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November 2013 – 2014 wird das Jahr der Social Media im Hotelmarketing: In den USA wird nun wieder ein neuer Trend gesetzt – jetzt nehmen die Loews Hotels Zimmerreservierung per Twitter an. Anrufe bei einer Reservierungszentrale oder Onlineformulare sind nicht mehr nötig.

Loews Regency Hotel New York

Sehen Sie dazu einen internationaler Report bei HOTELIER TV: http://www.hoteliertv.net/international/loews-hotels-introduces-social-reservations

Einfacher geht’s nicht: Per ein Zimmer in einem der stylischen Loews Hotels haben möchte, schickt ein ein Posting mit „#BookLoews“ an @Loews_Hotels. Ein Travel Planner meldet sich kurz darauf und klärt Einzelheiten per Twitter-Postings ab. Die Bezahlung der Kreidtkarte wird auf einer sicheren Onlineplattform (PCI-geprüft) abgewickelt; der Link dorthin kommt auch per Twitter.

Loews Blog - Wish You Were Here

Mit den „Social Reservations“ wird von Loews Hotels ein neues Kapitel im Einsatz moderner Medien aufgeschlagen. Mit den Twitter-Buchungen wolle man ein von immer mehr Gästen vielgenutztes Medium einsetzen und damit die Arbeit für eine Hotelreservierung vereinfachen, meint Piper Stevens, Director of Social Media bei Loews Hotels & Resorts. Die US-Hotelkette setzt verstärkt auf Social Media und startete nun mit dem Blog „Wish You Were Here“ (www.loewshotelsblog.com) einen neuen Informationsservice. Stevens reite fünf Monate lang von Hotel zu Hotel und dokumentierte in seinen Blog-Beiträgen die „Must-see“-Attraktionen, besten Amüsierläden und trendy Bars und Restaurants sowie Servicevorzüge in den Loews Hotels und andere Reisetipps.

November 2013 – Vor dem Hintergrund der zunehmenden Digitalisierung unserer Lebenswelten vergleicht eine neue Studie die Onlineaktivität der 100 umsatzstärksten Hotels in Deutschland. Die im Juni 2013 von dem Berliner Locationportal eventsofa.de durchgeführten Untersuchung betrachtet die Präsenz und Aktivität der Hotels in Social-Media-Kanälen und ihre digitalen Maßnahmen zur Kundenbindung. Die Studie untersucht zudem die Auffindbarkeit der Hotel-Webseiten in der Suchmaschine Google (anhand von Traffic, Backlinks, Page Rank und Sichtbarkeitsindex) sowie die Nutzung von Locationportalen im attraktiven Veranstaltungsmarkt. Den ersten Platz im Hotel-Ranking teilen sich die drei Hotels Hotel Berlin in Berlin, Kameha Grand Bonn und das Sheraton Frankfurt Airport Hotel & Conference Center. Alle drei Hotels pflegen eine Präsenz in allen fünf untersuchten Social-Media-Kanälen (Facebook, Google , Twitter, Pinterest, Foursquare). Die Studie, eine Zusammenfassung und das Ranking der untersuchten Hotels stehen hier zum Download bereit: www.eventsofa.de/l/social-media-hotel-online-marketing-studie.html

Onlinebuchung (Foto: Ben Chams/fotolia.com)

Während Facebook im Marketing-Alltag der Hotels angekommen ist, stellt Google für die meisten Neuland dar. So betreiben 89 Prozent der Hotels eine eigene Facebook Fanpage und haben durchschnittlich 3.127 Fans. Bei Google sind dagegen nur 37 Prozent der umsatzstärksten Hotels vertreten. Die Anzahl der 1 beträgt im Durchschnitt 48. Kaum mehr Hotels nutzen den Kurznachrichtendienst Twitter (45 Prozent der Hotels mit durchschnittlich 310 Followern). Das digitale Pinnwand-Netzwerk Pinterest wird nur von sechs Prozent der Hotels genutzt.

„Insgesamt zeigt die Studie, dass im Online-Marketing ein großes ungenutztes Potenzial für Hotels liegt“, erklärt Stefanie Jarantowski, Co-Autorin der Studie. „Allein durch aktive Präsenzen auf Google , Pinterest und Twitter könnten Hotels ihre digitale Sichtbarkeit enorm steigern. Im Endeffekt geht es darum Online von der Zielgruppe gefunden zu werden und den gewünschten digitalen Fingerabdruck zu hinterlassen“, so Jarantowski weiter.

