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Schlagwort-Archive: Hotelmarketing

September 2017 – Mit der Hotelcard können Hotels die Nachfrage in buchungsschwachen Zeiten erhöhen, indem sie leerstehende Zimmer flexibel zu günstigen Konditionen vermieten. Dabei entstehen für Hoteliers weder Kosten noch fallen Kommissionsgebühren an. Nun können auch deutsche und österreichische Hotels Partner werden und diese Vorteile nutzen.

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Jedes Hotel kennt sie – buchungsschwächere Zeiträume bei gleichbleibenden Fixkosten. Genau hier setzt das Konzept der 2009 in der Schweiz gegründeten Hotelcard AG an. Es bietet Gastgebern die Möglichkeit, an Tagen mit geringer Nachfrage Zimmer über die Plattform www.hotelcard.com mit einer Ermäßigung von 50 Prozent anzubieten. „Auf diese Weise können Auslastung und Erlös pro verfügbarem Zimmer gesteigert werden. Die Hoteliers müssen weder Kontingente freihalten noch sind sie an Vorgaben gebunden. Sie entscheiden flexibel, in welchen Zeiträumen sie diese Option nutzen möchten“, so Christian Gesslein, Partner Relations-Manager bei Hotelcard.

Das Prinzip der Hotelcard ist ähnlich einer Vorteilskarte: Der Kunde erhält die Hotelcard gegen eine jährliche Gebühr von 99 Euro. Die Kosten für die Mitgliedschaft amortisieren sich rasch, da unlimitiert stark vergünstigte Hotelzimmer angefragt werden können. Mittlerweile stehen mehr als 1.000 Hotels zur Auswahl bereit. Nach Eingang der Reservierungsanfrage kann das Hotel je nach aktueller Buchungslage entscheiden, ob die Reservierung bestätigt wird. Der Kunde bezahlt direkt beim Aufenthalt vor Ort.

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Maximale Flexibilität, keine vorgegebene Laufzeit Als Partner von Hotelcard fallen für Hotels keinerlei Kosten an. Das Anmeldeverfahren ist simpel und der Vertrag jederzeit kündbar. Die Gastgeber bestimmen jene Tage selbst, an denen sie ein Zimmer zum halben Listenpreis offerieren. Einzige Devise: Es sollten wenigstens 90 unterschiedliche Tage im Jahr sein. Die teilnehmenden Hoteliers profitieren von mehr als 180.000 bestehenden Hotelcard-Kunden und haben die volle Kontrolle über den Buchungsprozess mit allen Kundendaten. Sie können den Kunden jederzeit kontaktieren und tragen keine Verpflichtungen gegenüber Hotelcard im Verhältnis zum Kunden.

60 Prozent der Gäste buchen Zusatzleistungen Finanziell ist die Hotelcard für Hoteliers nicht nur aufgrund des zusätzlich generierten Zimmererlöses interessant. Sie profitieren gleichzeitig davon, dass keine Kommissionsgebühren anfallen, da sich die Hotelcard allein durch den Verkauf der Karten finanziert. Ein weiterer Vorteil ist, dass 60 Prozent der Hotelgäste während des Aufenthalts zusätzliche kostenpflichtige Leistungen wie Restaurantbesuche oder Spa-Behandlungen in Anspruch nehmen. Darüber hinaus sind die teilnehmenden Hotels auf der Plattform hotelcard.com präsent, können neue Gästekreise erschließen und positive Gästebewertungen generieren. Eine Mitgliedschaft lohnt sich auch bereits für kleinere Häuser mit wenigen Zimmern.

Das Schweizer Unternehmen Hotelcard wurde im Jahr 2009 als Start-up gegründet. 2017 folgte nun der Markteintritt in Deutschland und Österreich, bis zum Jahr 2019 wird es die Hotelcard in zwölf Ländern Europas geben. In der Regel werden maximal bis zu zehn Prozent der Hotels einer Region an die Kooperation angeschlossen, was die Nachfrage auf die Partnerbetriebe bündelt. 

