelbuchungen sind Gästebewertungen ausschlaggebend. Dies ergibt eine Umfrage von tripadvisor.com in den USA. Ohne vorliegende Rezensionen würde gar keine Zimmerreservierung erfolgen. Dies macht deutlich, dass Hotelbewertungen neben attraktiven Zimmerpreisen ebenbürtig sind – dazu machte auch Erfolgshotelier Marco Nussbaum (Prizeotel Management Group) in einem Interview in HOTELIER TV aufmerksam.

Trotz anhaltender Medien-Veröffentlichungen über zahlreiche gefälschte oder manipulierte Hotelbewertungen ist die Überzeugungskraft der Rezensionen ungebrochen. Zumindest laut der aktuellen Umfrage von tripadvisor.com meinen 87 Prozent der Nutzer, dass die Gästebewertungen ihre Hotelauswahl bestätigen würden.

November 2012 – So geht Hotel heute: Die Einkaufskooperation HGK startet nun ein eigenes Hotelbuchungsportal, um den Direktvertrieb ihrer Hotelmitglieder zu stärken. Premiere für das von der Hamburger Hotelmarketing-Afentur BE:CON konzipierte Buchungsportal ist am 26. November. Wie das Portal heißt, ist noch nicht bekannt. Dies und weitere Einzelheiten (Buchungsprovision rund 10%?) wird auf der HGK-Roadshow am 26. November in Hannover und am 28. November in Stuttgart bekannt gegeben.

So geht Hotel heute: HGK will Direktvertrieb von Hotels stärken
So geht Hotel heute: HGK will Direktvertrieb von Hotels stärken

Ziel des HGK-Hotelportals soll sein: „Mehr Umsatz, mehr Buchungen, weniger Provisionen“. Die Präsentation steht auch unter dem Motto „Ärger mit Provisionen bei Hotelportalen…“ – hohe Kommissionen sollen nun der Vergangenheit angehören. HGK-Mitgliedern sollen nur eine „sehr geringe Provision“ bezahlen, heißt es vorab. Wie hoch diese ausfällt, wurde noch nicht verlautbart. Das HGK-Buchungstool kann als Internet Booking Engine (IBE) in die Hotel-Website integriert werden. Intergiert ist auch ein Channel Manager, der die Zimmerverfügbarkeiten und Raten an führende Portale wie HRS, hotel.de, booking.com und Expedia distribuiert. Zudem ist eine Anbdinung an den Google Hotelfinder möglich.

„Jetzt kümmern wir uns um den Direktvertrieb“, teilt die HGK (Hotel- und Gastronomie-Kauf eG) mit. Dass sich die Einkaufsgesellschaft um Onlinevertrieb von Hotelzimmern bemüht, ist wohl den Bestrebungen im Dehoga zu verdanken.

November 2012 – Neues Geschäftsfeld im Internet: Philipp Dostal, Co-Gründer von hotel.de (gehört zur HRS-Gruppe) startete nun mit seinem ehemaligen Arbeitskollegen Sascha Arndt das Benchmark-Tool hotelscreening.de. Mit dem Rechercheservice können Hoteliers die Preise von Mitbewerbern überwachen.

hotelscreening.de: Benchmark-Tool zur Preisüberwachung von Hotel-Mitbewerbern
hotelscreening.de: Benchmark-Tool zur Preisüberwachung von Hotel-Mitbewerbern

Die Preise und Verfügbarkeiten werden bei den führenden Online-Buchungsportalen recherchiert und mindestens einmal täglich – meistens nachts – aktualisiert. „Zeitkritische Daten, z.B. Last-Minute-Preissenkungen werden mehrmals täglich überprüft und ggf. aktualisiert“, so Dostal. Jedoch rät der Hotelmarketing-Experte dazu, vor einer Preisanpassung die Raten der Mitbewerber „noch einmal auf den Portalen direkt verifizieren.“ Denn Hotelpreise werden bekanntlich ja sehr häufig und kurfristig geändert.

Hotelscreening.de kann kostenfrei einen Monat lang getestet werden. Der Service kostet von 14,95 Euro monatlich (Probierpaket: 1 Mitbewerber im Preisvergleich) bis zu 69,95 Euro im Monat (Profipaket: bis zu 30 Mitbewerber im Preisvergleich).

