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Februar 2014 – Neu erschienen sind zwei lohnende Ratgeber professionelles Onlinemarketing. IHA und ÖHV geben gemeinsam ein Handbuch für die Hotellerie heraus. Wie man Marketing Automation professionell betreibt, erklärt ein neues eBook, das kostenfrei erhältlich ist.

IHA und ÖHV: Handbuch „Online Marketing“ ab sofort erhältlich
Das neue Handbuch der Hotelverbände aus Deutschland und Österreich bietet einen Überblick über die wichtigsten Online Marketing-Aktivitäten sowie Hilfestellung bei Planung und Erstellen von Kosten-Nutzen-Rechnungen.

Facebook, Twitter, Newsletter, Blogs, mobile Webseiten, Bewertungsplattformen, Social Media, Suchmaschinen, OTAs, Conversions, Analytics… Das sind nur einige der Schlagworte und Materien, mit denen sich modernes Hotelmarketing heute auseinandersetzen muss.

„Online Marketing ist für die Hotellerie bereits heute ein wichtiger Bestandteil der Betriebsführung und wird zukünftig noch mehr an Bedeutung gewinnen“, sagt Stefan Dinnendahl, Geschäftsführer des Hotelverbandes Deutschland (IHA). „Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, um sich online zu präsentieren. Die große Herausforderung liegt jedoch darin, den Überblick über all diese Online Marketing-Aktivitäten zu bewahren und so zu koordinieren, dass möglichst viele Synergieeffekte entstehen.“

Was funktioniert und was bringt mir auch tatsächlich Umsatz? Wo erreiche ich welche Zielgruppe und mit welchem Aufwand? Diese Fragen und viele mehr werden im Rahmen des neuen Handbuchs beantwortet.

Im Zentrum jeder Online Marketing-Aktivitäten steht die Frage der Effizienz und des Kosten-Nutzen-Verhältnisses. Conversions sind hier das Schlüsselwort. Setzen Sie sich Ziele, um die Performance der verschiedenen Kanäle zu bewerten. Voraussetzung hierfür ist die „Messbarkeit“ von Buchungen, dem ultimativen Ziel Ihrer Bestrebungen. Es sollte Ihnen möglich sein, Umsätze den verschiedenen Kampagnen und Kanälen zuzuordnen.

Das neue Handbuch bietet Ihnen einen Überblick über die derzeit wichtigsten Online Marketing-Aktivitäten und gibt Hilfestellung zur Planung – anhand Ihrer eigenen Ziele und Zielgruppen.

Das 118 Seiten umfassende Handbuch „Online Marketing“ steht IHA-Mitgliedern wie gewohnt kostenfrei zum Download zur Verfügung. Für Nicht-IHA-Mitglieder ist es im IHA-Shop unter www.iha-shop.de erhältlich. Der Preis beträgt 85 Euro (zzgl. USt.). Für Bildungseinrichtungen beträgt der Preis 65 Euro (zzgl. USt.).

Praxistipps Marketing Automation als kostenloses eBook
Besonders beim Eventmanagement oder bei Mailings kann mit weniger Aufwand mehr erreicht werden. 21 Unternehmen berichten, wie Marketing Automation in der Praxis umgesetzt wird. Das 52-seitige eBook steht kostenlos zum Download bereit: http://www.absolit.de/sonderdruck.htm
 
Im Marketing gibt es noch viele Prozesse, die effizienter gehandhabt werden könnten. Hier verraten innovative Unternehmen an konkreten Beispielen ihre Strategie. Brille24, E-Plus, ING, Payback, Tegut und Uvex zeigen, wie sie das Marketing automatisiert haben.
 
Vergleichbar mit der industriellen Revolution verändert sich jetzt die Arbeit auch im Dienstleistungssektor. Neue Technologien führen zu einer bisher nicht gekannten Steigerung der Effizienz. Die digitale Vernetzung im „Internet der Dinge“ führt zur Industrie 4.0. Maschinen, Produkte & Prozesse können sich bald selbst konfigurieren, optimieren und diagnostizieren. Demnächst gibt der Bürostuhl nach Rücksprache mit der Smartwatch Tipps gegen Rückenschmerzen.
 
