Archiv

Schlagwort-Archive: IHG

Dezember 2013 – Pont Neuf oder Berlin Alexanderplatz, wo treffen sich Liebende in diesen Tagen? Der Berliner Alexanderplatz verwandelt sich bis Weihnachten in einen Ort vorweihnachtlicher Romantik. Eine englische Tradition hält Einzug: Deutschlands größter Mistelzweig hängt ab heute in der Bernhard-Weiss-Straße und verspricht Liebesglück, für alle, die ihren Gefühlen unter dem riesigen Immergrün freien Lauf lassen. Es darf geküsst werden, was das Zeug hält. Nicht nur Paare, auch Singles kommen zum Zug. Denn steht eine Frau allein unter dem adventlichen Zweig, sollte sie dem Brauch nach ein spontanes Wangenküsschen nicht ablehnen. Sonst, so heißt es, wird sie lang auf ihren Mr. Right warten müssen. Der Riesen-Mistelzweig ist eine weihnachtliche Aktion der InterContinental Hotels Group (IHG).

Berlin im Kussfieber: Größter Mistelzweig Deutschlands hängt in der Hauptstadt - Werbeaktion von InterContinental Hotels

Mit seinem imposanten Umfang von rund zwei Metern ist der Mistelzweig am Alexanderplatz der größte in Deutschland. Vielerorts auf der Welt findet der angelsächsische Brauch in den Wochen vor Weihnachten statt. Die Mistel, eine alte, schon bei den Kelten als heilig geltende Kulturpflanze, blüht das ganze Jahr durch – also auch im Winter. Entsprechend stehen die immergrünen Zweige für Treue und Fruchtbarkeit. Einer der ersten Aufzeichnungen nach begannen die Engländer im 18. Jahrhundert, sogenannte „Küssbälle“ aus Misteln in Türrahmen und über Esstischen aufzuhängen. Wer sich darunter trifft, küsst sich und zupft eine Beere vom Zweig, die Verlobung soll dann alsbald folgen.

Wer unter dem Zweig Zuneigung schenken will, muss dafür keineswegs nach Berlin reisen. Der Brauch hält in den nächsten Wochen auch in weiteren Städten Einzug: IHG schickt einen Fotoautomaten auf Reisen – für kostenfreie Fotogrüße unter dem Mistelzweig. Stationen: Berlin, Hauptbahnhof, 5./6.12., Hamburg, Winterdom 7./8.12., Düsseldorf, Düsseldorfer Arcaden, 9./10.12., Amsterdam/Hoofddorp (NL), Winterland, 14./15.12.

August 2013 – Mehr Preisfreiheit: In Großbritannien muss die InterContinental Hotels Group (IHG) großen Online Travel Agencies (OTA) wie Expedia und booking.com einräumen, bestimmten Kunden Rabatte auf Zimmerraten geben zu dürfen. Dies sieht ein Kompromiss vor, der nun mit dem Londoner Office of Fair Trading geschlossen wurde. Damit gibt es zwar wieder mehr Wettbewerb bei Hotelbuchungen, doch wird diese wieder gewonnene Preisfreiheit eher die Handelsmacht der OTA stärken.

IHG InterContinental Hotels Group - Logo

Die OTA dürfen also nun ohne Widerspruch der Hotels Stammkunden (die bereits mindestens einmal über das Portal gebucht haben) oder Mitglieder von Bonusprogrammen eigene Rabatte bei der Hotelbuchung einräumen. Das Office of Fair Trading begann seine offizielle Untersuchung vor einem Jahr. Damals hatte IHG Expedia und booking.com in separaten Vereinbarungen untersagt, die von den Hotels emittierten Zimmerpreise weiter rabattieren zu dürfen. Das OFT sah darin eine Behinderung des Wettbewerbs.

Der Kompromiss lässt IHG die Möglichkeit, zumindest bei Neukunden die attraktivsten Zimmerpreise über die eigenen Buchungskanäle anzubieten. Inwieweit es bei Wiederbuchern und Bonusprogramm-Mitglieder nun zu einer Rabattschlacht mit Expedia und Booking.com kommen könnte, bleibt abzuwarten.

September 2012 – Bewegung im Hotelmarketing: Die früher vielfach gepriesene Ratenparität scheint vor der Ablösung zu stehen. Durch steigenden Wettbewerbsdruck und fallende Zimmerpreise werden einheitliche Raten je Zimmerkategorie in allen Vertriebskanälen neu kalkuliert. Der Hotelverband Deutschland (IHA) ist „felsenfest davon überzeugt, dass die Parität fällt“. Dies sagte IHA-Chef Markus Luthe gegenüber der Touristik-Fachzeitschrift „fvw“.

Der Preisdruck steigt - In der Hotellerie steht die Ratenparität vor der Ablösung (Foto: Dehoga/Cordula Giese)

Das Hotelbuchungsportale hrs.de bereite sich dem Bericht zufolge auf einen Fall der vertraglich diktierten Ratenparität vor. Just diese „Best-Preis Klausel“ wird vom Bundeskartellamt beanstandet – das Ermittlungsverfahren dazu läuft noch.

