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Januar 2016 – Die Expedia-Gruppe hat die „Partner Central App“ für iPhone und Android in Deutschland veröffentlicht. Die mobile App bietet deutschen Hoteliers neue Wege, um jederzeit und überall geschäftsfähig zu bleiben. Grundidee dabei ist es, alltägliche Herausforderungen von Hoteliers in einer zunehmend schnelllebigen und wettbewerbsintensiven Welt zu lösen.
Expedia Tablet App
Die „Expedia Partner Central App“ wurde entwickelt, um Expedia Hotelpartnern per Knopfdruck einfach zu nutzende Instrumente und Recherchemittel zur Verfügung zu stellen. Vielbeschäftigte Hoteliers erhalten somit jederzeit und überall die Möglichkeit:
– Reservierungs- und Buchungsinformationen minütlich zu aktualisieren, um stets den Überblick zu behalten
– Benachrichtigungen und Veranstaltungsinformationen in Echtzeit zu erhalten
– mittels Real-Time Feedback umgehend auf Gästefeedback zu reagieren
– nahtlose Fingerabdruck-Authentifizierung auf Touch ID unterstützten Geräten zu nutzen
– Promotionen zu erstellen, zu optimieren und zu erneuern oder an Expedia Kampagnen zur Kundenbindung und -gewinnung teilzunehmen.
– Wettbewerbsanalysen durch die MarketWatch Funktion zu betreiben
– Kurzfristig Abverkauf von Verfügbarkeiten mit Sell Tonight zu generieren

“Die Expedia Partner Central App wurde entwickelt, um das Onlineerlebnis des Hoteliers auch von unterwegs zu optimieren”, sagte Benoit Jolin, VP Global Product, Expedia Lodging Partner Services. “Wir möchten unseren deutschen Partnern Informationen dann zur Verfügung stellen, wenn sie benötigt werden und somit eine schnelle und einfache Handlungsfähigkeit sicherstellen. Wir werden das Instrument kontinuierlich weiter entwickeln und dabei neben Erfahrungswerten auch die Rückmeldung unserer Hotelpartner mit einbeziehen.”

“Die mobile App wurde für Hoteliers aus aller Welt und für Hotels jeglicher Größe und jeden Typs entwickelt“, fährt Jolin fort. „Nehmen wir ein kleines B&B in Bayern, geführt von einem engagierten Pärchen, das kaum Zeit zur Computerarbeit hat; diese können nun Buchungsinformationen direkt über ihre Mobilgeräte erhalten. Oder den unabhängigen Hotelier aus Berlin, der die App benutzt, während er eine Last Minute Promotion hoch lädt. Oder den General Manager, der direkt auf ein Gästefeedback reagieren kann, und somit sicher stellt, dass das Gästeerlebnis vor Ort einwandfrei ist. Diese Ebene der Interaktion mit Expedia marketplace sucht seinesgleichen.”

Die App ist kostenfrei zum Download in Deutschland verfügbar über den Apple App Store und Google play und erfordert ein iPhone iOS 7 bzw. ein Android OS 4.0.3 oder höher.

Eine Analyse von Carsten Hennig

Januar 2014 – Das hat gerade noch gefehlt: Mit dem neuen Hotelvergleichsportal discavo.de kommt ein neuer, medienstarker Meta-Search-Anbieter auf den Markt. Die Sendergruppe Pro7 Sat1 will das Hotelsuchportal promoten. Damit wird einmal mehr deutlich, dass immer mehr an der Hotellerie mitverdienen wollen – und dadurch die Vertriebskosten für Hotels weit steigen werden.

Die digitale Revolution stellt an den Top-Hotelier große neue Herausforderungen: jederzeit sich richtig informieren, direkt und unkompliziert kommunizieren, rasch entscheiden und noch schneller zu korrigieren.