In dem eBook beschreiben 21 Unternehmen, wie Marketing Automation und datengetriebenes Marketing in der Praxis aussehen. An konkreten Beispielen verraten innovative Unternehmen ihre Strategie. Besonders beim Eventmanagement oder bei Mailings kann mit weniger Aufwand mehr erreicht werden. Unternehmen wie Brille24, E-Plus, ING, Payback, Tegut und Uvex zeigen, wie sie durch Automatisierung ihre Marketing-Effizienz verbessert haben.
 
Mit der Buchreihe „Praxistipps“ liefert der Autor Torsten Schwarz seit über zehn Jahren Fallbeispiele aus Unternehmen. „Konkret zu sehen, wie andere es machen, macht Anwendern die Umsetzung leichter“ meint der Online-Experte.

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Oktober 2013 – Echte Hilfe für mehr Direktvertrieb: Der europäische Branchen-Dachverband Hotrec hat die Checkliste für professionelles Hotelmarketing aktualisiert. Sie steht unter hotellerie.de zum kostenfreien Download zur Verfügung.

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Mittel- und langfristig ist die Stärkung des Direktvertriebs die beste und nachhaltigste Möglichkeit für die Hotellerie, sich aus der Abhängigkeit der Buchungs-, Bewertungs- und Vergleichsportale zu lösen. Voraussetzung dafür ist, dass der Gast im Internet ohne Umwege zum Hotel findet und dort schnell und unkompliziert mit wenigen Klicks eine Buchung abschließen kann. Dazu sind eine suchmaschinenoptimierte Hotelwebsite und eine für den Nutzer einfache und komfortable Buchungsmaschine notwendig. Außerdem verlangen die potentiellen Gäste auf der Website nach einzigartigem Content, exklusiven Angeboten, die man nur beim Hotel direkt finden und buchen kann, authentischen Bildern und hilfreichen Zusatzinformationen.

„Es ist von essenzieller Bedeutung für die Hotellerie, dass das von den Portalen verordnete Regime verpflichtender Paritäten, also gleiche Preise auf allen Kanälen, aufgehoben wird, nur dies eröffnet alte und neue Vertriebschancen zur Zusammenarbeit mit anderen Partnern, aber auch eine Stärkung des „Fabrikverkaufs“. Die eigene Homepage wird zum Dreh- und Angelpunkt, um den Direktvertrieb zu revitalisieren“, kommentiert Markus Luthe, Hauptgeschäftsführer des Hotelverbandes Deutschland (IHA) und im Executive Committee von Hotrec für Distributionsthemen verantwortlich.

Die aktualisierte Checkliste bietet eine hervorragende Hilfestellung für Hoteliers in ganz Europa um den Vertrieb über eigenen (Online-) Buchungskanäle auf erfolgreiche Beine zu stellen. In den über 80 aktualisierten und auf die neusten Entwicklungen in der Online-Distribution angepassten Einzelpunkten kann jeder Hotelier für sich selbst abschätzen, in welchen Bereichen des Onlinevertriebs er bereits gut aufgestellt ist und wo es noch Optimierungspotenzial gibt.

Die Checkliste gliedert sich nach den folgenden Themenbereichen:

  • Wissen und Know-how aufbauen
  • Eigenes Profil herausarbeiten
  • Hoteleigene Website optimieren
  • Preise und Verfügbarkeiten kontrollieren
  • Aufmerksamkeit und Auffindbarkeit sicherstellen
  • Kundenbindung verbessern (CRM)
  • Empfehlungs-Marketing stärken
  • Social-Media nutzen

Eine deutsche Version der Checkliste zur Stärkung des Direktvertriebs steht Interessierten auf der IHA-Homepage unter http://www.hotellerie.de zur Verfügung: http://www.hotellerie.de/media/docs/de_update_okt_2013checkliste_direktvertrieb_draft1.pdf

September 2012 – Bewegung im Hotelmarketing: Die früher vielfach gepriesene Ratenparität scheint vor der Ablösung zu stehen. Durch steigenden Wettbewerbsdruck und fallende Zimmerpreise werden einheitliche Raten je Zimmerkategorie in allen Vertriebskanälen neu kalkuliert. Der Hotelverband Deutschland (IHA) ist „felsenfest davon überzeugt, dass die Parität fällt“. Dies sagte IHA-Chef Markus Luthe gegenüber der Touristik-Fachzeitschrift „fvw“.