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Januar 2015 – Im Tiscover Destination Marketing wurde in den letzten Monaten intensiv an der Weiterentwicklung von mobilen Kampagnen-Landingpages gearbeitet. „Da Urlaube immer öfter über Tablets und Smartphones geplant und gebucht werden, muss die Kampagnen-Landingpage über alle Devices hinweg optimal genutzt werden können. Nur so kann man den Gast halten und vom Angebot der Destination überzeugen“, erklärte Tiscover Co-Geschäftsführer Ronald Felder, dessen Team unter anderem Online-Marketing-Kampagnen für touristische Partner wie z.B. Bregenzerwald, Saalbach-Hinterglemm oder Urlaub am Bauernhof entwickelt.

Top Konvertierung mit den neuen mobilen Landingpages von Tiscover.

Verbessert wurden neben der Benutzerfreundlichkeit der Landingpages vor allem die Angebotsdarstellung und die Anfragefunktion. Schon kurz nach dem Aufschalten der neuen Seiten war klar, dass die Weiterentwicklungen das gewünschte Ergebnis bringen: „Die Winterkampagnen unserer Kunden konvertieren nun über mobile Endgeräte um das Dreifache besser als vorher. Eine Anfrage über Google kostet jetzt weniger als zehn Euro“, freut sich Ronald Felder. Und auch die Kunden sind zufrieden: „Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Anfragen über unsere Landingpage bereits verdoppelt. Und das in einem Drittel der Zeit!“ bestätigt Andreas Steibl, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Paznaun-Ischgl.

Damit die angebotenen Produkte optimal konvertieren, greifen die Experten vom Tiscover Destination Marketing unter anderem auf aktuelle Erkenntnisse aus den Buchungsportalen der HRS Group zurück. „Um hohe Konvertierungsraten zu erreichen, werden die Buchungsstrecken auf HRS, Hotel.de und Tiscover ständig getestet und weiterentwickelt. Von diesem Know-How profitieren dann auch unsere Kunden im Bereich Destination Marketing“, so Ronald Felder.

SABRE LOGOSeptember 2014 – Fokus auf Individualhotels: Mit der Übernahme von Genares will sich Sabre den Zugang zu privaten Hotels und kleinen Hotelgruppen erleichtern. Einzelheiten zu dem Unternehmenskauf wurden nicht mitgeteilt.

Die Technologie von Genares (zentrales Reservierungssysteme, Revenue Management-System und Hotelmarketing-Lösungen für über 2.300 unabhängige Hotels und Hotelketten) werden integriert, die Mitarbeiter wechseln zu Sabre Hospitality Solutions. „Genares ist branchenweit bekannt für seine Verpflichtung zu hervorragendem Kundenservice und verfügt über eine große Branchen-Expertise – beides ergänzt sich optimal mit Sabre“, erklärte Alex Alt, President von Sabre Hospitality Solutions.

Sabre ist einer der führenden Anbieter in Sachen Travel Technology und betreut rund 18.000 Hotels in 157 Ländern. Sabre betreibt ebenfalls einen führenden globalen Travel Marketplace, der 2013 Reiseprodukte im geschätzten Wert von über 100 Milliarden US-Dollar umgesetzt hat, indem Sabre Reiseanbieter mit ihren Kunden zusammenbringt. Hauptsitz von Sabre ist Southlake, Texas. Das Unternehmen ist in rund 60 Ländern weltweit tätig.

September 2014 – Neues von Google für die Hotellerie: Der Google Hotelfinder setzt stark auf 360-Grad-Panoramafotos. Darauf macht der Marketingspezialist Martin Nowak aufmerksam. Das Lindner Hotel BayArena Leverkusen ist das erste Hotel mit diesem neuen Standard in Deutschland.

Lindner Hotel BayArena Leverkusen bei Google Hotelfinder

„In dem neuen Layout werden bis auf ein Foto nur noch die 360-Grad-Aufnahmen gezeigt“, so Nowak. Das habe zur Folge, dass nur noch ausgesuchte (Hotel-zertifizierte) Google-Fotografen die Berechtigung haben, Hotels unter dem gerade neu eingeführten Standard aufzunehmen.

