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Schlagwort-Archive: Hotelbewertung

Februar 2013 – Webmiles baut sein Angebot weiter aus. Neuer Premium-Partner des Online-Shopping-Portals mit Bonusprogramm ist holidaycheck.com. Teilnehmer in Deutschland, Österreich und der Schweiz erhalten ab sofort für jede neue Bewertung 200 Webmiles. Mit der Kooperation erweitert Webmiles das Angebot für kaufunabhängige Incentivierungen und stärkt damit seine Sonderstellung im Markt der Online-Bonusprogramme.

Webmiles und HolidayCheck starten Kooperation

„Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass sich unsere Teilnehmer nicht nur bei Einkäufen Belohnungen in Form von Bonusmeilen wünschen, sondern in verschiedenen – auch kaufunabhängigen – Situationen des täglichen Lebens“, sagte Torsten Hautmann, Head of Webmiles.

Holidaycheck.com kann durch die Kooperation mit Webmiles neue Anreize für das Verfassen von Hotelbewertungen bieten. Georg Ziegler, Head of B2B bei HolidayCheck: „Webmiles ist für uns ein toller Partner. Kunden von Webmiles helfen mit ihren Hotelbewertungen auf HolidayCheck künftigen Urlaubern bei der Wahl des passenden Hotels und können damit sogar Webmiles sammeln.“

Dezember 2012 – Marriott.com ohne Gästebwertungen: Während weltweit Rezensionen der Hotelgäste mit Vorliebe auf den Hotel-Webseiten veröffentlicht werden, geht Marriott den entgegengesetzten Weg. Dies berichtet hotelmarketing.com. Nur ein kritisches Votum bei 20 positiven Hotelbewertungen könne die Vorstellung der Kunden negativ beeinflussen, meint man bei Marriott. Somit würden keine Bewertungen auf marriott.com dargestellt.

Marriott.com ohne Hotelbewertungen von Gästen: Nur ein negatives Votum hätte Auswirkungen auf Direktbuchungen
Marriott.com ohne Hotelbewertungen von Gästen: Nur ein negatives Votum hätte Auswirkungen auf Direktbuchungen

In der Tat sind kritische Hotelbewertungen, die zum Teil unsachlich und unfair sind oder sogar manipuliert und gefälscht sein können, kontraproduktiv bei den Bemühungen um den Direktvertrieb. Gäste sollen auf den Portalen der Hotelketten buchen, also z.B. marriott.com – und dort nicht negativ beeinflusst werden. Dass kritische Stellungnahme auf anderen Webportalen wie z.B. tripadvisor.com veröffentlicht werden, ficht das Marriott-Management offenbar nicht an.

Andere große US-Hotelketten wie La Quinta Inns & Suites, Wyndham Hotel Group und Best Western International nehmen bewusst die Hotelbewertungen auf ihre Portale, um potentielle Gäste davon abzuhalten bei tripadvisor.com nachzuschauen und ggf. dort auch ihr Zimmer zu buchen. Dir führenden Hotelbewertungsportale tripadvisor.com und – in Deutschland – holidaycheck.de sind längst Konkurrenz im Kampf um Onlinebuchungen. Holidaycheck.de erlaubt allerdings auch, die Bewertungen auf Hotel-Websites mit einzublenden.

Gästebewertungen sind neben Lage und Preis zu einem wichtigen Kriterium bei der Hotelauswahl geworden. Europas führendes Hotelbuchungsportal hrs.de stellte kürzlich den Algorithmus zur Hotelsuche um und misst den Rezensionen größere Bedeutung bei – mit zuweilen merkwürdigen Ergebnissen; wir berichteten.

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Dezember 2012 – Für holidaycheck.com ist es eine elegante Lösung: Hotelbewertungen, die mit einem iiQ-Tool auf den Hotel-Webpages generiert werden, können mittels einer neuen Schnittstelle auch auf dem in Europa führenden Bewertungsportal veröffentlicht werden. Die Bewertungen würden einen „mehrstufigen Prüfprozess“ unterzogen, ehe diese auf holidaycheck.com erschienen, teilte iiQ mit.

Hotelbewertungen werden immer wichtiger

Gästebewertungen werde für Hotels immer wichtiger. Bei hrs.de und hotel.de fließen die auf den Portalen abgegebenen Rezensionen in die Kriterien für die Hotellistung mit ein. Auch beim neu geplanten Buchungsportal hotelnex.de soll dies so sein. In Onlinemarketing sehr erfahrene Hoteliers wie Marcu Nussbaum (Prizeotel Group) nennen Gästebewertungen gleichauf bedeutend mit dem Preis/Leistungsverhältnis.

