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Oktober 2013 – Reisemittler bleiben außen vor: Bei Google Flights, der neuen Suchmaschine für Flüge, werden Flugverbindungen direkt bei den Airlines gesucht und gebucht. Nun ist das innovative Touristiktool auch in Deutschland gestartet und ergänzt den Google Hotelfinder.

Google Flight Search

Google Flights bietet allerdings noch nicht alle Flugverbindungen innerhalb Europas an. Bei der „Flight Search“ kann die Anzahl der Zwischenstopps, bevorzugte Fluglinien, die Preisspanne, Abflugs- und Ankunftszeit sowie Flugdauer eingrenzen. Der nächstgelegenen Flughafen wird anhand des aktuellen Standorts ermittelt. Die jeweils billigsten Angebote werden extra hervorgehoben.

Oktober 2013 – Ein neues Feature für den Google Hotelfinder: Nun können in die Suchmaschine für Hotels auch 360-Grad-Fotos integriert werden werden. Damit wertet der Hotelmarketingexperte Martin Nowak aus Garmisch-Partenkirchen die Webpräsentationen seiner Hotelkunden erheblich auf.

Google Hotelfinder Google Business Photos virtueller Rundgang 360 Grad Fotos Hotel

Neben den Kontaktdaten zum Hotel lassen sich diese virtuellen Hotelrundgänge platzieren und sind damit auch in der Google Suche, in Google Maps, Google Local und in Google Earth abrufbar. Diese Darstellung ist auch für die mobilen Internetnutzung mit Smartphones, Tablets und Auto-Navigationsgeräten (z.B. bei BMW) optimiert.

„Um einen einheitlichen Standard zu gewährleisten hat Google eine Software und Anforderungen entwickelt, womit existierende 360-Grad-Rundgänge nicht kompatibel sein werden. Diese virtuellen 360-Grad-Rundgänge, die sogenannten Google Business Photos, können nur von zertifizierten Google-Business-Photografen aufgenommen werden“, erläutert Nowak. Der Google-Business-Photograph nimmt auch normale Fotos (Point of Interest) vom Hotel auf. Diese Fotos sind für das Google-Grundprofil geplant und können auch vom Hotel für andere Verkaufskanäle genutzt werden.

„Der Google Hotelfinder bringt Hoteliers mehr Direktbuchungen, denn die Kontaktdaten inklusive der Webadresse des Hotels werden kostenfrei angezeigt. Die Faustregel für das Profil-Ranking lautet: Je besser gepflegt desto weiter oben wird das Hotel gelistet“, so Nowak.

Die Kosten für den Google-Business-Photographen seien moderat und richten sich nach der Anzahl der Stativ-Standorte für die 360-Grad-Fotos. Es wird empfohlen, die Fotos ab alle fünf bis zehn Jahre zu erneuern. „Auf diesen Zeitraum die Kosten aufgeteilt ist das eine preiswerte Option, mehr kommissionsfreies Direktgeschäft zu generieren und weniger Abhängig von den großen Online-Reiseportalen zu sein“, meint Nowak.

Oktober 2013 – Hotels suchen und direkt buchen – es könnte mit dem Gogle Hotelfinder so einfach sein. Doch nur rund 40 Prozent der Hotels in Deutschland nutzen bislang diese Möglichkeit zur Direktvermarktung. Dies geht aus deiner deutschlandweiten Umfrage von „hottelling“ hervor. Zwar sagte die Mehrheit der rund 300 befragten Hoteliers (54%), mit ihrem Haus vom Google Hotelfinder vertreten zu sein. Doch diese Häuser sind überwiegend durch eine Anbindung von Booking.com (67%) und HRS (54%) buchbar.

Google Hotel Finder - Hamburg - Anfang Mai - Screenshot vom 13.03.2013, 21.10h

Der Informationsbedarf ist noch groß: 60 Prozent der Befragten gaben an, für eine direkte Buchungsanbindung an den Google Hotelfinder noch zuwenig informiert zu sein. Das Potential fürs Hotelmarketing ist enorm: 49 Prozent der Befragten erwarten ein moderates bis stark steigendes Buchungsaufkommen über die Hotelsuchmaschine. Die Hälfte der Hoteliers erwartet, dass der Google Hotelfinder bald eine zentrale Rolle im Buchungsgeschäft einnehmen wird.

Allerdings wird das Potential auch nicht überschätzt: Nur rund 30 Prozent der Befragten erwarten, dass der Google Hotelfinder ein gleichwertiges Gegengewicht zu etablierten Buchungsportalen wie hrs.de, booking.com oder expedia.de sein wird.

Marc O. Benkert

Interview mit Hotelmarketing-Experte Marc O. Benkert:
„Der Google Hotelfinder ist kein Buchungsportal“