Von Bastian Sens/Libotel – September 2014

Eins ist allen klar: Online-Buchungsportale werden immer mächtiger und in den Medien präsenter. Man sieht sie online und im Fernsehen. Sie schleichen sich in unseren Alltag ein, sodass es vertraut wird bei HRS & Co. nach Hotels zu recherchieren und letztlich zu buchen. Wie sollen nur die „kleinen“ Hotels dagegen ankommen?

Libotel - Infografik - Studie zum Hotel-Webmarketing 2013

Um als Hotelier wirtschaftlich dieses Vorhaben anzugehen, müssen die Streuverluste so gering wie möglich sein. Das erreicht man eigentlich nur noch mit Online-Marketing. Damit Hoteliers genau an diesem Punkt angreifen können haben wir von Libotel ein eBook veröffentlicht, welches 10 Kapitel mit zahlreichen Maßnahmen enthält, um die Anzahl potentieller Hotelgäste zu erhöhen und damit mehr Online-Direktbuchungen zu generieren. Eigentlich sind es dabei 2 Kernbereiche, um die es sich dreht: zum einen sollten Sie möglichst viele Besucher für Ihre Website gewinnen und zum anderen sollten möglichst viele dieser Besucher direkt bei Ihnen buchen.

Eine ganz entscheidende Frage sollten Sie sich jetzt schon stellen: Warum sollte der Besucher bei Ihnen und nicht bei den Buchungsportalen oder Ihrer Konkurrenz buchen? Hier sollte man sich als Hotelbetreiber genauer mit dem Alleinstellungsmerkmal seines Hotels beschäftigen und auf diese Weise betonen, warum das eigene Angebot das der Mitbewerber übertrifft. Zu diesem Thema und vielen weiteren stellt unser eBook anschauliche und verständliche Erläuterungen sowie Praxisbeispiele bereit, die Sie bei der Umsetzung unterstützen.

Im Folgenden stelle ich Ihnen 3 wertvolle Tipps vor, welche auch Bestandteil des Libotel-eBooks sind und bereits ein großes Potential zur Erhöhung Ihrer Besucherzahlen und Online-Buchungen besitzen.

1. Erstellen und optimieren Sie Ihre Google+ Seite
Mit Google+ Local (alias Google Maps) können Sie für lokale Suchbegriffe gefunden werden. Das ist der große Vorteil der Hotels gegenüber den Buchungsportalen, denn es werden nur lokalansässige Unternehmen in diesem Bereich aufgeführt. Die Einträge sind in den Google-Suchergebnissen stets mit Buchstaben gekennzeichnet.

Hoteliers haben also mit Google+ die Möglichkeit, in der lokalen Google-Suche präsent zu sein und damit besser gefunden zu werden – dies stellt somit eine hervorragende Möglichkeit dar, um neue potentielle Gäste zu gewinnen. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass Hoteliers mithilfe des sozialen Netzwerks Google+ über Ihre Seite Kontakt mit den Nutzern aufnehmen können und Ihre Angebote effektiv verbreiten können.

Um diese Vorteile bestmöglich auszunutzen gilt es nach dem Erstellen einer eigenen Google+ Seite, diese mit vielen hilfreichen und ansprechenden Informationen zu füllen.

Kurzinfo eines Hotels in der lokalen Google-Suche – Durch Klick auf „Google-Bewertungen“ gelangt der Nutzer auf die Google+ Seite des Hotels.

Erstellen und optimieren Sie Ihre Google+ Seite

2. Heben Sie Buchungsbuttons besonders hervor
Alle Maßnahmen zur Website-Optimierung eines Hotels sollen letzten Endes zur Online-Buchung führen, welche somit den letzten Schritt in einer Reihe von Entscheidungen des Besuchers darstellt. Damit dieser zu jedem Zeitpunkt während des Aufenthalts auf der Hotel-Website die Möglichkeit hat, eine Reservierung bzw. Buchung durchzuführen, sollte dies über einen optisch auffällig gestalteten Button sichergestellt werden. Mit einer Aufschrift wie z.B. „Hier buchen“ oder „Jetzt buchen!“ und einer farblichen Hervorhebung garantieren Sie, dass der Button dem Webnutzer direkt ins Auge springt, ohne dass dieser lange danach suchen muss.

