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Dezember 2012 – „Schnell nach oben“: Bei hotel.de, dem Tochter-Hotelportal von hrs.de, kann man sich nachwievor durch höhere Provision in der Hotellistung nach oben kaufen. Wie ein Screenshot aus dem internen „Hotel-Center“ belegt, lässt sich dadurch das Ranking unmittelbar verbessern. „Geben Sie einfach eine Provisionhöhe ein und Sie werden automatisch nach oben geschraubt“, lautet eine Anleitung.

Internes Hotel-Center bei hotel.de: Unten wird im "Ranking Booster" deutlich angeleitet, wie man sich durch höhere Provision in der Hotelsuche hochkaufen kann
Internes Hotel-Center bei hotel.de: Unten wird im „Ranking Booster“ deutlich angeleitet, wie man sich durch höhere Provision in der Hotelsuche hochkaufen kann

Bei hotel.de verweist man allerdings darauf, dass die Platzierung eines Hotels in der Suchliste von mehreren Faktoren abhinge. Dazu sollen die Sichtbarkeit (der erste Eindruck, die Visitenkarte, die ein Hotel auf unserem Portal hinterlässt), Buchungswahrscheinlichkeit (Auflistung von Kundenvorteilen des Hotels) und Verfügbarkeiten von Zimmern zählen, teilte ein Sprecher auf Anfrage mit.

Die Anleitung im Backend-Bereich von hotel.de liest sich indes ganz anders: „Verbesserungen wirken sofort!“ steht dort. Stellt man also eine höhere Buchungskommission als die durchschnittlichen 15 Prozent ein, müssten demnach sofort sichtbare Ergebnisse vorliegen.

In einer erneuten Stellungnahme lässt hotel.de mitteilen: „Für eine bessere Hotellistung sind mehrere Faktoren entscheidend. Die Provisionshöhe allein ist dabei nicht entscheidend.“ Ein „ausgewogener Mix“ an Suchfaktoren zwinge Hotelbetreiber immer wieder aufs Neue sich „anstrengen“ zu müssen, um dauerhaft zufriedene Kunden zu gewinnen. Zu den „nachhaltigen“ Faktoren zählen laut hotel.de:

  • Buchungshäufigkeit: Um so häufiger ein Hotel nachgefragt/gebucht wird, um so höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass das entsprechende Hotel auch weiter oben gelistet wird.
  • Attraktivität der Hauses: Wenn ein Hotel mehr Kundenwünsche bedienen kann, hat es ebenfalls eine größere Wahrscheinlichkeit, weiter oben aufzutauchen.
  • Angebote: Die Zahl der Angebote, die ein Hotel abgibt entscheidet auch über die Platzierung. Auch hier gilt, um so mehr, um so besser.
  • Kategorien/Hotelzimmer: Bei hotel.de ist es auch nicht unerheblich, wie viele Hotelzimmer in den verschiedenen Kategorien abgegeben werden.
  • Bewertungen: Die Kunden bewerten die gebuchten und besuchten Hotels. Hier gilt ebenfalls, dass bessere und konstante Bewertungen ein Ranking verbessern können.

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Provision und Anzahl Buchungen – Gästebewertungen spielen untergeordnete Rolle

November 2012 – Die Hotelsuche im Internet wird auf neue Füße gestellt: Nicht nur hrs.de, sondern auch deren Tochterunternehmen hotel.de sowie booking.com richten ihre Hotelsuche auf Gästebewertungen aus. Das Kölner Buchungsportal, führend in Europa, hatte kürzlich die Umstellung des Suchalgorithmus bekannt gegeben. Dabei sind u.a. Gästebewertungen ein wichtiges Kriterium für die Auflistung der Hotels.

HRS Hotelsuche Hamburg 30.11.2012

Durch diese neue Prämisse ergibt sich mitunter ein seltsames Bild: Sucht man beispielsweise in Hamburg nach einem Doppelzimmer für eine Nacht erscheint auf Platz ein das Hotel Wine Coffee & More Suite Hotel am Stadtrand. Auf Platz zwei wird das Hotel Villa Wandsbek angezeigt, auf Rang drei das Hotel Impala. Alle drei Häuser unterscheiden sich im Preis (85 bis 115 Euro) und den Kategorien. Auch die Gästebewertungen (von 8,0 bis 9,6 Punkten bei maximal 10 möglichen Punkten) geben keinen Aufschluss auf den Suchmechanismus. Interessant ist, dass auf Platz vier dieser Adhoc-Suche das „Nichtraucherhotel“ in Hamburg-Eilbek angezeigt wird – und dies bei einer Rate von 175 Euro.