Wird der Google Hotel Finder ein nützliches Tool zur Direktvermarktung von Hotels sein?
Marc O. Benkert: „Schauen wir uns zunächst einmal die aktuelle Landschaft des Online Hotelvertriebes an. Es gibt zwei grobe Unterteilungen beim Onlinevertrieb: den Fremdvertrieb und den Direktvertrieb. Beim Direktvertrieb verkauft das Hotel seine Zimmer und Pauschalen direkt auf seiner eigenen Website (Desktop & Mobile) unter Zuhilfenahme einer Buchungstechnologie. Diese Technologie hat das Hotel von einem Software-Anbieter erworben und bezahlt hierfür eine Gebühr. Je nach Software-Anbieter einen Fixpreis oder eine variable Gebühr. Zur Buchungstechnologie für den Direktvertrieb zählen keine Buchungswidgets, die Buchungsportale (OTAs) dem Hotelier kostenlos zur Verfügung stellen und die auf der hoteleigenen Website eingebaut werden können. Widgets sind kleine Anwendungen, die in die Website integriert werden können. Buchungen über OTA-Widgets führen immer zu Kosten pro Buchung, da diese durch das Buchungsportal verprovisioniert werden. Übrigens führen diese Widgets aus der Sicht der Suchmaschinenoptimierung immer zu einer Aufwertung der Buchungsplattformen, dieser Aspekt wird immer gerne vernachlässigt. Der Direktvertrieb über die eigene Website mit einer eigens erworbenen Buchungstechnologie sollte prinzipiell immer die günstigste Art des Onlinevertriebes sein.

Zum Fremdvertrieb gehört u.a. der Vertrieb über Buchungsplattformen wie z.B. die beiden weltweit größten und erfolgreichsten Plattformen Booking.com und Expedia. Der klassische Fremdvertrieb wird über Provisionsmodelle finanziert. Das heißt pro erfolgte Buchung über eine Plattform muss der Hotelier eine Provision von x% an die Plattform bezahlen. Die Höhe der Provisionen kann recht unterschiedlich sein und ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Mit ein Grund für die steigenden Provisionssätze sind die gestiegenen Marketingaufwendungen, die durch den wiederum gestiegenden Wettbewerbsdruck initiiert werden.

Was wir nun erleben ist das beginnende Zeitalter der Meta-Suchmaschinen, die es in vielen anderen Branchen schon länger gibt. Meta-Suchmaschinen sind somit keine neue Entdeckung sondern sind vielmehr das Ergebnis der Fortentwicklung des Internets und tragen nicht zuletzt dem Wunsch nach Einfachheit und Benutzerfreundlichkeit durch die Benutzer Rechnung.

Meta-Suchmaschinen tragen in übersichtlicher Art und Weise Preise für ein ganz bestimmtes Hotel zusammen und stellen diese auf einem Blick dar. Somit bieten die Meta-Suchmaschinen in ihrem Kernangebot Preistransparenz und -vielfalt für den Benutzer. Die angezeigten Preise werden dabei von den klassischen Buchungsplattformen über eine Schnittstelle an die Meta-Suchmaschine übertragen. Ein Einzelhotel hat ebenfalls die Möglichkeit sich über eine direkte Anbindung (Schnittstelle) an die Meta-Suchmaschine anzubinden, z.B. über Becon oder Hotelnex. Die Abrechnung erfolgt über Cost-per-Click (CPC). Dabei entrichtet derjenige, der den Preis in die Meta-Suchmaschine einspeist, pro Klick auf ein Preisangebot eine Gebühr an die Meta-Suchmaschine. Klickt der User z. B. auf einen von Booking.com auf die Meta-Suchmaschine übertragenen Preis, so muss Booking.com auf Basis des Zimmerpreises einen zuvor definierten CPC an die Meta-Suchmaschine bezahlen.

Genau genommen zählen die Meta-Suchmaschinen zum Online-Marketing, die Realtime-Preise und Realtime-Verfügbarkeiten voraussetzen. Somit werden für das jeweilige Hotel gänzlich neue Anforderungen geschaffen, die vom bisherigen Onlinevertrieb abweichen. Benötigt wird zum einen eine technische Schnittstelle (Direct Connect), die die Echtzeit-Übertragung von Raten und Verfügbarkeiten ermöglicht sowie zum anderen ein Management der CPC-Gebote (Bids). Gerade dieses Bid-Management wird in Zukunft der entscheidende Faktor sein, um eine maximale Sichtbarkeit des eigenen Preises zu erzielen. Wir von Be:con bieten unseren Kunden nicht nur ein innovatives Tool für das Bid-Management an, sondern führen auf Wunsch auch das Bid-Management für die Häuser durch.

Doch nun zu der von Ihnen gestellten Frage. Zu den Meta-Suchmaschinen gehört u.a. auch der Google Hotel Finder. Weitere Metas sind z.B. trivago (wurde mehrheitlich von Expedia übernommen), Tripadvisor und Kayak (gehört zu Priceline). Die Chancen und Perspektiven der Meta-Suchmaschinen sind dabei sehr unterschiedlich. Tripadvisor beispielsweise ist die weltweit größte Reise-Community der Welt und bietet ein enormes Potenzial für den Direktvertrieb. Wir sind sehr stolz das wir in Kürze die direkte Anbindung an tripadvisor anbieten und somit mit dem Google Hotelfinder und Trivago ein nahezu komplettes Portfolio an Meta-Suchmaschinen anbieten können.

Google genießt dabei sicherlich eine besondere Beachtung, denn das von Google gestartete Hotel Price Ads Programm spielt nicht nur Preise und Verfügbarkeiten in den Google Hotel Finder ein, sondern aktuell auch in die organischen Suchergebnisse, in Google+ Local („die gelben Seiten des Internets“) und in Google Maps. In Kürze wird Google sein Kernprodukt (Google Search) um eine wichtige Komponente erweitern und regionale Google+ Local Einträge deutlich stärker integrieren und auch seinen Kartendienst Maps deutlich erweitern, sodass diese beiden zusätzlichen Plattformen ebenfalls für einen sehr starken Direktvertrieb sorgen können. Allein die Tatsache das ca. 80% aller Reisen ihren Anfang durch die Eingabe in den Google-Suchschlitz nehmen, zeigt welch Potenzial hinter den Google Hotel Price Ads steckt. Wenn Sie so wollen, benötigt Google immer einen Klick weniger als die Konkurrenten, zu denen die Benutzer erst einmal auf die Website gelangen müssen.