Durch die Schnittstelle zwischen iiQ-Check und holidaycheck.com sollen Hotels mehr Bewertungen sammeln können, sagte Geord Ziegler, Head of B2B bei holidaycheck.com.

Das zum Burda-Konzern gehörende Bewertungsportal holidaycheck.com ist im deutschsprachigen Raum führend. International wird es von tripadvisor.com (300 Mio. Leser monatlich!) überflügelt. Beide Bewertungsportale weisen nach Ansicht von Experten nachwievor einen hohen Anteil an manipulierten Bewertungen auf.

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November 2012 – Änderung der Vorzeichen bei der Hotelbuchung im Internet: Deutschlands führendes Hotelbuchungsportal hrs.de sieht sich dazu getrieben, die Partnerhotels nicht mehr wie bisher nach Preis aufzulisten, sondern vor allem nach Gästebewertungen. Dabei wird Hotels ein bislang rege gebrauchtes Marketingtool genommen: Es sei nicht mehr möglich, „in der Hotelliste durch erhöhte Provisionen ein besseres Ranking zu erreichen“, wird von hrs.de mitgeteilt.

Bei hrs.de wird die Hotelsuche künftig nach Gästebewertungen bestimmt (Foto: Ben Chams/Fotolia.com)
Bei hrs.de wird die Hotelsuche künftig nach Gästebewertungen bestimmt (Foto: Ben Chams/Fotolia.com)

Ausgerechnet die immer wieder in der Kritik stehenden Hotelbewertungen sollen nun maßgeblich für eine Auffindung der Hotels bei – nach eigenen Angaben – Europas größtem Hotelportal wichtig sein. „Darüber hinaus werden sie mit den Hotelbewertungen anderer Gäste sowie mehrerer Dutzend Kriterien zum Hotelangebot abgeglichen. Neben dem Preis und der Lage des Hotels sind für den Kunden vor allem hohe Kundenzufriedenheit, attraktive und vielfältige Angebote, eine ausführliche Darstellung des Hotels, flexible Buchungsbedingungen sowie eine gute Verfügbarkeit des Hauses ausschlaggebende Kriterien bei der Hotelauswahl“, so eine Mitteilung.

Unbestritten ist die Bedeutsamkeit von Hotelbewertungen für den Buchungsprozess. Neben Preis und entsprechend erstklassiger Leistung seien gute Rezensionen ausschlaggebend, sagte auch Hotelier und Marketingexperte Marco Nussbaum im Interview mit HOTELIER TV. Doch just bei den Bewertungen stellt sich die Frage nach Glaubwürdigkeit. Eine repräsentative Befragung der FH Worms legte offen, dass nahezu die Hälfte der Hoteliers in Deutschland bereits mit manipulierten und gefälschten Bewertungen zu tun hatten. Dies betrifft auch Rezensionen bei hrs.de.

Rund ein Viertel der Befragten legten dar, dass (negative) Bewertungen offenbar von Konkurrenzbetrieben verfasst worden seien. Ein weiteres Viertel gab zu, selbst Bewertungen manipuliert zu haben. 43 Prozent der Hotels berichten von Erfahrungen von Erpressungen von Gästen, die mit einer negativen Bewertung drohten, wenn sie kein Upgrade oder ähnliches erhielten.

Bislang werden Internet-Hotelbewertungen von den meisten Deutschen (letzte Umfrage: 95%) für glaubwürdig gehalten. Zum Vergleich: In den USA hielten zuletzt nur noch 51 Prozent der Verbraucher Onlinerezensionen für vertrauenswürdig.

Ob die neue Strategie bei hrs.de Schule machen wird, bleibt zu beobachten. Offenbar sieht man bei hrs.de das Stammgeschäft mit Hotelsuche und –buchung – nach Lage und Preis – bedrängt. Bei der zunehmend mobilen Internetsuche konkurrieren Last-Minute- und Schnäppchen-Anbieter wie justbook.com oder bookitnow.com. Hrs.de reagierte hier mit dem Start der eigenen Last-Minute-App „Hotels Now“.

Die Prämisse der meisten Hotelbewertungen ergibt ein sonderbares Bild der Hotellerie: Auf Platz eins der am meisten bewertungen Hotels bei hrs.de liegt das Savoy in Köln – ein zweifellos ein gut geführtes Haus. Doch das beste (Luxus-)Hotel in der Domstadt in unbestritten das Excelsior Hotel Ernst, nur hat diese just bei hrs.de halt weniger Bewertungen. Jedoch bei den Gästen der über 100 Jahre alten Marketingkooperation Leading Hotels of the World hat das Excelsior Ernst die höchste Punktzahl erreicht – weltweit.