Ein rot eingefärbter Button mit der Aufschrift „ONLINE-BUCHUNG“ im oberen Teil der Hotel-Website ist in diesem Beispiel von allen Unterseiten aus erreichbar.

2. Heben Sie Buchungsbuttons besonders hervor

3. Achten Sie auf aussagekräftige Überschriften und Meta-Daten mit Ihren wichtigsten Keywords
Eine Überschrift und zudem noch weitere Zwischenüberschriften sind für die Lesbarkeit und auch für Suchmaschinen essentiell, um einzelne Textabsätze Ihrer Website bzw. Unterseiten thematisch einordnen zu können. Ein langer Fließtext ohne Absätze und Zwischenüberschriften bietet dem Leser keine Anhaltspunkte und veranlasst schnell dazu, Ihre Seite wieder zu verlassen, wenn das gesuchte Angebot nicht direkt gefunden wird. Schlüsselbegriffe (Keywords), welche für Sie essentiell sind und für die sie über Suchmaschinen gefunden werden möchten, sollten auch insbesondere an diesen Stellen aufgeführt werden.

Achten Sie auf aussagekräftige Überschriften und Meta-Daten mit Ihren wichtigsten Keywords

Ähnliches gilt auch für die Meta-Daten (Meta-Title, Meta-Description), dessen Optimierung zentrale Punkte der Suchmaschinenoptimierung (SEO) darstellen. Die in den Meta-Daten enthaltenen Informationen werden von Suchmaschinen ausgewertet und für die Positionierung in den Suchergebnissen sowie für die Darstellung des Suchmaschineneintrags herangezogen:

Dabei wird der eingegebene Suchbegriff bzw. Teilbegriffe fettgeschrieben, sofern er in Title und Description vorkommt (hier: Hotel in Frankfurt) – dadurch kann das Augenmerk  des Nutzers besser auf den eigenen Suchmaschineneintrag gelenkt werden. Auf die Optimierung dieser Aspekte gehen wir ebenfalls sehr ausführlich in unserem eBook ein.

Bastian SensÜber den Gastautor
Bastian Sens ist seit 2008 im Suchmaschinenmarketing tätig. Seine Diplomarbeit schrieb er über die Suchmaschinenoptimierung und begann mit SENSational Marketing im Jahre 2010 seine Selbstständigkeit. 2013 gründete er die Markendienstleistung Libotel, mit der Spezialisierung auf Hotel Online-Marketing. Seine absolute Leidenschaft, neben dem Internetmarketing, ist Fußball.

Buchung Button Jetzt buchenSeptember 2014 – Micros und Peakwork (Entwickler der Player-Hub-Technologie) bringen erstmalig tagesaktuelle Hotelraten in die Produktionssysteme der Reiseveranstalter. Dabei werden die Kontingente, beste verfügbare Raten (BAR) und Special Promotions, aus den Micros-Property-Management-Systemen (PMS) der Hotels direkt in die Peakwork-Player der Veranstalter übergeben und können in der Produktion von Pauschalreisen paketiert werden. Für Hoteliers und Veranstalter eröffnen sich damit neue Kooperations-Möglichkeiten als Ergänzung zu den bisherigen saisonalen und statischen Verträgen. Auch Online-Reisebüros können die direkte Anbindung nutzen.

Die marktführenden Hotelmanagement-Lösungen von Micros sind bei internationalen Hotelketten weltweit im Einsatz. Aus den Micros-Property-Management-Lösungen können nun die BAR-Raten automatisiert exportiert und in das für Veranstalter notwendige Datenformat EDF von Peakwork konvertiert werden. Diese Angebotsdaten werden mit Giata-Hotelcodes versehen und Bildern, Texten und Beschreibungen von Content-Lieferant Giata angereichert. Bei Reiseveranstaltern ermöglichen die Peakwork-Player das dynamische Paketieren von Pauschalreisen mit Angeboten von Fluggesellschaften, eigenem oder fremdem Hotel-Content und nun eben auch mit angeschlossenen tagesaktuellen Angebotsdaten einer Vielzahl internationaler Hotelketten. Initiatoren und Pilotkunden auf Hotel- und Veranstalterseite sind die beiden Branchen-Größen TUI Deutschland und Lindner Hotels & Resorts.