Der Preisdruck steigt - In der Hotellerie steht die Ratenparität vor der Ablösung (Foto: Dehoga/Cordula Giese)

Das Hotelbuchungsportale hrs.de bereite sich dem Bericht zufolge auf einen Fall der vertraglich diktierten Ratenparität vor. Just diese „Best-Preis Klausel“ wird vom Bundeskartellamt beanstandet – das Ermittlungsverfahren dazu läuft noch.

Bei der Ratenparität handele es sich um eine beidseitige Wettbewerbsbeschränkung, so Luthe. Denn auch die Raten für Buchungsportale und Lastminute-Apps wie justbook.com müssten einheitlich bleiben, obwohl darin hohe Provisionen von bis zu 50 Prozent enthalten seien.

Einheitliche Zimmerraten und Preisabsprachen stehen international in der Kritik. In den Niederlanden zeigte die Verbraucherzentrale die Reiseportale expedia.com und booking.com wegen angeblicher Preisabsprachen beim Kartellamt an. In Großbritannien wurden die InterContinental Hotels Group (IHG) sowie expedia.com und booking.com deswegen abgemahnt. Und in den USA gibt es eine erstzunehmende Klage gegen Hilton, Starwood Hotels und Marriott wegen wettbewerbsverhindernden Preisvereinbarungen mit expedia.com, travelocity.com und booking.com.

April 2012 – Die Online-Distribution gewinnt für die Hotellerie in Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH) zunehmend an Bedeutung. Durchschnittlich werden heute im DACH-Gebiet bereits 27 Prozent der Buchungen elektronisch in Echtzeit über Online-Buchungsplattformen (OTA), die eigene Website, globale Reservierungssysteme (GDS), Computer Reserviervierungssysteme (CRS) von Hotelketten und -kooperationen oder Social Media Plattformen generiert. Dies entspricht einem geschätzten Umsatz von circa 7,6 Milliarden Euro. Zu diesen Ergebnissen kommt eine gemeinsame Umfrage des Hotelverbandes Deutschland (IHA), der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV) und hotelleriesuisse in Zusammenarbeit mit dem Institut für Tourismus der Fachhochschule Westschweiz Wallis in Siders.

Onlinebuchung - Hotels online buchen © Ben Chams - Fotolia.com

Die Hotelverbände der drei Länder messen bereits seit mehreren Jahren in voneinander unabhängigen Befragungen die Marktanteile und Entwicklungen der jeweiligen Vertriebskanäle. Erstmals werden nun mit wissenschaftlicher Unterstützung einheitliche Daten in Deutschland, Österreich und der Schweiz erhoben, um die Entwicklungen im Hotelvertrieb in einem länderübergreifenden Gesamtkontext analysieren zu können.

Gemäß der Studie, die zwischen Dezember 2011 und Januar 2012 durch-geführt wurde und an der sich mehr als 1.400 Hotels in Deutschland, Österreich und der Schweiz beteiligten, nehmen die Online-Buchungsportale mit einem Anteil von 19 Prozent (DACH) den größten Anteil bei den elektronischen Buchungen ein, wobei die Anteile in Deutschland (20 Prozent) über denen in der Schweiz (16%) und in Österreich (13%) liegen. Der Trend zu den Online-Buchungskanälen ist seit Jahren ungebrochen, während sowohl der klassische Direktvertrieb als auch der Verkauf über touristische Partner (zum Beispiel Reisebüros, Tourismusorganisationen) weiterhin rückläufig ist.

Hotel Reservation System (HRS), hotel.de und booking.com sind die am weitesten verbreiteten Online-Buchungsportale in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Dabei hat Booking.com in Österreich mit 43 Prozent und in der Schweiz mit 52 Prozent eine dominante Stellung bei den Online-Buchungsportalen. HRS und seine Tochterportale hotel.de und tiscover.com erreichen gemeinsam einen Marktanteil von 26 Prozent in Österreich und 14 Prozent in der Schweiz.

In Deutschland ist HRS mit einem Marktanteil von 34 Prozent bei Buchungen über Hotelportale klarer Marktführer. Rechnet man den Buchungsanteil von hotel.de (16%) und tiscover.com (0,4% in Deutschland) hinzu, deckt die HRS-Gruppe über 50 Prozent der Buchungen über OTAs in Deutschland ab.