Die sonderbare Hotelliste der am meisten bewerteten Häuser wirft Fragen auf. Erst auf Platz sechs wird das erste Markenhotel – Radisson Blu in Leipzig – erwähnt. Und gerade für Berlin wird das Centrovital Spa & Sports Hotels als präferiert genannt – Top-Hotels wie das Adlon Berlin fehlen da gänzlich.

Wer sich auf ein Ranking der meisten Bewertungen verlässt, könnte irre geleitet werden. Nur viele Hotelbewertungen auf sich vereinen zu können, ist noch kein alleine geltendes Qualitätsmerkmal. Wenn aber dies für als Vorraussetzung bei der Hotelsuche gelten soll, könnte man auf dem Holzweg sein. Beim gerade auch in Deutschland gestarteten Google Hotelfinder geht es dagegen nachwievor um die wichtigsten Faktoren: Gutes Hotel in gewünschter Lage zum attraktiven Preis.

November 2012 – Direktvermarktung lohnt sich: Zwei Drittel aller Online-Reisebuchungen in den USA erfolgen direkt auf den Webseiten der Leistungsträger. Dies ist eine Prognose von PhoCusWright für 2014. Vor zwei Jahren betrug der Anteil der Direktbuchungen noch 61 Prozent. Der Marktanteil der Online Travel Agencies (OTA) werde weiter sinken, so die Trendaussage. Dies wird auch Auswirkungen auf den deutschen Reisemarkt haben. Gerade Hotels versuchen, durch Direktmarketingmaßnahmen gegenüber Buchungsportalen wie hrs.de oder expedia.com wieder an Boden zu gewinnen. Um Direktbuchungen zu stärken, startet die Einkaufsgenossenschaft HGK in Kürze ein eigene Onlinetechnologie mit IBE für Hotel-Websiten, Anbindung an den Google Hotelfinder und eigenem Buchungsportal.

Direktmarketing ist Trumpf: Mit Anbindung an den Google Hotelfinder - der Deutschland-Start mit Euro-Auspreisung steht unmittelbar bevor - wird dies gestärkt
Direktmarketing ist Trumpf: Mit Anbindung an den Google Hotelfinder – der Deutschland-Start mit Euro-Auspreisung steht unmittelbar bevor – wird dies gestärkt

Trendsetter sind die Airlines in den USA. Drei Viertel aller Flugticket-Orders erfolgen über die Websites der Fluggesellschaften, so die PhoCusWright-Auswertung. Ausschlaggebend dafür könnte sein, dass man bei einer Direktbuchung weitere Zusatznutzen wie Spezialmenü, bevorzugter Sitzplatz und anderes leicht buchen könne als bei Drittanbietern.

In der Hotellerie behalten die OTA noch etwas länger die Übermacht. Laut PhoCusWright waren vor zwei Jahren rund 55 Prozent als Zimmerreservierungen Sache der Hotel-Websites. 2014 würden die Direktbuchungen bei den Hotelgesellschaften etwa 59 Prozent ausmachen. Dies bedeutet, dass selbst bei den starken US-Hotelketten der Kampf mit OTA noch längst nicht ausgestanden ist. Für Deutschland lässt dies den Schluss zu, dass Buchungsdienstleister wie die HRS-Gruppe (hrs.de, hotel.de, tiscover.com) oder booking.com sowie Onlinereisebüros wie expedia.com auch in den nächsten drei bis fünf Jahren eine starke Position einnehmen werden.

Hotelbewertungen eminent für Direktbuchungen
Bei über der Hälfte der Hotelbuchungen sind Gästebewertungen ausschlaggebend. Dies ergibt eine Umfrage von tripadvisor.com in den USA. Ohne vorliegende Rezensionen würde gar keine Zimmerreservierung erfolgen. Dies macht deutlich, dass Hotelbewertungen neben attraktiven Zimmerpreisen ebenbürtig sind – dazu machte auch Erfolgshotelier Marco Nussbaum (Prizeotel Management Group) in einem Interview in HOTELIER TV aufmerksam.

Trotz anhaltender Medien-Veröffentlichungen über zahlreiche gefälschte oder manipulierte Hotelbewertungen ist die Überzeugungskraft der Rezensionen ungebrochen. Zumindest laut der aktuellen Umfrage von tripadvisor.com meinen 87 Prozent der Nutzer, dass die Gästebewertungen ihre Hotelauswahl bestätigen würden.