Der Google Hotelfinder selbst ist natürlich ein Ergebnis der zahlreichen Daten, die Google auf seinen verschiedensten Plattformen aggregiert und auswertet. Das Ziel von Google ist es immer, dem Benutzer in der kürzesten Zeit das bestmögliche Ergebnis zu liefern. Keine Reiseplattform vermag dies in Zukunft besser als der Hotelfinder, zumal der Hotelfinder noch lange nicht alle Funktionalitäten aufgeschaltet hat.

Der Hotelfinder bietet für ein Einzelhotel eine Riesenchance für einen „neuen“ starken Direktvertrieb. Dazu benötigt der Hotelier abr zwei Dinge: eine gute Schnittstelle plus eine Technologie, die das CPC-Management optimal ermöglicht sowie das Bid-Management selbst. Dem Revenue-Manager wird zukünftig der CPC-Manager folgen.

Letzten Endes muss man durchschnittlich bei dem „Cost per click“-System des Google Hotelfinder auch rund 15 Prozent an Provisionen zahlen – ist dieser Vertriebsweg damit nicht auch zu teuer für mittelständische Hotels?
Benkert: „Diese Aussage ist mir zu populistisch und wird sehr gerne von einigen Marktteilnehmern gebracht, die sich offensichtlich nicht mehr anders zu helfen wissen als ein großes Schreckgespenst an die Wand zu malen. Natürlich gibt das CPC-Modell nicht umsonst. Google, Trivago, Tripadvisor & Co. sind Wirtschaftsunternehmen, die Geld verdienen wollen. Wenn man sich nicht um diese neue Art des Vertriebs kümmert, dann wird es auch teuer. So war es damals als man den Buchungsportalen das Feld überlassen hat und so wird auch diesmal sein, wenn man seine Hausaufgaben nicht macht. Doch derjenige, der eine eigene Anbindung hat und sein Bid-Management im Griff hat, der wird garantiert unter den magischen 15% Provison liegen. Und seien wir doch mal ehrlich, wer glaubt denn wirklich das in Zeiten der galoppierenden Marketingkosten Provisionen von 15% gehalten werden können? Es gibt doch bereist jetzt Gewinnwarnungen von Buchungsplattformen, die mit Sicherheit in weiter steigenden Provisionssätzen enden werden.

Unsere Kunden erzielen sehr gute Ergebnisse mit der Anbindung an die Meta-Suchmaschinen und die Kosten für die Anbindung haben sich in kürzester Zeit amortisiert. Aber selbstverständlich ist das kein Selbstläufer und man muss etwas Zeit dafür investieren. Wer das Knowhow für ein gutes Bid-Management nicht besitzt, der fragt uns oder beauftragt uns mit dem Bid-Management. Bid-Management in Verbindung mit einem guten Preis-Management ist wichtig, da in nahezu allen Meta-Suchmaschinen nicht alle Preise für ein Haus geich prominent dargestellt werden. Bei den Google Hotel Price Ads entscheidet ein recht komplexes Auktionsmodell darüber wer die prominentesten Plätze der Preisdarstellung erhält.

Die Höhe der CPC ist von Haus zu Haus verschieden und wird durch die Attraktivität des Hauses selbst und die Anzahl derjenigen beeinflusst, die einen Preis in die Meta-Suchmaschinen einspielen. Wir haben Kunden, die stellen als einziger einen Preis zur Verfügung und übergeben keine Verfügbarkeiten an die Buchungsportale, sodass diese auch keinen Preis in den Meta-Suchmaschinen einstellen können. Bei diesen Kunden ist der CPC natürlich recht niedrig. Kein Wettbewerb bedeutet auch kein Wettbewerb um die CPC-Höhe.

Also noch einmal als Fazit: CPC-Modelle bedeuten nicht das diese per se günstiger als die Provisionsmodelle der Buchungsplattformen sind. Wenn man sich aber a) damit beschäftigt und b) sich professionelle Hilfestellung holt, dann wird sich sehr schnell der Erfolg einstellen. Und zu guter Letzt: die Meta-Suchmaschinen sind nicht mehr aufzuhalten und werden wie schon in anderen Branchen in Kürze das Feld dominieren.“

Wird sich der Google Hotelfinder behaupten und führende Buchungsportale wie Expedia/hotels.com, Booking und HRS an der Spitze der Vertriebsplattformen ablösen?
Benkert „Noch einmal, der Google Hotelfinder ist kein Buchungsportal. Der Hotel Finder ist eine Plattform, auf dem in kompakter Art und Weise alle Preise der Marktteilnehmer dargestellt werden. Der Buchungsprozess als solcher findet dann jeweils auf der Buchungsplattform statt, die den Preis und die Verfügbarkeit auch zur Verfügung stellt. Oder aber eben auf der hoteleigenen Website, wenn das Hotel die direkte Anbindung wählt.