„Durch die Anbindung unserer Hotel-IT-Lösungen an die Player-Hub-Technologie ergeben sich für die Hoteliers völlig neue Möglichkeiten der Vermarktung im Veranstaltervertrieb“, sagte dazu Peter Agel, Senior Vice President Strategic Customer Relationships bei Micros-Fidelio. „Die Direktanbindung der Hotel-Systeme an die Reiseveranstalter ist ein Meilenstein in der Touristik. Die dynamische Paketierung wird dadurch auf eine neue Stufe gehoben“. meinte Ralf Usbeck, Vorstand von Peakwork.

Reiseveranstalter erhalten erstmals in völlig neuem Umfang Zugang zu tagesaktuellen Sonderpreisen und erreichen damit eine Ratengleichheit zu unabhängigen Mittlern wie Hotelportalen. Auf dieser Grundlage können Veranstalter das eigene Angebot an Kettenhotels ad hoc und nachfragegerecht skalieren und der Einkauf von Hotelkontingenten gewinnt enorm an Flexibilität und auch an Automatisierung.

Hoteliers und insbesondere Hotelketten erhalten einen marktgerechten und erheblich vereinfachten Zugang zum gesamten touristischen Reisevertrieb über nur einen Kanal – die Angebotsproduktion in EDF. Dabei können Hoteliers auch veranstalterspezifische Konditionen liefern. Gerade für City-Hotels mit temporären Auslastungsschwankungen ist diese differenzierte Vertriebssteuerung sinnvoll. Micros bietet diesen neuen Vertriebsservice zunächst den Kunden an, die Ihre Micros Hotelmanagement-Lösung im Micros Rechenzentrum gehostet haben.

Oktober 2013 – Hotels suchen und direkt buchen – es könnte mit dem Gogle Hotelfinder so einfach sein. Doch nur rund 40 Prozent der Hotels in Deutschland nutzen bislang diese Möglichkeit zur Direktvermarktung. Dies geht aus deiner deutschlandweiten Umfrage von „hottelling“ hervor. Zwar sagte die Mehrheit der rund 300 befragten Hoteliers (54%), mit ihrem Haus vom Google Hotelfinder vertreten zu sein. Doch diese Häuser sind überwiegend durch eine Anbindung von Booking.com (67%) und HRS (54%) buchbar.

Google Hotel Finder - Hamburg - Anfang Mai - Screenshot vom 13.03.2013, 21.10h

Der Informationsbedarf ist noch groß: 60 Prozent der Befragten gaben an, für eine direkte Buchungsanbindung an den Google Hotelfinder noch zuwenig informiert zu sein. Das Potential fürs Hotelmarketing ist enorm: 49 Prozent der Befragten erwarten ein moderates bis stark steigendes Buchungsaufkommen über die Hotelsuchmaschine. Die Hälfte der Hoteliers erwartet, dass der Google Hotelfinder bald eine zentrale Rolle im Buchungsgeschäft einnehmen wird.

Allerdings wird das Potential auch nicht überschätzt: Nur rund 30 Prozent der Befragten erwarten, dass der Google Hotelfinder ein gleichwertiges Gegengewicht zu etablierten Buchungsportalen wie hrs.de, booking.com oder expedia.de sein wird.