hotel.de Hotelsuche 30.11.2012

Auch die Suche bei HRS-Tochter hotel.de ergibt kein klares Bild: Dieselbe Hotelsuche (1 Doppelzimmer, 2 Personen, 1 Übernachtung vom 30.11. auf 01.12.) ergibt auf Platz eins das Mittelklasse Hotel Helgoland fernab der City (78 Euro, 7,2 Punkte von maximal 10 Punkten in der Gästebwertung), auf Platz zwei Das luxuriöse Park Hyatt in der Innenstadt (285 Euro, 8,9 Punkte) und auf Platz drei das privat geführte Hotel Wache (94 Euro, 7,3 Punkte).

booking.com Hotelsuche HH 30.11.2012

Bei HRS-Konkurrent booking.com erscheint die Hotelsuche dezidierter an der Gästebwertung orientiert zu sein. Bei der aktuellen Suche in Hamburg wird zuoberst das Hotel Europäischer Hof zentral gelegen am Hauptbahnhof (Raten 115 bis 165 Euro, 8,6 Punkte „fabelhaft“) aufgeführt. Auf Platz zwei kommt das NH Hotel City (189 Euro, 8,2 Punkte „sehr gut“) und auf Platz drei das Grand Elysee (220 bis 250 Euro, 9,0 Punkte „hervorragend“).

Google Hotelfinder - Hotelsuche Hamburg - 30.11.2012

Beim kürzlich in Deutschland auch offiziell gestarteten Google Hotelfinder stehen Preis und Lage im Vordergrund der Hotelsuche. Die aktuelle Hotelauswahl bietet auf Platz eins das Crowne Plaza (99 Euro je Nacht), gefolgt von Arcotel Rubrin (134 Euro), The George Hotel (185 Euro) und Empire Riverside Hotel (129 Euro). Die nebenstehende Stadtkarte ermöglicht ganz nach bewährter Google-Manier die bequeme Suche eines Hauses in bevorzugter Lage. Zusammenfassungen von Gästebewertungen werden auch angezeigt, stehen hier aber nicht im Vordergrund.

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November 2012 – Bei hrs.de lässt man nichts unversucht: Nach dem Start in die Rabattschlacht bei mobilen Hotelbuchungen – für die neue Last-Minute-App „Hotels Now“ muss der Preisrabatt mindestens 30 Prozent betragen! – startet Deutschlands führendes Hotelbuchungsportal nun auch eine Facebook-Applikation zur Hotelsuche. Reisende können mit der neuen App direkt auf die Standortdaten und Erfahrungen ihrer persönlichen Facebook-Kontakte zurückgreifen.

Die Facebook-Applikation „HRS friends“ soll bei der der Auswahl des Reiseziels helfen. Nach Freigabe der Daten wird auf einer Weltkarte angezeigt, wo die eigenen Facebook-Freunde wohnen und an welchen Orten sie kürzlich über Facebook eingecheckt haben. Mit nur einem Klick kann sich der Nutzer die verfügbaren Hotels in der Nähe der Wohnorte seiner Freunde anzeigen lassen. Alternativ erfolgt die Hotelsuche durch Eingabe des gewünschten Reiseziels in eine Suchmaske. Im Ergebnis werden jeweils die Hotels hervorgehoben, die von den Freunden in Facebook mit „Gefällt mir“ markiert wurden. Zudem erhält der Reisende durch die Anzeige der Facebook-Check-ins der Freunde wertvolle aktuelle Zusatzinformationen rund um das Reiseziel, etwa zu gastronomischen Hotspots oder zum Nachtleben.

Nach dem Start der Hotelsuche kann der Nutzer auf weitere Kartenfunktionen zurückgreifen. Eine innovative „Heatmap“, die über die Kartenansicht gelegt werden kann, visualisiert die Konzentration besonders interessanter Plätze in der jeweiligen Stadt und erleichtert die Orientierung. Dabei fließen sowohl Daten des Lokalisierungsdienstes Foursquare als auch die persönlichen Check-in-Informationen des Nutzers und seiner Freunde mit ein. Zusätzlich lassen sich Informationen über das Angebot in der Hotelumgebung – in den Kategorien Café, Drinks, Food, Music und Shopping – anzeigen und können so je nach Präferenz direkt in die Buchungsentscheidung mit einfließen.

Gruppenreisen einfach planen und organisieren
Mit der „HRS Friends“-App wird auch die Planung gemeinsamer Reisen mit Freunden deutlich einfacher. Über die Funktion „Trips“ können Nutzer Reisepläne anlegen, speichern und mit Freunden über Facebook teilen. Zudem können Ideen für potenzielle Reiseziele oder konkrete Hotelvorschläge bequem mit Freunden geteilt und zur Abstimmung gestellt werden. Auf diese Weise kann sich der Freundeskreis schnell und einfach über ein geeignetes Reiseziel und das passende Hotel verständigen.