Mit Sicherheit wird zukünftig die Entscheidung bei wem die Buchung am Ende abgeschlossen wird auf den Meta-Suchmaschinen getroffen. Wenn ein Buchungsportal somit nicht mehr genügend Buchungen über diesen Kanal generieren kann, dann wird es ungemütlich für das Buchungsportal. Der Ausweg besteht dann nur über steigende Provisionssätze, um die Kosten für den Betrieb und die steigenden CPC-Gebühren für mehr Sichtbarkeit wieder aufzufangen. Doch bei dieser Diskussion sollte man sich dann immer vor Augen halten, das das Hotel noch selber bestimmt welche Plattform Verfügbarkeiten erhalten. Das Hotel erbringt schließlich die eigentliche Leistung, nämlich die zur Verfügungstellung eines Zimmers. Wer weiß, vielleicht erkennen die Häuser ja doch noch das die Abhängigkeit von den Buchungsportal in Zukunft gar nicht so groß ist, wie sie bisher erschien.“

Mai 2013 – Hotelbuchungsportale bleiben übermächtig: Einer aktuellen Studie der Onlinemarketing-Agentur Libotel zufolge lassen Hotelbetreiber größtenteils den bedeutenden Buchungsportale wie hrs.de, booking.com und trivago.de den Vortritt, wenn es um die Online-Vermarktung des eigenen Angebots geht. Doch damit begeben sie sich mehr und mehr in die Abhängigkeit dieser Portale und verspielen ihre Chancen auf Direktbuchungen. Mit einer geschickten Strategie und professionellen Einträgen kann es laut Libotel aber gelingen, sich einen Stück vom Online-Kuchen zurückzuholen.

Studie zu Hotelmarketing: Hoteliers lassen Chancen für Online-Marketing ungenutzt – Buchungsportale übermächtig

Für die Studie mit dem Titel „Übermächte Booking.com & HRS – Wie Buchungsportale den Suchmarkt beherrschen“ wurden mehr als 200 deutsche Städte und die dazugehörigen Hotel-Suchergebnisse untersucht und aufgezeigt, nach welchem Muster die großen Portale ihr (erfolgreiches) Online-Marketing betreiben. Eine wichtige Rolle spielen dabei die bei Google geschalteten Anzeigen (AdWords): Bei über die Hälfte der analysierten Suchanfragen belegen die Buchungsportale 62,5 Prozent der möglichen Google AdWords-Plätze. Hrs.de, trivago.de und booking.com platzieren zu annähernd hundert Prozent aller Suchanfragen des Musters „Hotels+Stadt“ eine AdWords-Anzeige und sind stets auf den ersten drei Plätzen bei den organischen Suchergebnissen zu finden.

Doch damit nicht genug, denn die Portale platzieren auch für bestimmte Hotelnamen in den dazugehörigen Städten eine AdWords-Anzeige. Laut der Studie hat zum Beispiel booking.com für 118 (über 50%) der analysierten Hotelnamen eine eigene Anzeige gebucht, und zu 40 Prozent aller analysierten Hotelnamen werden AdWords-Anzeigen von mindestens vier großen Buchungsportalen geschaltet.

Im Gegensatz dazu bucht weniger als ein Drittel (29%) der Hoteliers selbst Anzeigen auf Google, was aber vor allem in großen Städten aufgrund der hohen Wettbewerbsdichte durch die Buchungsportale auch teuer und gerade für kleinere Hotels nicht lohnend ist. So verwundert es nicht, dass nur die größeren Hotelketten in Sachen Online-Marketing aktiv sind und selbst AdWords-Kampagnen auf Google schalten. Auch lassen sie Anzeigen der Buchungsportale für ihre Häuser nicht ohne Weiteres zu.

Dass die Platzierung auf der ersten Seite bei Google essenziell für den Erfolg ist, dürfte sich inzwischen herumgesprochen haben und ist das Ergebnis zahlreicher Studien zum Surferverhalten. Eigene Studien von Google belegen sogar, dass bei den Suchergebnissen vor allem die ersten drei bis fünf Ergebnisse und nur die erste, allenfalls die ersten zwei der rechts platzieren AdWords-Anzeigen besonderes Interesse beim Suchenden hervorrufen. Damit ihr Angebot von Hotel-Suchenden überhaupt wahrgenommen wird, müssen sich Hoteliers verstärkt um ihr Online-Marketing bemühen, um auf der ersten Seite bei Google zu landen und mehr Direktbuchungen zu erzielen. Wichtig ist aber vor allem, dass Hotels bei der Suche nach dem Muster „Hotels+Stadt“ in den organischen, also den kostenlosen Ergebnissen erscheinen.

Doch natürlich sind gerade diese ersten Plätze auch unter den Buchungsportalen heiß umkämpft, wie die Libotel-Studie zeigt. Zu jeweils annähernd 60 Prozent der Suchbegriffe werden hrs.de und hotel.de unter den ersten drei Positionen im organischen Bereich in Google gefunden. Bei 48 Prozent der geprüften Suchanfragen werden die drei großen Buchungsportale unter den ersten drei Positionen im organischen Bereich aufgeführt. Hotels haben daher in den meisten Fällen nur einen freien Platz unter den Top Drei der Suchergebnisse, den Rest machen die Buchungsportale unter sich aus.