Bei der Ratenparität handele es sich um eine beidseitige Wettbewerbsbeschränkung, so Luthe. Denn auch die Raten für Buchungsportale und Lastminute-Apps wie justbook.com müssten einheitlich bleiben, obwohl darin hohe Provisionen von bis zu 50 Prozent enthalten seien.

Einheitliche Zimmerraten und Preisabsprachen stehen international in der Kritik. In den Niederlanden zeigte die Verbraucherzentrale die Reiseportale expedia.com und booking.com wegen angeblicher Preisabsprachen beim Kartellamt an. In Großbritannien wurden die InterContinental Hotels Group (IHG) sowie expedia.com und booking.com deswegen abgemahnt. Und in den USA gibt es eine erstzunehmende Klage gegen Hilton, Starwood Hotels und Marriott wegen wettbewerbsverhindernden Preisvereinbarungen mit expedia.com, travelocity.com und booking.com.

Eschborn/Taunus, 01. Februar 2012
Google Hotelfinder wird wohl mächtiger als OTA und Buchungsportale: Best Western ist die erste Hotelkette in Deutschland, die eine direkte Schnittstelle zu den „Hotel Price Ads“ bei google.com und damit zum neuen Google Hotelfinder unterthält. Die ersten Hotels in den USA werden nun angebunden. Die Integration deutscher Häuser wird vorbereitet. Der Google Hotelfinder spielt im Bestreben bei Best Western, den Direktvertrieb gegenüber den Online Travel Agencies (OTS) und Hotel-Buchungsportalen zu stärken, eine wichtige Rolle. Jüngst trat Best Western International als Partner vom neuen Buchungsportal roomkey.com von Choice, Hilton, Hyatt, IHG, Marriott und Wyndham bei.

„Google hat die Potenziale im Online-Reisevertrieb erkannt und als neues eigenes Geschäftsfeld entwickelt. Inwiefern Google von Gästen als Buchungstool für Hotels aber auch Airlines künftig genutzt wird, bleibt abzuwarten. Um kein Geschäft an teurere oder externe Portale zu verlieren und Buchungsanfragen wieder auf die eigenen Buchungsseiten zu lenken, hat Best Western Ende vergangenen Jahres eine Testphase für die so genannten ‚Hotel Price Ads’ (HPA) mit Google gestartet“, sagte Carmen Dücker, Direktorin E-Business und Marketing Touristik bei Best Western Deutschland. Dadurch werden jetzt direkt buchbare Preise der einzelnen Hotels in die Profile von Google Maps, Google Places und dem künftigen Google Hotelfinder eingespielt, so dass im dortigen OTA-Umfeld nun auch Best Western direkt buchbar ist.

Allerdings ist dieser Vertriebsweg über Google im jetzigen Stadium noch unkalkulierbar, da Kosten nicht bei der getätigten Buchung geschehen, sondern nach Klicks wie bei den klassischen Google Ad-Kampagnen gezahlt wird. „Somit sprechen wir auch eher von Vermarktungskosten als reinen Vertriebskosten“, so Drücker. Fällig wird pro Klick eine Provision von 0,2 Prozent von der angefragten Summe (Hotelrate mal Anzahl angefragter Hotelübernachtungen). Daher versucht man, die möglichst niedrigste Tagesrate beim Google Hotelfinder anzeigen zu lassen, und teurere Raten zu höheren Zimmerkategorien erst in der hoteleigenen Buchungsstrecke anzugeben. Somit lassen sich die „Cost-per-click“-Aufwendungen begrenzen.

„Zusammenfassend kann man sagen: Google hat sich mit leistungsstarker Technologie auf den Internet-Reisevertrieb eingestellt. Für die Leistungsanbieter Hotels oder Airlines wird entscheidend sein, in welchem Maße Internetnutzer diese Tools künftig nutzen“, so Drücker. Eines zeichnee sich allerdings bereits jetzt ab: Mittelfristig werd es durch diese Entwicklung wieder anspruchsvoller und auch teurer, direkte Webseitenbesucher zu gewinnen. „Letztlich geht es darum, frühzeitig die Chance zu nutzen, sich an diesem Distributionsweg zu beteiligen und das Geschäft nicht Dritten zu überlassen. Und wer das Spiel mitspielen will, wird auch entsprechende Vermarktungskosten in Kauf nehmen müssen. Eine sinnvolle wirtschaftliche Abwägung dieser Marketingkosten ist jedoch selbstverständlich wie bei allen anderen Marketingaktionen auch. Dabei sein gerne – aber nicht um jeden Preis“, konstatierte E-Commerce-Expertin Carmen Drücker.

Best Western vereint weltweit über 4.000 Hotels in mehr als 90 Ländern. In Deutschland und Luxemburg zählen über 190 Häuser dazu.