Ist das gewünschte Hotel gefunden, kann es der Nutzer bequem und sicher direkt aus der Anwendung heraus buchen. Die App erfüllt höchste Sicherheitsstandards. Um die Sicherheit der Kundeninformationen bei Übertragung zu schützen, benutzt HRS Secure Sockets Layer Software (SSL). Im gesamten Buchungsprozess findet kein Datenaustausch mit Facebook statt.

„HRS friends“ ist in acht Sprachen verfügbar und lässt sich sowohl am stationären Rechner als auch auf allen gängigen Tablet-PCs nutzen.

Hotels Now: Neue App von hrs.de heizt Rabattschlacht an - Hotels müssen mindestens 30% Rabatt bieten
Hotels Now: Neue App von hrs.de heizt Rabattschlacht an – Hotels müssen mindestens 30% Rabatt bieten

App „Hotels Now“: Zusätzlicher Buchungskanal für Geschäftsreisende
Mobile Hotelbuchungen steigen weltweit stark an – nun will auch hrs.de mit der App „Hotels Now“ einen neuen Buchungskanal speziell für Geschäftsreisende etablieren. Mit einem geforderten Mindestrabatt von 30 Prozent (und 15% Buchungsprovision) wird damit die Rabattschlacht weiter angeheizt. Der Last-Minute-App-Anbieter justbook.com beklagt, dass hrs.de deren Geschäftsmodell damit kopiere.

Die Last-Minute-Angebote werden täglich ab 6 Uhr veröffentlicht und sind ausschließlich über die App bis 24 Uhr desselben Tages buchbar. Jedes Hotel kann seinen Rabatt tagesaktuell und individuell über die Hotel-Selbstverwaltung von hrs.de einstellen und pflegen, ohne zusätzliche Pflege eines Extranets. Die Buchungen über die „Hotels Now“-App sind nicht stornierbar.

„Hotels Now“ ist in sieben Sprachen verfügbar und bietet in 46 europäischen Metropolen, darunter 14 deutschen Großstädten, ein Hotelangebot. Die Häuser liegen immer zentral im Stadtzentrum und es werden ausschließlich Einzelzimmer angeboten.

Christoph Becker, Geschäftsführer der Fachgruppe Hotels und Tourismus im Dehoga NRW, ist von der HRS-App mit dem Namen ‚Hotels Now’ nicht überzeugt: „Es macht aus Sicht der Hotellerie wenig Sinn, sich dem Angebot anzuschließen. Damit bietet man nur dem bereits vorhandenen HRS-Kundenstamm eine um nochmals mindestens 30 Prozent reduzierte Tagesrate an. Unabhängig von der Frage der Glaubwürdigkeit der Preisgestaltung geht auch der Ansatz der Neukundenansprache fehl. ‚Hotels Now’ wird direkten Einfluss auf das HRS Buchungsportal haben und damit die Preisspirale weiter nach unten drücken.“

Zeitgemäße Preisgestaltung erst seit Entscheid des Bundeskartellamts möglich
Die Hotel-Branche war bis Anfang 2012 von einer sogenannten Ratenparität geprägt, so dass Hotels ihre Zimmer auf allen Vertriebskanälen zu gleichen Preisen anbieten mussten. Mit dieser Vorgabe durch marktbeherrschende Hotel-Vermittler wie hrs.de wurde die Ansprache von Neukunden durch differenzierte Angebote nahezu unmöglich. Nach Beschwerden von JustBook und anderen Wettbewerbern, mahnte das Bundeskartellamt hrs.de wegen der „Best-Price-Klausel“ ab. Darüber hinaus konnte justbook.com beim OLG Düsseldorf eine einstweilige Verfügung gegen hrs.de erwirken, die besagt, dass hrs.de die Hotels nicht mehr bezüglich der Preisgestaltung unter Druck setzen darf.

Derzeit bemüht sich HRS auf anderen Wegen ihre Form der Preisgestaltung durchzusetzen. Das Branchenmagazin „Gastgewerbe“ erkennt bei der aktuellen „Qualitätsoffensive“ von hrs.de „in Wahrheit [den] Versuch, die bisherigen, vom Kartellamt abgemahnten Geschäftsbedingungen bestehen zu lassen.“ Im gleichen Magazin spricht Christoph Becker, „von einem trojanischen Pferd, mit dem hrs.de versucht, seine Geschäftsbedingungen weiter durchzusetzen.“

Für 2014 können Hoteliers einplanen, dass etwa 20 Prozent aller Buchungen mit Hilfe der Smartphones getätigt werden. Das Besondere daran: Smartphone-Nutzer entscheiden sich kurzfristig – 75 Prozent aller mobilen Hotelbuchungen sind schon jetzt Last-Minute-Buchungen und werden oft erst am Tag der geplanten Übernachtung organisiert. Mit einem weiteren Anstieg der Last-Minute-Buchungen ist zu rechnen: Allein in Deutschland werden zu Weihnachten 30 Prozent mehr Smartphones verschenkt als 2011, was weiteren neun Millionen verkauften Geräten entspricht.