November 2012 – Bei hrs.de lässt man nichts unversucht: Nach dem Start in die Rabattschlacht bei mobilen Hotelbuchungen – für die neue Last-Minute-App „Hotels Now“ muss der Preisrabatt mindestens 30 Prozent betragen! – startet Deutschlands führendes Hotelbuchungsportal nun auch eine Facebook-Applikation zur Hotelsuche. Reisende können mit der neuen App direkt auf die Standortdaten und Erfahrungen ihrer persönlichen Facebook-Kontakte zurückgreifen.

Die Facebook-Applikation „HRS friends“ soll bei der der Auswahl des Reiseziels helfen. Nach Freigabe der Daten wird auf einer Weltkarte angezeigt, wo die eigenen Facebook-Freunde wohnen und an welchen Orten sie kürzlich über Facebook eingecheckt haben. Mit nur einem Klick kann sich der Nutzer die verfügbaren Hotels in der Nähe der Wohnorte seiner Freunde anzeigen lassen. Alternativ erfolgt die Hotelsuche durch Eingabe des gewünschten Reiseziels in eine Suchmaske. Im Ergebnis werden jeweils die Hotels hervorgehoben, die von den Freunden in Facebook mit „Gefällt mir“ markiert wurden. Zudem erhält der Reisende durch die Anzeige der Facebook-Check-ins der Freunde wertvolle aktuelle Zusatzinformationen rund um das Reiseziel, etwa zu gastronomischen Hotspots oder zum Nachtleben.

Nach dem Start der Hotelsuche kann der Nutzer auf weitere Kartenfunktionen zurückgreifen. Eine innovative „Heatmap“, die über die Kartenansicht gelegt werden kann, visualisiert die Konzentration besonders interessanter Plätze in der jeweiligen Stadt und erleichtert die Orientierung. Dabei fließen sowohl Daten des Lokalisierungsdienstes Foursquare als auch die persönlichen Check-in-Informationen des Nutzers und seiner Freunde mit ein. Zusätzlich lassen sich Informationen über das Angebot in der Hotelumgebung – in den Kategorien Café, Drinks, Food, Music und Shopping – anzeigen und können so je nach Präferenz direkt in die Buchungsentscheidung mit einfließen.

Gruppenreisen einfach planen und organisieren
Mit der „HRS Friends“-App wird auch die Planung gemeinsamer Reisen mit Freunden deutlich einfacher. Über die Funktion „Trips“ können Nutzer Reisepläne anlegen, speichern und mit Freunden über Facebook teilen. Zudem können Ideen für potenzielle Reiseziele oder konkrete Hotelvorschläge bequem mit Freunden geteilt und zur Abstimmung gestellt werden. Auf diese Weise kann sich der Freundeskreis schnell und einfach über ein geeignetes Reiseziel und das passende Hotel verständigen.

Ist das gewünschte Hotel gefunden, kann es der Nutzer bequem und sicher direkt aus der Anwendung heraus buchen. Die App erfüllt höchste Sicherheitsstandards. Um die Sicherheit der Kundeninformationen bei Übertragung zu schützen, benutzt HRS Secure Sockets Layer Software (SSL). Im gesamten Buchungsprozess findet kein Datenaustausch mit Facebook statt.

„HRS friends“ ist in acht Sprachen verfügbar und lässt sich sowohl am stationären Rechner als auch auf allen gängigen Tablet-PCs nutzen.

Hotels Now: Neue App von hrs.de heizt Rabattschlacht an - Hotels müssen mindestens 30% Rabatt bieten
Hotels Now: Neue App von hrs.de heizt Rabattschlacht an – Hotels müssen mindestens 30% Rabatt bieten

App „Hotels Now“: Zusätzlicher Buchungskanal für Geschäftsreisende
Mobile Hotelbuchungen steigen weltweit stark an – nun will auch hrs.de mit der App „Hotels Now“ einen neuen Buchungskanal speziell für Geschäftsreisende etablieren. Mit einem geforderten Mindestrabatt von 30 Prozent (und 15% Buchungsprovision) wird damit die Rabattschlacht weiter angeheizt. Der Last-Minute-App-Anbieter justbook.com beklagt, dass hrs.de deren Geschäftsmodell damit kopiere.