Booking.com liegt mit einem Anteil von 29 Prozent auf Platz 2 in Deutschland. Expedia, wozu auch die Online-Buchungsplattformen venere.com und hotels.com gehören, stagniert bei einem Marktanteil von acht Prozent mit deutlichem Abstand zu den führenden Wettbewerbern.

Angesichts der Marktstärke der drei Big Player ist die Bedeutung anderer Hotelbuchungsportale relativ bescheiden. Die drei Hotelverbände gehen davon aus, dass in den nächsten Jahren eine weitere deutliche Marktbereinigung und Konsolidierung stattfinden wird.

Laut weiteren Ergebnissen der Umfrage besitzen knapp 80 Prozent der teilnehmenden Hotels in Deutschland, Österreich und der Schweiz eine hoteleigene Website. Über ein Echtzeitbuchungssystem verfügen in Deutschland allerdings lediglich 45 Prozent der Hotels. In Österreich sind bereits 50 Prozent der befragten Hotels in Echtzeit über die eigene Homepage buchbar und in der Schweiz liegt der Anteil bei 51 Prozent.

Sehr groß ist der Anteil der Hotels, die eine eigene Facebook-Unternehmensseite betreiben. In Österreich präsentieren sich bereits 66 Prozent der an der Befragung teilnehmenden Hotels bei Facebook. In der Schweiz liegt der Anteil bei 54 Prozent während in Deutschland 46 Prozent aller teilnehmenden Hotels in dem weltweit größten sozialen Netzwerk aktiv sind. Knapp ein Drittel der Betriebe ist zudem im Bereich der mobilen Vertriebsformen aktiv, häufiger in Form einer für mobile Endgeräte (zum Beispiel iPhone) angepassten Website und eher selten mit einer spezifischen App.

So genannte Deal-Angebote werden in den drei Ländern bisher von circa 20 Prozent der Hotels genutzt. Marktführer bei den Deal-Angeboten sind aufgrund ihrer starken Position im Online-Markt HRS und Booking.com sowie DailyDeal und Groupon.

Alle Hotels, die an der Umfrage teilgenommen haben, erhalten in den nächsten Tagen eine detaillierte Auswertung der Ergebnisse kostenlos. Für alle anderen Interessierten ist die Analyse im IHA-Shop unter www.iha-shop.de erhältlich. Der Preis für IHA-Mitglieder beträgt 19,00 Euro (zzgl. USt).

März 2012 – Onlineplattformen setzen Hoteliers mit einseitigen Verträgen und immer höheren Kommissionen unter Druck. Mehr Direktvertrieb ist die betriebswirtschaftlich sinnvolle Antwort der Hotellerie auf diese Herausforderung. Zur fachlichen Unterstützung bieten der Hotelverband Deutschland (IHA) und die Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV) erstmals gemeinsam einen Praxis-Lehrgang an, der Hoteliers in zwei Terminblöcken unterstützendes Know-how im Online-Vertrieb vermittelt.

Mehr als 80 Prozent der Internetnutzer recherchieren vor dem Urlaub im Internet, 53 Prozent haben schon online gebucht – aber davon nur 8 Prozent über Hotelwebsites (obwohl es von ihnen mehr gibt als Plattformen und sie den meisten Content haben) und 47 Prozent über Plattformen! Das kommt teuer. „Und das ist unnötig, wenn Vertrieb und Kommunikation optimal eingestellt sind. Wer mehr über die eigene Website verkaufen will, muss wissen wie“, erklärt Thomas Reisenzahn, Geschäftsführer der ÖHV Touristik Service GmbH.

Maßgeschneiderter Praxis-Lehrgang für Online-Vertrieb
Der Lehrgang ist maßgeschneidert für die täglichen Anforderungen des modernen Online-Vertriebes an die betriebliche Praxis. Er richtet sich an Unternehmer, ihre Mitarbeiter an der Rezeption und im Marketing sowie an Absolventen berufsbildender Schulen und Fachhochschulen. Eine IHA- bzw. ÖHV-Mitgliedschaft ist keine Voraussetzung für die Teilnahme. Die Inhalte werden von versierten Profis so vermittelt, dass sie in der Praxis leicht umgesetzt werden können. In den zwei mal vier Tagen des Lehrgangs werden alle relevanten Aspekte des Online-Vertriebs behandelt:

Suchmaschinenoptimierung und qualitative Verbesserung von Texten, Bildern, Menüführung etc.
Umgang und Nutzen neuer Dienste (Google Hotel Finder, Pinterest etc.)
Direkte Kommunikation via Blog, Twitter und Facebook, um Stammgäste zu halten und neue Zielgruppen zu erschließen
Betriebswirtschaftlich rationales Schnüren von Packages und Kalkulieren von Preisen im Online-Vertrieb
Das Vertrauen in Direktbuchungen steigern: Schutz der Zahlungsdaten, einfache Stornierung, Direktüberweisungsverfahren ohne Kreditkarte etc.
Optimierung für Smartphones und iPad
Booking Engines
Optimale Nutzung von Onlineplattformen
Social Proof: der richtige Umgang mit Gästebewertungen
Rechtliche Grundkenntnisse sowie Tipps und Tricks im e-Commerce

Der erste Block findet von Montag, 21., bis Donnerstag, 24. Mai 2012, im Golfhotel Rasmushof in Kitzbühel statt, der zweite von Montag, 18., bis Donnerstag, 21. Juni 2012, im Dorint Sporthotel Garmisch-Partenkirchen. Die Kosten betragen für IHA-/ÖHV-Mitglieder 895,- Euro pro Block, für Nicht-Mitglieder 1.250,- Euro (exkl. USt.). Mehr dazu unter http://www.oehv.at/lehrgang, Tel.: +43 533 09 52-27 oder per E-Mail an lehrgang@oehv.at.

März 2012 – Tobias Ragge geht in die Offensive: Der Chef der HRS-Gruppe, zu der neben hrs.de auch hotel.de und tiscover.com gehören, beklagt die mangelnde Verhandlungsbereitschaft von bestimmten Branchenverbänden. Gespräche mit Branchenverbänden seien durch Partikularinteressen nicht zustande gekommen, heißt es. „Ein echtes Interesse, eine gemeinsame Lösung zu finden, scheint bei einzelnen Verbandsvertretern nicht im Vordergrund zu stehen“, sagte Tobias Ragge. „Sie schüren vielmehr bewusst Vorbehalte gegen hrs.de und nutzen so die aktuelle Diskussion um unsere AGB – insbesondere zur Bestpreis-Klausel – zur eigenen Positionierung. Die Interessen der Hoteliers stehen dabei scheinbar nicht immer im Vordergrund“, so Ragge.

Hintergrund dieses Angriffes ist das für den 24. Februar geplante Branchengespräch im Hilton The Squaire Frankfurt/Main. Das von Top-Hotelier Olaf Feuerstein (Freizeit In-Gruppe, Göttingen) initiierte Treffen sei kurzfristig von den geladenen Vertretern des Dehoga-Bundesverbandes, Hotelverbandes Deutschland (IHA) und der HSMA abgesagt worden. An Herrn Ragge habe es nicht gelegen, so Feuerstein. Der HRS-Chef war zu diesem Branchen-Roundtable bereit und sei weiterhin im Dialog. Bei hrs.de habe inzwischen in 7.000 Einzelgesprächen mit Hoteliers die Diskussion rund um die AGB geführt, heißt es dazu aus Köln.

Grund für die Absage war offenbar die versteifte Haltung gegen die nun geltenden AGB der HRS-Gruppe. Gefordert worden sei die komplette Rücknahme aller neuen und teilweise alten AGB Punkte. Dies sei aber wohl nicht durchsetzbar. In ersten Reaktionen äußerten Branchenvertreter nun die Befürchtung, dass die betreffenden Hotelverbände in dieser Frage eher Last als Hilfe sein könnten.

Februar 2012 – Mit seinen für den 1. März geplanten Änderungen der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) verärgert das eigenen Angaben nach „führende Buchungsportal Europas“ hrs.de die Hotelverbände der DACH-Region. Deren geplante Gegenmaßnahmen reichen vom Boykott über das Forcieren der hoteleigenen Webseite bis hin zu einem Schweizer Konkurrenzportal. „Wir sind enttäuscht, dass die Hotellierverbände so ein Fass aufmachen“, meinte Tobias Ragge, Chef von hrs.de, gegenüber der Nachrichtenagentur Pressetext.