Bei der Sichtbarkeit in der Suchmaschine Google unterscheiden sich die Hotels stark voneinander. Zieht man beispielsweise den Sichtbarkeitsindex zu Rate erreichen ‚Center Parcs Bungalowpark Hochsauerland und ‚Center Parcs Bungalowpark Bispinger Heide’ mit einem Wert von 7,22 die höchste Punktzahl, während Sofitel München Bayerpost einen Wert von 0 hat.

Betrachtet man weitere Online-Faktoren zur Kundenbindung wie Blog und Newsletter fällt auf, dass die Hotelketten zu Lasten der Individualität der Einzelhotels dominieren: 72 Prozent der Hotels nutzen einen einheitlichen Newsletter der Hotelkette, wohingegen nur 20 Prozent einen eigenen Newsletter anbieten. Beim Thema Hotel-Blog sind es nur acht Prozent der Hotels, die einen individuellen Blog führen.

Positiv fällt auf, dass Hotel-Apps zunehmende Bedeutung für die Hotels erlangen. So bieten 63 Prozent der Hotels eine Hotelketten-App an. Das gleiche Bild zeigt sich bei den Locationportalen: Die meisten Hotels sind mindestens auf einem Locationportal vertreten. Mit 31 Prozent ist der größte Anteil bei zwei Portalen vertreten. Nur vier Prozent sind auf keinem der untersuchten Portale zu finden.

Oktober 2013 – Social Media prägen den Tourismus: „Auf dem Weg nach Paris“ und „tolles Wetter heut auf Teneriffa“, Fotos vom Traumstrand und der Clubnacht auf Ibiza, ein Schnappschuss vom exotischen Thai Food – millionenfach jeden Tag auf Facebook, Twitter, Google+, Instagram und Co. zu finden. Mittlerweile postet mehr als jeder dritte Deutsche (35%) während einer Reise Fotos oder Kommentare auf sozialen Netzwerken. Das ergab eine repräsentative Umfrage von lastminute.de unter mehr als 1.000 Erwachsenen in Deutschland. Die Umfrage zeigt auch, dass Frauen dabei aktiver sind als Männer (37 vs. 34%) und dass vor allem die 18- bis 24-Jährigen (53%) sowie noch mehr die 25- bis 34-Jährigen (55%) gern ihre Erlebnisse von unterwegs teilen. Mit zunehmendem Alter nimmt dieses Mitteilungsbedürfnis über das Internet ab – jedoch ist es keinesfalls so, dass es gar nicht vorhanden ist: bei jenen über 55 Jahren teilt mehr als jeder Fünfte (21%) während des Urlaubs Erlebnisse oder Fotos auf Social-Media-Kanälen.

Social Media - Tourismus - Reisen

Am wichtigsten ist den Deutschen bei ihren Urlaubsposts das Teilen von Erlebnissen und Empfehlungen: damit andere sehen wie schön die Reise ist (59%), dass Familie sowie Freunde daheim die Reise verfolgen (59%) und Tipps mit anderen geteilt werden können (37%). Nach diesen Top 3 folgt die Selbstdarstellung: Andere sollen die neuen Urlaubsbekanntschaften sehen (19%) und wie toll das Leben ist (16%, Männer 21% und Frauen 13%) – wichtig dabei sind auch anerkennende Kommentare für all das (16%). Ausgeprägt ist das vor allem bei den unter 25-Jährigen, die sich wünschen, dass andere sehen, wie schön ihr Leben ist (33%) und dazu positive Kommentare abgeben (29%). Mehr als doppelt so wichtig ist dieser Altersgruppe auch, dass andere neidisch werden beim Anblick ihrer Urlaubsposts (25% gegenüber 11% der Gesamtbevölkerung). Übrigens wird, wenn es um den Urlaub geht, auf Social-Media-Kanälen nicht nur „geteilt“, sondern gern auch mal „gefeilt“: 14 Prozent wollen auf Urlaubsposts besser oder schlanker rüberkommen (Männer 10% und Frauen 17%) und jeder zehnte möchte vermitteln, mehr unternommen zu haben, als es tatsächlich der Fall war oder auch, dass die Reise teurer wirkt (5% – Männer 7% und Frauen 4%). Sechs Prozent schließlich legen es darauf an, den oder die Ex eifersüchtig zu machen – den höchsten Wert haben hier jene zwischen 45 und 54 Jahren (8%).