Die Last-Minute-Angebote werden täglich ab 6 Uhr veröffentlicht und sind ausschließlich über die App bis 24 Uhr desselben Tages buchbar. Jedes Hotel kann seinen Rabatt tagesaktuell und individuell über die Hotel-Selbstverwaltung von hrs.de einstellen und pflegen, ohne zusätzliche Pflege eines Extranets. Die Buchungen über die „Hotels Now“-App sind nicht stornierbar.

„Hotels Now“ ist in sieben Sprachen verfügbar und bietet in 46 europäischen Metropolen, darunter 14 deutschen Großstädten, ein Hotelangebot. Die Häuser liegen immer zentral im Stadtzentrum und es werden ausschließlich Einzelzimmer angeboten.

Christoph Becker, Geschäftsführer der Fachgruppe Hotels und Tourismus im Dehoga NRW, ist von der HRS-App mit dem Namen ‚Hotels Now’ nicht überzeugt: „Es macht aus Sicht der Hotellerie wenig Sinn, sich dem Angebot anzuschließen. Damit bietet man nur dem bereits vorhandenen HRS-Kundenstamm eine um nochmals mindestens 30 Prozent reduzierte Tagesrate an. Unabhängig von der Frage der Glaubwürdigkeit der Preisgestaltung geht auch der Ansatz der Neukundenansprache fehl. ‚Hotels Now’ wird direkten Einfluss auf das HRS Buchungsportal haben und damit die Preisspirale weiter nach unten drücken.“

Zeitgemäße Preisgestaltung erst seit Entscheid des Bundeskartellamts möglich
Die Hotel-Branche war bis Anfang 2012 von einer sogenannten Ratenparität geprägt, so dass Hotels ihre Zimmer auf allen Vertriebskanälen zu gleichen Preisen anbieten mussten. Mit dieser Vorgabe durch marktbeherrschende Hotel-Vermittler wie hrs.de wurde die Ansprache von Neukunden durch differenzierte Angebote nahezu unmöglich. Nach Beschwerden von JustBook und anderen Wettbewerbern, mahnte das Bundeskartellamt hrs.de wegen der „Best-Price-Klausel“ ab. Darüber hinaus konnte justbook.com beim OLG Düsseldorf eine einstweilige Verfügung gegen hrs.de erwirken, die besagt, dass hrs.de die Hotels nicht mehr bezüglich der Preisgestaltung unter Druck setzen darf.

Derzeit bemüht sich HRS auf anderen Wegen ihre Form der Preisgestaltung durchzusetzen. Das Branchenmagazin „Gastgewerbe“ erkennt bei der aktuellen „Qualitätsoffensive“ von hrs.de „in Wahrheit [den] Versuch, die bisherigen, vom Kartellamt abgemahnten Geschäftsbedingungen bestehen zu lassen.“ Im gleichen Magazin spricht Christoph Becker, „von einem trojanischen Pferd, mit dem hrs.de versucht, seine Geschäftsbedingungen weiter durchzusetzen.“

Für 2014 können Hoteliers einplanen, dass etwa 20 Prozent aller Buchungen mit Hilfe der Smartphones getätigt werden. Das Besondere daran: Smartphone-Nutzer entscheiden sich kurzfristig – 75 Prozent aller mobilen Hotelbuchungen sind schon jetzt Last-Minute-Buchungen und werden oft erst am Tag der geplanten Übernachtung organisiert. Mit einem weiteren Anstieg der Last-Minute-Buchungen ist zu rechnen: Allein in Deutschland werden zu Weihnachten 30 Prozent mehr Smartphones verschenkt als 2011, was weiteren neun Millionen verkauften Geräten entspricht.

November 2012 – Die Kommissionen für die Vermittlung von Übernachtungen über Buchungsplattformen haben längst schwindelerregende Höhen erreicht. Bis zu 30 Prozent werden mittlerweile von den Vermittlern verlangt, manchmal sogar noch mehr. Hotelverbände und Hoteliers fordern deshalb seit der bis dato letzten Provisionserhöhung im März 2012 eine faire Plattform mit angemessenen Konditionen. Die Buchungsplattform Net Hotels hat sich daher nun entschlossen, der Hotellerie, den Tourismusverbänden und den Endkunden, die auf Fairness pochen, eine derartige Plattform zur Verfügung zu stellen, nämlich www.fairnesstravel.com.

fairnesstravel.com: Nur 10% Provision
fairnesstravel.com: Nur 10% Provision

Die Bedingungen zur Teilnahma an fairnesstravel.com lauten: Gratis-Mitgliedschaft für Hotels und Tourismusverbände, garantierte zehn Prozent Kommission einheitlich für alle, Commission-Sharing und Kooperation mit Tourismusverbänden.