Trotz dieser schwierigen Ausgangslage kann es aber laut Libotel gelingen, die Gesetzmäßigkeiten der erfolgreichen Google-Suche für den eigenen Erfolg zu nutzen, dies bedarf allerdings einer gezielten Strategie und konsequenten Handelns. So zeigen die Ergebnisse der Studie, dass bei allen Suchanfragen nach dem Muster „Hotels+Stadt“ die Google+ Local Profile (alias Google Maps-Einträge) aufgeführt werden. Mit einem professionellen Eintrag bei Google Maps besteht laut Libotel daher bereits eine große Chance, die eigenen Suchergebnisse zu optimieren. Zudem verbessern sich mit einem guten Maps-Profil auch die Ergebnisse der organischen Suche insgesamt, denn diese werden von Google aufgrund von ca. 200 Bewertungskriterien und Daten aus weiteren Google-Diensten, u.a. aus den Maps bestimmt.

Eine weitere Möglichkeit, die Auffindbarkeit des eigenen Hotels zu verbessern, bietet Google seit März 2013 mit dem „Hotelfinder“, der bei allen Suchanfragen nach dem Muster „Hotels+Stadt“ – auch für kleinere Städte – angezeigt wird. Da sich der Hotelfinder immer unter den ersten zwei bis drei Adwords-Anzeigen am oberen Bereich der Suchergebnisse befindet, ist er für den Suchenden äußerst präsent und bietet mit einem entsprechenden professionellen Eintrag ein großes Potenzial für das Hotel-Marketing im Internet.

Videos, so die Erkenntnisse der Internetforschung, sind für Suchende äußerst willkommene Ergebnisse, die gerne angeklickt werden. Videos tragen damit zu einer wesentlich verbesserten Auffindbarkeit bei und sind regelrechte Erfolgsmotoren der Suchmaschinenoptimierung. Mit starken visuellen Eindrücken vom eigenen Haus könnten sich Hotels daher deutlich in ihren Suchergebnissen verbessern. Die Libotel-Studie zeigt jedoch, dass nur ein verschwindend geringer Anteil, nämlich drei Prozent der Hotelbesitzer Videos einsetzen, um ihr Angebot zu präsentieren. Wichtig ist dabei allerdings, dass die Bewegtbilder professionell erstellt wurden und einen echten Mehrwert für den Nutzer bieten.

Zusammenfassend kommt die Studie von Libotel zu dem Schluss, dass das Marketing-Potenzial im Internet für Hoteliers trotz der Übermacht der Buchungsportale längst nicht ausgeschöpft ist. Maßnahmen zur Suchmaschinenoptimierung, z.B. mit Hotel-Videos und die professionelle Nutzung von Maps, Hotelfinder und Co., aber auch die Anzeigenschaltung über AdWords bieten großen Chancen, das eigenen Online-Marketing und die Suchergebnisse wesentlich zu verbessern. Auch kleinere Hotelketten könnten so ihre Abhängigkeit von  den großen Portalen verringern und ihr Ergebnis durch mehr Direktbuchungen optimieren.

März 2013 – Nun läuft es richtig rund: Der Google Hotel Finder steht jetzt auch in deutscher Sprache zur Verfügung und ist sowohl in die Google Maps als auch in die Websuche integriert. Darauf macht das „Google Watch Blog“ aufmerksam.

Google Hotel Finder - Auswahl Berlin

Die Auswahl der Hotels ist denkbar einfach: Ort und Reisedaten (Anreise/Abreise) eingeben, Suchgebiet auf der Karte (z.B. in einer Großstadt) eingrenzen und man erhält eine übersichtliche Liste der verfügbaren Häuser. Die Reihenfolge der Hotellistung wird durch ein Bieterverfahren bestimmt – also auch beim Google Hotel Finder kommt es darauf an, sich in der Liste hochzubieten.

Hat man in der Karte das Zielgebiet eingegrenzt, lassen sich einzelne Hotelangebote per Drag & Drop in einer Auswahlliste ziehen. „Interessant ist auch der Preisvergleich, der direkt in den Ergebnissen anzeigt ob die ausgewählte Übernachtungszeit günstiger oder teurer ist als im Durchschnitt“, berichtet „Google Watch Blog“.

Um im Google Hotel Finder gut auffindbar zu sein, muss ein Hotel einen gut gepflegten und geführten Eintrag bei „Google+ Local“ führen. Darauf macht der Hamburger Hotelmarketing-Experte Marc O. Benkert aufmerksam. „Das Nachholpotenzial ist allerdings beträchtlich, da erst rund 30 Prozent aller Hotels ihre Hausaufgaben gemacht haben“, so Benkert.

Lesen Sie dazu auch:

Der Google-Experte allen Hoteliers zur direkten Anbindung an den Google Hotel Finder. Im Durchschnitt fallen hier rund 15 Prozent Provision an – allerdings bei einer Cost per Click Gebühr von 0,3 Prozent und einem Bietsystem.

“Die Suche nach Hotels ist das wichtigste Feature, was der Google Hotel Finder nun anbietet”, so Benkert. Damit zeige Google seine absolute Stärke. Darin stecke ein enormes Potential für die Hotellerie, so der bekannte Hotelmarketingexperte. Da immer mehr Gäste geobasiert suchen, d.h. auf Onlinekarten, wird die übersichtliche Darstellung bei Google auch im mobilen Internet von Vorteil sein.