Marc O. Benkert

Interview mit Hotelmarketing-Experte Marc O. Benkert:
„Der Google Hotelfinder ist kein Buchungsportal“

Wird der Google Hotel Finder ein nützliches Tool zur Direktvermarktung von Hotels sein?
Marc O. Benkert: „Schauen wir uns zunächst einmal die aktuelle Landschaft des Online Hotelvertriebes an. Es gibt zwei grobe Unterteilungen beim Onlinevertrieb: den Fremdvertrieb und den Direktvertrieb. Beim Direktvertrieb verkauft das Hotel seine Zimmer und Pauschalen direkt auf seiner eigenen Website (Desktop & Mobile) unter Zuhilfenahme einer Buchungstechnologie. Diese Technologie hat das Hotel von einem Software-Anbieter erworben und bezahlt hierfür eine Gebühr. Je nach Software-Anbieter einen Fixpreis oder eine variable Gebühr. Zur Buchungstechnologie für den Direktvertrieb zählen keine Buchungswidgets, die Buchungsportale (OTAs) dem Hotelier kostenlos zur Verfügung stellen und die auf der hoteleigenen Website eingebaut werden können. Widgets sind kleine Anwendungen, die in die Website integriert werden können. Buchungen über OTA-Widgets führen immer zu Kosten pro Buchung, da diese durch das Buchungsportal verprovisioniert werden. Übrigens führen diese Widgets aus der Sicht der Suchmaschinenoptimierung immer zu einer Aufwertung der Buchungsplattformen, dieser Aspekt wird immer gerne vernachlässigt. Der Direktvertrieb über die eigene Website mit einer eigens erworbenen Buchungstechnologie sollte prinzipiell immer die günstigste Art des Onlinevertriebes sein.

Zum Fremdvertrieb gehört u.a. der Vertrieb über Buchungsplattformen wie z.B. die beiden weltweit größten und erfolgreichsten Plattformen Booking.com und Expedia. Der klassische Fremdvertrieb wird über Provisionsmodelle finanziert. Das heißt pro erfolgte Buchung über eine Plattform muss der Hotelier eine Provision von x% an die Plattform bezahlen. Die Höhe der Provisionen kann recht unterschiedlich sein und ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Mit ein Grund für die steigenden Provisionssätze sind die gestiegenen Marketingaufwendungen, die durch den wiederum gestiegenden Wettbewerbsdruck initiiert werden.

Was wir nun erleben ist das beginnende Zeitalter der Meta-Suchmaschinen, die es in vielen anderen Branchen schon länger gibt. Meta-Suchmaschinen sind somit keine neue Entdeckung sondern sind vielmehr das Ergebnis der Fortentwicklung des Internets und tragen nicht zuletzt dem Wunsch nach Einfachheit und Benutzerfreundlichkeit durch die Benutzer Rechnung.

Meta-Suchmaschinen tragen in übersichtlicher Art und Weise Preise für ein ganz bestimmtes Hotel zusammen und stellen diese auf einem Blick dar. Somit bieten die Meta-Suchmaschinen in ihrem Kernangebot Preistransparenz und -vielfalt für den Benutzer. Die angezeigten Preise werden dabei von den klassischen Buchungsplattformen über eine Schnittstelle an die Meta-Suchmaschine übertragen. Ein Einzelhotel hat ebenfalls die Möglichkeit sich über eine direkte Anbindung (Schnittstelle) an die Meta-Suchmaschine anzubinden, z.B. über Becon oder Hotelnex. Die Abrechnung erfolgt über Cost-per-Click (CPC). Dabei entrichtet derjenige, der den Preis in die Meta-Suchmaschine einspeist, pro Klick auf ein Preisangebot eine Gebühr an die Meta-Suchmaschine. Klickt der User z. B. auf einen von Booking.com auf die Meta-Suchmaschine übertragenen Preis, so muss Booking.com auf Basis des Zimmerpreises einen zuvor definierten CPC an die Meta-Suchmaschine bezahlen.

Genau genommen zählen die Meta-Suchmaschinen zum Online-Marketing, die Realtime-Preise und Realtime-Verfügbarkeiten voraussetzen. Somit werden für das jeweilige Hotel gänzlich neue Anforderungen geschaffen, die vom bisherigen Onlinevertrieb abweichen. Benötigt wird zum einen eine technische Schnittstelle (Direct Connect), die die Echtzeit-Übertragung von Raten und Verfügbarkeiten ermöglicht sowie zum anderen ein Management der CPC-Gebote (Bids). Gerade dieses Bid-Management wird in Zukunft der entscheidende Faktor sein, um eine maximale Sichtbarkeit des eigenen Preises zu erzielen. Wir von Be:con bieten unseren Kunden nicht nur ein innovatives Tool für das Bid-Management an, sondern führen auf Wunsch auch das Bid-Management für die Häuser durch.