„Freilich können für Reisebüroleistungen oder für Mehrleistungen im Falle von Tourismusverbänden auch höhere Kommissionen in Ordnung sein. Für den reinen Online-Vertrieb hält Net Hotels 10 Prozent allerdings für angemessen. Deshalb gelten die 10 Prozent bereits seit der Gründung von NetHotels im Jahr 1995, und nun werden diese Konditionen nun auch weiterhin garantiert“, so Isabella Mader, Vorstand von Net Hotels. Für Tourismusverbände entsteht mit http://www.fairnesstravel.com eine zusätzliche Vertriebsplattform ohne Mehraufwand. Jene derzeit 100 Tourismusverbände, die bereits mit Net Hotels zusammenarbeiten, können auf Wunsch ihre Kontingente auch für diese Plattform freischalten. Damit entsteht kurzfristig eine überregionale Aggregation von Kontingenten. Die Konditionen sind auch hier fair: Über die neue faire Plattform abgewickelte Buchungen werden verrechnungstechnisch so behandelt, als wären sie direkt beim Tourismusverband eingelaufen: das heißt, sieben Prozent der Kommission werden an den Verband abgegeben. Verbände erzielen so ohne Mehraufwand zusätzliche Einnahmen und erreichen mehr Kunden. Verbände, die sich dafür interessieren, am System von http://www.fairnesstravel.com teilzunehmen, können dies als Net Hotels-Software-Lizenzpartner tun oder als Affiliate-Partner ohne Softwarelizenz. Affiliates erhalten die Online-Buchbarkeit sowohl für ihre Webseite als auch auf http://www.fairnesstravel.com und drei Prozent des Buchungsvolumens. Hierfür werden keine Einstiegskosten verrechnet.

„Wir glauben, dass Geschäftsbeziehungen auf Augenhöhe und mit fairen Bedingungen langfristig die besseren sind. Angemessene Konditionen und Partnerschaft sind unsere Werte. Wir sind der Überzeugung, dass gerade heute Fairness auch für buchende Kunden ein Thema werden sollte. Dazu werden wir auch eine Aufklärungskampagne für Kunden starten, und aufzeigen, worüber man sich bei der Hotelbuchung auch noch Gedanken machen kann. Ist es angemessen, dass von den 90 Euro, die ich dem Hotelier zahle, 30 Euro an die Plattform gehen, auf der ich gebucht habe? Online- Plattformen sind praktisch für Kunden und Beherbergungsbetriebe. Das darf also schon etwas kosten. Wir sagen aber: 10 Prozent sind genug. Wir können auch rechnen“, so Frau Mader. Fairnesstravel.com ist in der Beta-Version bereits seit Mitte Oktober im Testbetrieb online, erste Destinationen sind bereits buchbar.

November 2012 – Weitere Konzentration im Web-Business: Last-Minute-Hotelvermarkter priceline.com übernimmt das Preisvergleichs-Portal kayak.com für rund 1,8 Milliarden US-Dollar. Dies teilte die Priceline Group mit. Kayak.com soll unabhängig weiter agieren, heißt es. Dem Deal müssen die Aktionäre und Wettbewerbshüter noch zustimmen.

Priceline.com

Die Übernahme erfolgt in einer Barzahlung (500 Millionen US-Dollar) und einem Angebot, die Kayak-Wertpapiere für je 40 US-Dollar zu kaufen. Kayak.com ist seit Juli an der Börse.

kayak.com

Mit dem Kauf von kayak.com will sich die Priceline Group offenbar gegenüber dem weltgrößten Reisebüro Expedia besser positionieren.

Lesen Sie dazu die Original-Pressemitteilung von Priceline: http://hottelling.net/2012/11/09/priceline-com-agrees-to-acquire-kayak-software-corporation/