Courtesy to GuestCentric – February 2013

In 2011, when encrypted search was made default for logged in users there was a great concern over repercussions in SEO (Search Engine Optimization), as encrypted searches obliterate keywords. While the source of traffic is still “Google”, keywords are “not provided” into any conversion analysis. This change is dramatic in terms of hard data. But at least the SEO community could get comfort from the prediction that it would only affect a very small percentage of overall searches.

self-censored-by-carolyntiry
However, encrypted search has been on the fast track. We are now seeing websites with over 20% of their Google visits coming from “(not provided)” keywords. This trend is recent and worrisome. Some websites that had only a few percentage points in June 2012 are now at over 20%!

This trend will only worsen, as Chrome has added search encryption to its omnibox following Firefox and Mobile Safari. With encrypted search no longer being exclusive to logged in users, the amount of encrypted searches is set to increase and the ability to track the results of organic search queries to decrease.

If a conversion analysis down to the keyword doesn’t take into account those that are using encrypted protocols, the SEO analysis will become skewed towards only those that don’t use encrypted search. This seriously cripples the ability to predict online behaviors and the SEO solutions that present the best results.

The rise of encrypted search makes it difficult to make accurate and trustworthy SEO predictions and assessments as it is only being applied to a limited percentage of overall searches. But why would Google take away from SEO? And how will this change SEO strategies, and the results one can get from them?

The paid search alternative
Back in 2011 there were already some taking note of how encrypted search had been high enough for them to take notice, but it nonetheless soon fell out of notice with justifications that encrypted searches would be proportional to regular searches. But these assumptions missed the essential point that SEO can’t be justified as accurate if its methodology is only being applied to a limited percentage of the overall searches. And no one predicted the recent growth in encrypted search.

One possible alternative to get keyword reports is paid search. Curiously, Google will send the complete keyword information, which includes the query of the user, to the advertiser whenever a user clicks on an ad on the Google search engine, whether using encrypted search or not. But this comes at a cost.

If you don’t want to have to first run ads in order to figure out which keywords have the best ROIs, you’ll have trouble using the Analytics reports to look for keywords to optimize for. There are ways to get more information on, for instance, long-tail keywords to optimize for. These, nonetheless, make you rely on other Google tools, like Google’s Keyword Tool, or paid services even more.

In the new necessity of substituting previously available data by acquiring Google tools and running AdWord campaigns, might lay the Google’s strategy behind this move.

Google, don’t be evil!
Google justified its implementation of encrypted search as a way to “provide users with a more secure and private search experience”, but if that is the case why is the information still being provided to paying advertisers?

There’s also the possibility of Google’s goal being to stop SEO poisoning. This is a perfectly reasonable explanation, but one should take into account that the way in which malicious websites promote themselves is ever changing (just like the security measures to stop them). Furthermore, if the ultimate goal was to stop SEO poisoning shouldn’t all search be encrypted?

One obviously can’t be sure about the strategy behind Google’s adherence to search encryption. But, when its actions are seemingly inconsistent with the reasoning presented, one cannot help but question Google’s motivation.

As encrypted search increases, one will increasingly be required to resort to pay for keywords in order to test the market and somehow establish keyword conversion rates for their website. This will translate into more costs, and more time dedicated to website tuning, as it makes SEO a lot more dependent on trial and error. If the keyword you run an AdWord campaign for turns out to be more irrelevant than expected, then you’ll have to try again until you succeed.

Check it for yourself
Regardless of being able to pinpoint with certainty Google’s strategy behind the push of encrypted search, the values of encrypted search coming to your website are nothing to ignore.

Don’t take our word for it, check it for yourself.

Step 1 – Go to “Reporting” on your Google Analytics page.

step 1

Step 2 – Press on “Advanced Segments” and “+ New Custom Segment”. “Include” a “Source”, “Containing” “google” and then “Add “AND” statement”. Making it look like this:

step 2

Almost there!

Step 3 – “+ Add a dimension or metric” that is “Keyword” and “Containing” “(not provided)”. This should look like:

step 3

Step 4 – Name the segment in the “Name:” field and press “Save Segment”.

Step 5 – In “Advanced Segments, in “Custom Segments” you can select this new segment and “Apply”.

step 5

To better see the effect of encrypted search you can even create a custom segment for Google.

Step 6 – Press “+ New Custom Segment” on the “Advanced Segments” section, and “Include” a “Source”, “Containing” “google”.

Step 7 – Name the segment in the “Name:” field and press “Save Segment”.

step 7

This way you can select both on “Custom Segments” and “Apply” to see the effect of encrypted search in something like this:

What now?
Will SEO lose accuracy and overall efficiency of methodology because of encrypted search? And if so, what channels can take its place in digital marketing strategy? It is time to think and discuss thoroughly the place that SEO should take in hoteliers’ digital marketing strategy. If SEO methodologies are becoming ineffective in their solutions without incurring into even more costs than before, then hoteliers need to seek out other channels that may provide better bang for the buck.

Januar 2013 – Daniela Pfefferkorn vom Hotel Goldener Berg in Lech hat den Online-Auftritt ihres Hauses mittels „responsivem Webdesign“ überarbeiten lassen. Egal womit ihre Gäste künftig die Hotelwebsite besuchen – Smartphone, Tablet oder PC – es stehen ihnen sämtliche Tools perfekt an die Benutzeroberfläche des jeweiligen Endgerätes angepasst zur Verfügung. Zudem erkennt Google die neue Technologie und reiht damit ausgestattete Website automatisch weiter vorne.