Jeder Dritte fühlt sich von Social Media Urlaubsposts inspiriert und will spontan verreisen
Und wie nehmen die ‚Freunde‘, ‚Fans‘ und ‚Follower‘ diese Urlaubsposts wahr? 56 Prozent der Deutschen schauen sie an: Vor allem Frauen (61% gegenüber 52% bei Männern) und die jüngere Generation (78% der 18- bis 24-Jährigen) – aber auch bei über 55-Jährigen folgt fast jeder zweite auf Social-Media-Kanälen Reiseposts anderer (44%). Insgesamt gönnen mehr als vier von zehn von ganzem Herzen dem Urlauber seinen Spaß (42%) und fast gleich viele freuen sich über den Gruß von unterwegs (41%) oder machen dazu einen netten Kommentar (40%). Danach folgt auch schon die Inspiration: Mehr als jeder Dritte (36%) wäre gern auch sofort an solch einem Urlaubsort und beinahe genauso viele fühlen sich inspiriert und wollen auch verreisen (33%). Fast jeder vierte schätzt darüber hinaus, auf diesem Weg Reisetipps zu erhalten (23%). Immerhin mehr als jeder Siebte (14%) wird neidisch – fast dreimal so viele sind es bei jenen unter 25 Jahren (37%).

Nutzung von Social Media macht unhöflich – Anonymität im World Wide Web erleichtert es, gemein zu sein
Die verstärkte Nutzung von Social Media lässt viele User ihre guten Manieren vergessen. Zu diesem Schluss kommt eine neu erschienene Erhebung von Insights West. Demnach machen 80 Prozent der Befragten Social Media und neue Technologien für das wachsende unzivilisierte Verhalten verantwortlich. Psychologen und Befragte sind sich jedoch einig, dass Social Media schlechte Manieren zwar nicht direkt entstehen lässt, es durch die Anonymität im Web aber einfacher wird, Bosheiten schnell und weitläufig zu verbreiten.

„Anonymität ist ein enthemmender Faktor. In ihrem Schutz fällt die Scheu, die uns face-to-face von bösen Worten abhalten würde“, sagt Bernad Batinic, JKU-Institutsvorstand für Psychologie http://jku.at , gegenüber pressetext. Auch mangelnde Medienkompetenz und das Bedürfnis etwas auszuprobieren, das in der Realität zu riskant wäre, seien Gründe für ungebührliches Verhalten im Web. „Andererseits bietet jene Anonymität aber auch die Möglichkeit, sich online viel mehr zu öffnen, als man es vielleicht in der direkten Kommunikation tun würde.“

Peter Chow-White, Universitätsprofessor für Kommunikation, ist sich außerdem sicher, dass die Online-Welt mehr über die Persönlichkeit und tatsächlichen Gedanken eines Users aussagt als über den Weg der Kommunikation. Die Hürden, Unhöflichkeiten zu äußern, sind online viel geringer, da man sich dort hinter einer anonymen Identität verstecken kann. YouTube hat dieses Problem mittlerweile erkannt und ändert seine Einstellungen für Videokommentare.

Junge besonders betroffen
Neue Technologien und Social Media machen sonst versteckte Negativität sichtbar, und gerade junge User leiden besonders oft unter den Tücken, die das Internet für die Kommunikation mitbringt. Kaum verwunderlich, wenn Mobbing und dreiste Bemerkungen auf der Tagesordnung stehen. Fehlender persönlicher Kontakt macht es zudem schwierig, nonverbale Kommunikationsmerkmale wie die Tonlage oder Gesten unverfälscht zu vermitteln.

Oktober 2013 – Social Media Hotels sind im Trend. Auf Mallorca gibt es das erste „Twitter Hotel“ und in Sydney wurde nun das weltweit erste „Instagram Hotel“ eröffnet. Das 1888 Hotel in der australischen Metropole schenkt jedem Gast, der mindestens 10.000 Follower bei dem Internet-Fotodienst hat, eine Übernachtung gratis. Man kann sich auch eine Gratisübernachtung bei einem monatlich stattfindenden Fotowettbewerb erkämpfen. Ziel ist es, dass das neue Haus der 8 Hotels Group ständig bei Instagram promotet wird. Sehen Sie dazu Reports bei HOTELIER TV: www.hoteliertv.net/hotelmarketing.