Marco Nussbaum von Prizeotel, anerkannter Experte für Direktvertrieb und Social-Media-PR, warnt davor, dass Online Travel Agencies (OTA), Meta-Search-Portale und auch Google (Hotelfinder) langfristig ihre Gebühren und Provisionen erhöhen werden, um ihre angepeilten Margen zu erreichen. Nussbaum („Meta-Suchmaschinen sind der neue Pain-In-The-Ass”) empfiehlt seinen Kollegen, über Preiserhöhungen aktiv nachzudenken.

Moderate Preiserhöhungen sorgen für mehr Werbebudget, um die Direktvermarktung anzukurbeln. Wie man professionelles Hotelmarketing betreibt, lesen Sie im ausführlichen Ratgeber des HOTEL TV PROGRAMM: Ausgabe Januar 2014 jetzt kostenfrei beziehen – www.hoteliertv.net/hotel-tv-programm

Die Vertriebskosten von OTA und Meta-Suchportalen werden bald die Provisionssätze von Buchungsportale wie hrs.de übersteigen. Allein das Cost-per-Click-Modell vom Google Hotelfinder ist darauf ausgelegt, das Budget des Hotelpartners zu strapazieren. Geradezu fatal ist, dass die Hotelbetriebe dazu gezwungen sind, just bei Google immer mehr Geld für Adwords auszugeben, um die eigene Hotel-Website oben anzeigen zu lassen.

Die nächsten großen Themen im Hotelmarketing sind:

  • Suchmaschinenoptimierung – Content (Fotos, Fotos, Fotos!), optimale Beschreibungen und eine suchmaschinenfreundliche Struktur der Hotel-Website
  • Videos – Bei 81% der Reisebuchungen wurden zuvor Videos für die Kaufentscheidung angesehen (Quelle: The 2013 Traveller/Eye for Travel)
  • Online-PR – Pressemitteilungen, Blogs und originäre Kampagnen in Social Media wie Facebook und Twitter

Führungsstärke kann jeder technisch versierte Hotelier – sehen Sie dazu bei HOTELIER TV die Interview-Serie „Tech Savvy Hotelier“ (http://www.hoteliertv.net/tech-savvy-hotelier/) – beweisen. Der „digitale Hotelier“ supervisiert per Tablet und Smartphone seine Verkaufssysteme, Gäste- und Arbeitgeber-Bewertungen und managt die Hotelsteuerung ebenso elektronisch (New Generation Hotel).

Die digitale Revolution verlangt eine Umstellung der Arbeitsgewohnheiten: jederzeit sich richtig informieren, direkt und unkompliziert kommunizieren, rasch entscheiden und noch schneller zu korrigieren.

Der Top-Hotelier mit Zukunft muss wie immer nah am Gast sein und tief in den Systemen stecken. Wer heute noch eMails ausdrucken und Vorzimmerdamen Telefonate vermitteln lässt, hat den Anschluss verpasst.

Das Internet ist zu einem der wichtigsten Distributions- und Marketingkanäle geworden. Dies stellt die Hotellerie insbesondere vor preispolitische Herausforderungen. Welche das sind und inwiefern sie sich auf die Preisgestaltung der Hotels auswirken, hat Eva-Maria Deutsch in ihrer Bachelorarbeit zum Thema: „Der Einfluss Neuer Medien auf die Preisgestaltung in der Hotellerie“ untersucht.

Februar 2013 – Jedes fünfte Hotel in Deutschland kann steigende Kosten aufgrund der hohen Preissensibilität nicht an die Gäste weitergeben. Generell lassen sich Preiserhöhungen aufgrund der großen Preistransparenz schwerer am Markt durchsetzen. Dies geht aus einer deutschlandweiten Befragung unter Hoteliers hervor, die die gerlernte Reiseverkehrskauffrau Eva-Maria Deutsch für ihre Bachelor-Arbeit durchgeführt hat. Die einfache Recherche von Zimmerpreisen im Internet führt nicht nur zu mehr Preisbewusstsein bei Gästen. Rund 24 Prozent der Hoteliers setzen verstärkt auf Benchmarking. Die Preissensibilisierung hat bei 14 Prozent der befragten Hoteliers zu kurzfristigerem „Yielden“ geführt. Weiterhin finden sich vermehrt extreme zeitliche Preisunterschiede wie zu Messezeiten, in denen ein Zimmer statt für reguläre 79 Euro für ein Vielfaches an die Gäste verkauft wird.