Google-optimiert durch "responsive Webdesign": Neue Website vom Hotel Goldener Berg in Lech
Google-optimiert durch „responsive Webdesign“: Neue Website vom Hotel Goldener Berg in Lech

„Responsives Webdesign“ heißt die Zauberformel mit der Hotelwebsites ganz automatisch perfekt an das jeweilige Endgerät des Kunden angepasst werden. Egal ob Gäste ihre Buchungen mittels Laptop, Tablet oder Smartphone vornehmen, auf Sites, die mit responsivem Webdesign ausgestattet sind, stehen ihnen alle Homepage-Tools zur Verfügung. In Zeiten, in denen gerade die Nutzung mobiler Geräte wie Tablets oder Smartphones immer mehr zunimmt, ist es von entscheidender Bedeutung, seine Homepage an die grafischen Anforderungen dieser Geräte anzupassen.

Das Hotel Goldener Berg in Lech am Arlberg hat diese Zeichen der Zeit erkannt und seine Website bereits mit Hilfe der Firma NCM mit der neuen Technik ausgestattet. Für die Eigentümerin Daniela Pfefferkorn ein voller Erfolg: „Unsere Gäste schätzen es sehr, alle Angebote und Neuigkeiten unseres Hauses, problemlos und bequem auch unterwegs zur Verfügung zu haben.“

Google bevorzugt neue Technologie
Neben der Benutzerfreundlichkeit bietet die neue Technik auch unschätzbare Wettbewerbsvorteile im Netz. Denn der Suchmaschinen-Gigant Google erkennt Websites, die mit „responsivem Webdesign“ ausgestattet sind und reiht diese im Suchranking automatisch weiter vorne. Für Hotels bedeutet dies, dass sie mehr Aufmerksamkeit im Netz generieren können. Dank des Upgrades ihrer Homepage mit Hilfe von ncm ist dieser technische Vorsprung auch für Daniela Pfefferkorn bereits spürbar: „Noch fehlen Zahlen, aber wir beobachten bereits, dass die Onlineanfragen steigen, seitdem unsere Homepage mit der neuen Technologie ausgestattet ist.“

Selbstverständlich ist die Seite auch technisch auf dem neusten Stand. Das Content Management System „Contao“ macht es für das Team des Hotels möglich, schnell und einfach Bilder, Texte und Informationen zu bearbeiten und auszutauschen. Zudem stecken im hübschen Gewand der neuen Seite die erprobten ncm-Tools: Online buchen, Lückenfüller, BewertungsAssistent, RezeptionsAssistent und CheckEffect führen die verschiedensten On- und Offline-Bereiche des Betriebs zusammen und nutzen die Synergien für eine punktgenaue Ansprache der Lieblingsgäste.

Eine weitere Hilfe bei der Kundenbindung und Gewinnung von neuen Lieblingskunden: Die übersichtliche Einbindung der wichtigsten Social-Media-Kanäle – Vom Facebook-Widget über den neuesten Blogeintrag bis hin zu den Bewertungsportalen.

Dezember 2012 – Nützliches neues Tool von Google: Nun startet das Internetunternehmen auch in Deutschland den Indoor-Kartendienst mit Grundrissen von Flughäfen, Veranstaltungshallen, Museen, Stadien, Einkaufszentren und großen Kaufhäusern. Dies bringt noch mehr Potential im Tourismus mit sich. Die Navigation auch in Gebäuden wird damit – hoffentlich – zum Kinderspiel.

Google Indoor Maps - Flughafen München
Google Indoor Maps – Flughafen München

Die Google Indoor Maps sind sowohl auf Apple-Geräten (im Browser) als auch auch Android-Smartphones und –Tablets aufrufbar. Zoomt man in einen Kartenbereich, auf dem sich ein kartografiertes Gebäude befindet, wechselt Google Maps automatisch in die Indoor-Ansicht. Insbesondere bei weitläufigen Flughäfen wie in Frankfurt/Main und München ist das Tool eine nützliche Unterstützung.

Die Indoor-Karten sind in Europa bereits für große Gebäude in Großbritannien, Frankreich, der Schweiz, Dänemark, Schweden und Belgien verfügbar. Die weitere Abdeckung soll rasch vorangetrieben werden. Wie man einen Gebäudeplan bei Google hochlädt wird unter support.google.com erläutert.

Übersicht der Gebäude bei Google Indoor Maps in Deutschland

Flughäfen:

  • Köln/Bonn
  • Frankfurt/Main
  • München

Veranstaltungshallen:

  • O2 World Berlin
  • O2 World Hamburg

Museen:

  • BMW Museum
  • BMW World
  • Deutsches Museum
  • Mercedes-Benz Museum Stuttgart
  • Museum Kunstpalast
  • Städel Museum Frankfurt/Main

Einzelhändler:

  • Alsterhaus Hamburg
  • Dodenhof
  • Engelhorn sports
  • Galeries Lafayette Berlin
  • Görtz
  • Gravis
  • Ikea
  • KaDeWe
  • Metro
  • Oberpollinger
  • Staples
  • Saturn

Stadien:

  • Imtech Arena (HSV)
  • Signal Iduna Park (Borussia Dortmund)

Einkaufszentren:

  • Designer Outlet Berlin
  • Designer Outlet Neumünster
  • Düsseldorf Arcaden
  • Einkaufszentrum Wust
  • Erlangen Arcaden
  • Galerie Neustädter Tor
  • Gera Arcaden
  • Gropius Passagen
  • Harburg Arcaden
  • Havel Park Dallgow
  • Höfe am Brühl
  • Kaufpark Dresden
  • Kaufpark Eiche
  • Köln Arcaden
  • Neukölln Arcaden
  • Pasing Arcaden
  • Paunsdorf-Center Leibzig
  • Rahlstedt Arcaden
  • Regensburg Arcaden
  • Riem Arcaden
  • Ruhr-Park Bochum
  • Schönhauser Allee Arcaden
  • Spandau Arcaden
  • Theresien Center
  • Wilmersdorfer Arcaden
  • Zwickau Arcaden

Oktober 2012 – Google erweitert den Hotelfinder um ein weiteres Feature, das den führenden Buchungsportalen ein Dorn im Auge sein dürfte. Nun testet Google einen zusätzlichen Navigationspunkt „Rooms“ und bildet darunter alle verfügbaren Zimmerkategorien und die entsprechenden Raten zum angefragten Reisezeitraum an. Darauf macht der Hamburger Hotelmarketing-Spezialist Marc O. Benkert aufmerksam. Bisher wurde im Hotelfinder lediglich der beste Preis für ein Doppeltimmer angezeigt. Der Best-Price für ein Doppelzimmer. „Aus unserer Sicht ist dies ein Frontalangriff auf die aktuellen Geschäftsmodelle der OTAs“, so der Chef der Agentur BE:CON.

Hotel Gansevoort beim Google Hotelfinder

Google geht damit beim Hotelfinder weiter in Richtung eines perfekten Buchungsportals. „Von Google ist dies natürlich ein schlauer Schachzug. Einerseits wird nun der Service für den User noch einmal erhöht und die Auswahl der Kategorie kann nun schon auf dem Hotel Finder stattfinden. Andererseits dürften sich hiermit die Cost-per-Click Einnahmen für Google noch einmal erhöhen“, erläutert Benkert.

The Roger Smith Hotel beim Google Hotelfinder

Der Google-Spezialist sieht die OTA damit in der Defensive. „Sie bieten nunmehr eigentlich keinen besonderen Mehrwert, außer vielleicht noch die Buchung selber. Aber sämtliche Informationen liegen nun im Hotelfinder selber und dort sogar in noch weitaus besserer Qualität“, so Benkert.

Für das eigene Hotel bieten sich damit noch größere Chancen, um im Dirketvertrieb mehr Unabhängigkeit von möchtigen Buchungsportalen zu erlangen. Mit der direkten Anbindung an die Google Travel Ads können nun auch alle Kategorien direkt abgebildet werden. „In Zukunft kommen dann vielleicht auch noch die Möglichkeit Pauschalen einzustellen“, vermutet Benkert.

Oktober 2012 – Google hat am vergangenen Mittwoch seine Webmasterrichtlinien einem Update unterzogen. Die Richtlinien dienen Webmastern, Agenturen und Programmierern als Grundlage für den Aufbau einer Webseite. Sie untergliedern sich in drei Hauptbereiche – technisch, Gestaltung und Inhalt sowie allgemeine Qualitätsrichtlinien. Allen voran steht aber die oberste Empfehlung: Erstellen Sie Seiten in erster Linie für Nutzer, nicht für Suchmaschinen. Darauf weist die Salzburger Multimedia-Agentur Net Communication Management (NCM) hin.

Google - Richtlinien für Webmaster

Die Webmasterrichtlinien dienen Google dazu, Seiten einzuordnen und diese in der Sichtbarkeit besser einstufen zu können. Dabei hat der Suchmaschinenkonzern immer das bestmögliche Ergebnis für den Suchenden im Auge.

Die wichtigsten Änderungen im Überblick

  • Vermeidung von Brückenseiten: Sie haben auf Ihrer Webseite 10 Seiten zum Suchbegriff „Skifahren + Destination“. Alle Seiten behandeln das gleiche Thema und unterscheiden sich inhaltlich kaum. Diese Seiten werden in Zukunft abgestraft bzw. als nicht „Google-konform“ gesehen. Die Lösung? Seiten erstellen, die dem Nutzer reale Informationen und einen Mehrwert bieten.
  • Vermeidung von automatisch generierten Inhalten: Auf Webseiten von Destinationen oder Angebotsgruppen werden oft per Schnittstellen eingespielte Daten von Unterkünften gestellt. Diese Daten kommen nicht nur auf dieser Webseite vor, sondern werden durch die Schnittstellen ebenfalls auf anderen Webseiten eingebunden – was in erster Linie zur Verwirrung führt, da Texte mehrfach im Netz vorhanden sind. Die Lösung: Passen Sie die Texte für die Darstellung auf Ihrer Webseite entsprechend inhaltlich an und erstellen Sie dadurch einen für den Leser relevanten Text.
  • Vermeidung von „copy and paste“: Duplicate Contents stellen nach wie vor ein Problem dar. Inhalte von anderen Webseiten werden 1:1 auf der eigenen Webseite dargestellt, in der Hoffnung mit diesem Inhalt ebenfalls gute Ergebnisse zu erzielen.

Die Webmaster-Richtlinien gelten als wichtiges Tool zur Erstellung einer Webseite. Hält man sich daran, wird das Suchergebnis für den Suchenden bestmöglich gestaltet und ein Erfolg im Internet ist garantiert.

Zusammenfassung der 26 wichtigsten Neuerungen bei Google – zusammengestellt von Bloofusion, Emsdetten:
http://www.bloofusion.de/infos/advisories/content-guidelines-2012/