Doch nun zu der von Ihnen gestellten Frage. Zu den Meta-Suchmaschinen gehört u.a. auch der Google Hotel Finder. Weitere Metas sind z.B. trivago (wurde mehrheitlich von Expedia übernommen), Tripadvisor und Kayak (gehört zu Priceline). Die Chancen und Perspektiven der Meta-Suchmaschinen sind dabei sehr unterschiedlich. Tripadvisor beispielsweise ist die weltweit größte Reise-Community der Welt und bietet ein enormes Potenzial für den Direktvertrieb. Wir sind sehr stolz das wir in Kürze die direkte Anbindung an tripadvisor anbieten und somit mit dem Google Hotelfinder und Trivago ein nahezu komplettes Portfolio an Meta-Suchmaschinen anbieten können.

Google genießt dabei sicherlich eine besondere Beachtung, denn das von Google gestartete Hotel Price Ads Programm spielt nicht nur Preise und Verfügbarkeiten in den Google Hotel Finder ein, sondern aktuell auch in die organischen Suchergebnisse, in Google+ Local („die gelben Seiten des Internets“) und in Google Maps. In Kürze wird Google sein Kernprodukt (Google Search) um eine wichtige Komponente erweitern und regionale Google+ Local Einträge deutlich stärker integrieren und auch seinen Kartendienst Maps deutlich erweitern, sodass diese beiden zusätzlichen Plattformen ebenfalls für einen sehr starken Direktvertrieb sorgen können. Allein die Tatsache das ca. 80% aller Reisen ihren Anfang durch die Eingabe in den Google-Suchschlitz nehmen, zeigt welch Potenzial hinter den Google Hotel Price Ads steckt. Wenn Sie so wollen, benötigt Google immer einen Klick weniger als die Konkurrenten, zu denen die Benutzer erst einmal auf die Website gelangen müssen.

Der Google Hotelfinder selbst ist natürlich ein Ergebnis der zahlreichen Daten, die Google auf seinen verschiedensten Plattformen aggregiert und auswertet. Das Ziel von Google ist es immer, dem Benutzer in der kürzesten Zeit das bestmögliche Ergebnis zu liefern. Keine Reiseplattform vermag dies in Zukunft besser als der Hotelfinder, zumal der Hotelfinder noch lange nicht alle Funktionalitäten aufgeschaltet hat.

Der Hotelfinder bietet für ein Einzelhotel eine Riesenchance für einen „neuen“ starken Direktvertrieb. Dazu benötigt der Hotelier abr zwei Dinge: eine gute Schnittstelle plus eine Technologie, die das CPC-Management optimal ermöglicht sowie das Bid-Management selbst. Dem Revenue-Manager wird zukünftig der CPC-Manager folgen.

Letzten Endes muss man durchschnittlich bei dem „Cost per click“-System des Google Hotelfinder auch rund 15 Prozent an Provisionen zahlen – ist dieser Vertriebsweg damit nicht auch zu teuer für mittelständische Hotels?
Benkert: „Diese Aussage ist mir zu populistisch und wird sehr gerne von einigen Marktteilnehmern gebracht, die sich offensichtlich nicht mehr anders zu helfen wissen als ein großes Schreckgespenst an die Wand zu malen. Natürlich gibt das CPC-Modell nicht umsonst. Google, Trivago, Tripadvisor & Co. sind Wirtschaftsunternehmen, die Geld verdienen wollen. Wenn man sich nicht um diese neue Art des Vertriebs kümmert, dann wird es auch teuer. So war es damals als man den Buchungsportalen das Feld überlassen hat und so wird auch diesmal sein, wenn man seine Hausaufgaben nicht macht. Doch derjenige, der eine eigene Anbindung hat und sein Bid-Management im Griff hat, der wird garantiert unter den magischen 15% Provison liegen. Und seien wir doch mal ehrlich, wer glaubt denn wirklich das in Zeiten der galoppierenden Marketingkosten Provisionen von 15% gehalten werden können? Es gibt doch bereist jetzt Gewinnwarnungen von Buchungsplattformen, die mit Sicherheit in weiter steigenden Provisionssätzen enden werden.