Auswirkungen der Preissensibilisierung

Durch das Internet hat vor allem ein Instrument der Preisgestaltung besondere Verbreitung erfahren: das Couponing. Laut Aussagen der Experten wurde das Couponing in seiner heutigen Form über Plattformen wie Groupon und DailyDeal eine Zeit lang sehr stark von den Hotels genutzt. Insgesamt haben knapp 24 Prozent der online Befragten Couponing schon einmal genutzt oder haben dies vor. Es wird dabei nicht wie angedacht als Marketinginstrument eingesetzt, sondern vielmehr, um die Auslastung zu füllen. Dies verdeutlicht den starken Druck auf die Hoteliers, welcher sich durch die hohe Preissensibilität der Kunden erhöht hat.

„Die Preistransparenz ist nicht zu umgehen. Hotels setzen auf effektive Abschöpfungen der Preisbereitschaften und stärken die eigenen Vertriebskanäle.“

Gründe für die Nutzung von Couponing

Insgesamt wurde festgestellt, dass bestimmte preispolitische Instrumente, wie beispielsweise Preisbündelungen, nicht eingesetzt werden, um die Preistransparenz zu senken, da der Markt dies nicht zulässt. In Folge dessen versuchen Hoteliers mittels Preisdifferenzierungen die Preisbereitschaft der Kunden noch effektiver abzuschöpfen und ihre Distributionskosten durch Fokussierung auf den persönlichen Vertrieb und den Verkauf über die eigene Homepage zu senken.

Gründe steigende Kosten nicht weiter zu geben

Um die Preissensibilität zu beeinflussen, empfiehlt Eva-Maria Deutsch den Hoteliers zukünftig das Relationship-Marketing auszubauen und verstärkt auf Maßnahmen der Kundenbindung zu setzen. Ziel ist es, dadurch die Loyalität der Gäste soweit zu erhöhen, dass sich Preisveränderungen innerhalb einer gewissen Zone um ihren Referenzpunkt nicht auswirken. Individualhotels sollten hierfür zunächst ihr Alleinstellungsmerkmal analysieren und klar kommunizieren. Weiterhin sollten anstatt des Preises Serviceleistungen, Atmosphäre und Qualität kommuniziert werden. Durch diese Maßnahmen können sich die Hotels von ihren Konkurrenten abheben und sich von der Preisfessel lösen.

Eva-Maria DeutschZur Autorin: Bereits während ihres Studiums gründete Eva-Maria Deutsch gemeinsam mit ihrer Schwester die Hotelberatung „Deutsch Consulting“. Hier spezialisiert sie sich vor allem auf die Themen Marketing und Personalmanagement, zu denen sie monatlich auch aktuelle Artikel für ihre Homepage www.deutsch-consulting.de verfasst. Mit ihrer Arbeit möchte sie vor allem dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit der Hotels in Zeiten von Fachkräftemangel und Kostendruck zu sichern und zu steigern. Und das nicht ausschließlich mit konventionellen Mitteln der Betriebswirtschaft, sondern mit jungen, frischen und innovativen Konzepten. Mit insgesamt zwölf Jahren Berufserfahrung in zum Teil leitenden Funktionen in der gehobenen Hotellerie und der Tourismusbranche im In- und Ausland kennen die beiden Schwestern sowohl die Wünsche und Erwartungen der Gäste, als auch die Sorgen und täglichen Herausforderungen eines Hoteliers. Für weitere Informationen zur Arbeit oder Beratungsanfragen können Sie Eva-Maria Deutsch gerne über Ihre Mailadresse eva-maria.deutsch@deutsch-consulting.de oder telefonisch unter 0163-4457766 kontaktieren.