Ich pfeif auf teure BuchungsportaleHrs.de wurde kürzlich vom Bundeskartellamt wegen der seit Jahren geltenden Bestpreis-Klausel angemahnt. Diese sei eine „Gefahr für den Wettbewerb“, heißt es. Kurz darauf folgte eine vom Lastminute-Hotelvermarkter justbook.com erwirkte Einstweilige Verfügung gegen diese Klausel. Sie sei „kartellamtswidrig und nicht“, so das vorläufige Urteil des Oberlandesgerichtes Düsseldorf. Die Bestpreis-Bestimmung ist damit bis auf Weiteres ausgesetzt.

Alles zu den neuen AGB lesen Sie hier:
http://www.tophotel.de/index.php?4f1d9776811fa|1

Ähnlich wie unlängst Lars Schlecker war Tobias Ragge eigens nach Wien gereist, um die aufgebrachten Gemüter in der Hotellerie der Alpenrepublik zu beruhigen, schloss dabei allerdings ein Abgehen vom weithin kritisierten Weg aus. „Wir müssen betriebswirtschaftliche Anpassungen vornehmen und diese Innovationen als Kosten weitergeben“, so Ragge. Man dürfe hrs.de weder die Struktur des Marktes ankreiden noch die Preise. „Hrs ist ein Online-Shop und kein Händler.“

Sehen Sie dazu bei HOTELIER TV: hrs.de eine Gefahr für den Wettbewerb
http://www.youtube.com/watch?v=yJrPhtF_AhQ

Höchste Emotionalität hat die sogenannte Bestpreis-Garantie in den neuen AGB hervorgerufen. Dabei erwartet die Buchungsplattform von ihren rund 250.000 Hotelpartnern grundsätzlich die günstigsten Zimmerpreise zur Vermittlung zu bekommen. Wenngleich darin vom deutschen Bundeskartellamt wie zur Freude des Hotelverbandes Deutschland (IHA) bereits als wettbewerbsbehindernd abgemahnt, pocht der Geschäftsführer weiter darauf. „Hrs kann kein kostenloser Traffic-Motor für die hoteleigenen Webseiten werden.“

Preisspirale befürchtet
Gleichfalls viel Staub wirbelt die geplante Provisionserhöhung von zwölf auf 15 Prozent auf, denn die Hotelliers befürchten den Beginn einer Preisspirale. Dem widerspricht Ragge und gibt zu bedenken: „Auch die Buchung über die hoteleigene Webseite ist nicht gratis. Je nach Buchungsrate entstehen dem Hotelbetreiber Vertriebskosten von 20 bis 25 Prozent.“ Hrs.de wolle weiterhin das beste Buchungsportal für Mittelstandshotels bleiben und Hotelketten nicht bevorzugen.

Hrs-Chef Tobias Ragge auf Vermittlungstour in Wien (Foto: fotodienst.at/Molner)
Hrs-Chef Tobias Ragge auf Vermittlungstour in Wien (Foto: fotodienst.at/Molner)

Auch in der Schweiz hat sich hrs.de großen Unmut zugezogen, so Susanne Daxelhoffer vom Dachverband Hotelleriesuisse im Gespräch mit Pressetext. „Wir raten aber von einem Boykott ab und empfehlen, die hoteleigene Webseite zu forcieren.“ Dies sei immer noch der beste Weg zum Kunden und provisionsfrei. Zudem wolle man als eine „schlagkräftige Alternative“ in Zusammenarbeit mit Schweiz Tourismus und Schweizer Bundesbahnen die provisionsniedrigere Buchungsplattform von STC weiter stärken.

Hrs.de gilt mit seinen Partnerportalen tiscover.com und hotel.de und 1.100 Mitarbeitern als Marktführer bei Hotelbuchungen in Europa und verzeichnet monatlich über zehn Millionen Besuche. 64 Mitarbeiter sorgen für Hotelbeschreibungen in 32 Sprachen aus 180 Ländern. Als bei weitem teurere Alternativen nennt Ragge den Google Hotelfinder und roomkey.com, eine Meta-Suchmaschine der sechs größten US-Hotelketten. Der Deutsche glaubt, dass schon 2014 mehr Zimmerbuchungen über das Handy erfolgen als über den PC.