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Eine neue Idee ist auch der „Insta Walk“: Per Instagram-Fotos werden die beliebtesten Sehenswürdigkeiten rund um das 1888 Hotel gezeigt. Hotelgäste werden auch zu Hoteldesignern: Die besten Fotos auf Instagram werden auf den Hotelzimmern aufgehängt. Damit folgt das neue Hotel dem Mitmachtrend im Internet.

Das Melia Hotel Sol Wave House in Calvia auf Mallorca hat sich unlängst als erstes „Twitter Hotel“ der Welt positioniert. Das 184-Zimmer-Hotel wurde im Sommer vergangenen Jahres eröffnet und will nun als „Tweet Experience Hotel“ die Gäste im nur per Hotel-Wlan erreichbaren Twitterkanal „#Social Wave“ miteinander bekannt machen. Zudem wurden bei Online-Concierges abgestellt, die Servicewünsche und Anfrage via Twitter beantworten. Zudem gibt es exklusiv für Twitter-Nutzer das Eventkonzept „#PartySuites“ mit Champagner und reduzierten Cocktails für bis zu vier Personen. Immer freitags findet die „#TwitterPoolParty“ statt.

August 2013 – Dreh- und Angelpunkt sind Social Media: Wie man mehr Direktbuchungen erzeugt, zeigt eine Grafik des ÖHV. Über moderne, interaktive Medien wie Hotelbewertungsportale, Facebook, Twitter, Youtube oder Business-Netzwerke wie Xing und Linkedin macht man auf sein Hoteo aufmerksam. Durch geschickte Verknüpfung der Buchungstechnologien und professionelle Suchmaschinenoptimierung lassen sich (provisionsfreie) Direktbuchungen auf der Hotel-Homepage steigern. Ende September findet dazu ein Lehrgang statt.

Optimierung der Online-Präsenz im Hotel

„Online buchbare Angebote und eine professionelle Kommunikation über soziale Kanäle sind essentielle Voraussetzungen um den Direktvertrieb auf der eigenen Webseite zu steigern und so die Anzahl der Buchungen zu maximieren“, sagte Thomas Brenner, Co-Geschäftsführer der ÖHV Touristik Service GmbH. Ohne professionelles Marketing gehe es heute nicht mehr. Nur wer sein Wissen über Online Marketing stets erweitere und auf den neuesten Stand bringe, verschaffe sich den wichtigen Vorsprung auf die Konkurrenz.

„Einerseits sind Soziale Netzwerke für viele Konsumenten eine Inspirationsquelle und Entscheidungshilfe. Andererseits bietet Social Media für Unternehmen eine einfache und direkte Möglichkeit, sich authentisch zu präsentieren, Ansprechpartner zu sein und den USP hervorzuheben sowie positives Feedback zu generieren. Gerade letzteres ist ein wichtiger Punkt im Tourismus: Gästen die Möglichkeit zu bieten, ihrer Zufriedenheit Ausdruck zu verleihen. Genauso aber auch auf Kritik professionell reagieren und sie so entschärfen zu können“, erklärte Karim Bannour, Fachreferent des ÖHV-Lehrgangs. „Es macht auch keinen Sinn, nach dem Gießkannenprinzip zu arbeiten oder sich von vornherein auf Facebook zu konzentrieren. In meinen Vorträgen lernen die Teilnehmer mit Strategie und Konzept heranzugehen: Welche Plattformen gibt es, welche sind für sie relevant, wo können sie neue Gäste akquirieren und welche Tools erleichtern die Social Media Betreuung“, ergänzt Bannour.

August 2013 – Reiseanbieter, die ihre Präsenz und ihr Image im Web 2.0 erfolgreich steuern wollen, sollten sich stark in Blogs und Foren engagieren. Denn in diesen Sozialen Medien sind sie viel häufiger Thema als bei Facebook und Twitter. Das zeigt die Benchmarkstudie „Die besten 15 Reiseanbieter im Web“ der Kommunikationsberatung Faktenkontor.