Unsere Kunden erzielen sehr gute Ergebnisse mit der Anbindung an die Meta-Suchmaschinen und die Kosten für die Anbindung haben sich in kürzester Zeit amortisiert. Aber selbstverständlich ist das kein Selbstläufer und man muss etwas Zeit dafür investieren. Wer das Knowhow für ein gutes Bid-Management nicht besitzt, der fragt uns oder beauftragt uns mit dem Bid-Management. Bid-Management in Verbindung mit einem guten Preis-Management ist wichtig, da in nahezu allen Meta-Suchmaschinen nicht alle Preise für ein Haus geich prominent dargestellt werden. Bei den Google Hotel Price Ads entscheidet ein recht komplexes Auktionsmodell darüber wer die prominentesten Plätze der Preisdarstellung erhält.

Die Höhe der CPC ist von Haus zu Haus verschieden und wird durch die Attraktivität des Hauses selbst und die Anzahl derjenigen beeinflusst, die einen Preis in die Meta-Suchmaschinen einspielen. Wir haben Kunden, die stellen als einziger einen Preis zur Verfügung und übergeben keine Verfügbarkeiten an die Buchungsportale, sodass diese auch keinen Preis in den Meta-Suchmaschinen einstellen können. Bei diesen Kunden ist der CPC natürlich recht niedrig. Kein Wettbewerb bedeutet auch kein Wettbewerb um die CPC-Höhe.

Also noch einmal als Fazit: CPC-Modelle bedeuten nicht das diese per se günstiger als die Provisionsmodelle der Buchungsplattformen sind. Wenn man sich aber a) damit beschäftigt und b) sich professionelle Hilfestellung holt, dann wird sich sehr schnell der Erfolg einstellen. Und zu guter Letzt: die Meta-Suchmaschinen sind nicht mehr aufzuhalten und werden wie schon in anderen Branchen in Kürze das Feld dominieren.“

Wird sich der Google Hotelfinder behaupten und führende Buchungsportale wie Expedia/hotels.com, Booking und HRS an der Spitze der Vertriebsplattformen ablösen?
Benkert „Noch einmal, der Google Hotelfinder ist kein Buchungsportal. Der Hotel Finder ist eine Plattform, auf dem in kompakter Art und Weise alle Preise der Marktteilnehmer dargestellt werden. Der Buchungsprozess als solcher findet dann jeweils auf der Buchungsplattform statt, die den Preis und die Verfügbarkeit auch zur Verfügung stellt. Oder aber eben auf der hoteleigenen Website, wenn das Hotel die direkte Anbindung wählt.

Mit Sicherheit wird zukünftig die Entscheidung bei wem die Buchung am Ende abgeschlossen wird auf den Meta-Suchmaschinen getroffen. Wenn ein Buchungsportal somit nicht mehr genügend Buchungen über diesen Kanal generieren kann, dann wird es ungemütlich für das Buchungsportal. Der Ausweg besteht dann nur über steigende Provisionssätze, um die Kosten für den Betrieb und die steigenden CPC-Gebühren für mehr Sichtbarkeit wieder aufzufangen. Doch bei dieser Diskussion sollte man sich dann immer vor Augen halten, das das Hotel noch selber bestimmt welche Plattform Verfügbarkeiten erhalten. Das Hotel erbringt schließlich die eigentliche Leistung, nämlich die zur Verfügungstellung eines Zimmers. Wer weiß, vielleicht erkennen die Häuser ja doch noch das die Abhängigkeit von den Buchungsportal in Zukunft gar nicht so groß ist, wie sie bisher erschien.“