Reiseanbieter müssen in Social Media wie Blogs und Foren präsent sein, laut einer aktuellen Studie von Faktenkontor
Reiseanbieter müssen in Social Media wie Blogs und Foren präsent sein, laut einer aktuellen Studie von Faktenkontor

30 Prozent aller Erwähnungen der 15 in der Studie untersuchten Reiseanbieter auf Facebook, bei Twitter, in Foren, Blogs und Online-News entfallen auf Blogs, weitere 27 Prozent auf Online-Foren. Nennungen in Twitter-Tweets machen hingegen nur 13 Prozent aus, auf Facebook sogar nur sieben Prozent.

Blogs sind für die Reiseanbieter besonders interessant, da sie hier am häufigsten unter den betrachteten Kanälen in positiver Stimmung erwähnt werden. 7,2 Prozent aller Erwähnungen erfolgen hier in guter Tonalität, gleichzeitig sind Nennungen in negativer Stimmung hier mit 0,7 Prozent besonders selten.

In den Online-Foren ist ein intensives Engagement vor allem notwendig, um einer schlechten öffentlichen Darstellung aktiv entgegenzuwirken. Denn hier erfolgt mit nur drei Prozent der geringste Anteil der Erwähnungen in positiver Stimmung. Gleichzeitig ist mit 1,6 Prozent der höchste Anteil von Nennungen in negativer Tonalität in den Foren zu finden.

Dominanz der Großen: Aida Cruises, TUI und Thomas Cook werden im Web 2.0 und Online-News häufiger genannt als alle anderen Reiseanbieter zusammen
Dominanz der Großen: Aida Cruises, TUI und Thomas Cook werden im Web 2.0 und Online-News häufiger genannt als alle anderen Reiseanbieter zusammen

Unter den fünf im Gesamtranking der Studie bestplatzierten Reiseanbietern schneidet Expedia in den Blogs am besten ab – das Online-Reisebüro erreicht hier mit 16,4 Prozent positiver Erwähnungen mehr als das doppelte vom Branchendurchschnitt. In den Foren bringt es AIDA mit 3,3 Prozent auf die meisten positiven Erwähnungen unter den Top5-Reiseanbeitern – mit 2,9 Prozent gleichzeitig aber auch den höchsten Anteil von Nennungen in negativer Stimmung.

Die Social-Media-Benchmarkstudie „Die besten 15 Reiseanbieter im Web“ des Faktenkontors wertet die Kommunikation über 15 beliebte Reiseanbieter und Reiseportale im Internet aus. Zehntausende Online-Nachrichten und über eine Million Social-Media-Quellen inklusive Twitter, Facebook, Foren und Blogs wurden semantisch analysiert und nach den vier Schlüsselwerten Aufmerksamkeit, Ansehen, Akzeptanz und Präferenz bewertet. Analysiert wurde der Zeitraum vom 1. November 2012 bis zum 31. Mai 2013.

Gastbeitrag von Benjamin Jost/TrustYou

Mehrere Medien, darunter RTL sowie „Süddeutsche Zeitung“, haben in den vergangenen Tagen darüber berichtet, dass Hoteliers in Europa mit einer neuen Geschäftsmasche erpresst werden. Wenn sie kein Geld zahlen, drohen die Erpresser damit, negative Bewertungen in Online-Portalen zu schreiben, um so den Hoteliers zu schaden. Viele sind nämlich verunsichert, wissen nicht, wie sie sich dagegen wehren können.

Keine Angst vor Erpressungsversuchen mit negativen Online-Bewertungen - Social Media-Experte Benjamin Jost macht Hoteliers Mut und gibt Tipps
Keine Angst vor Erpressungsversuchen mit negativen Online-Bewertungen – Social Media-Experte Benjamin Jost macht Hoteliers Mut und gibt Tipps

Social-Media-Experte Benjamin Jost, der vor fünf Jahren das Unternehmen TrustYou gegründet hat, das sich um das Online Reputation Management von Hotels und Destinationen weltweit kümmert, gibt den Hoteliers folgende Tipps:

  1. Nicht panisch reagieren. Lassen Sie sich nicht von den Erpressern überrumpeln. Der Besitzer des Hotels Alpenrose in Bayrischzell beispielsweise hat sich richtig verhalten. Stefan Menig erhielt mehrmals annomye Anrufe, in denen er aufgefordert wurde, 1.000 Euro auf ein niederländisches Konto überweisen, sonst werde er derart schlechte Bewertungen bei einem der wichtigsten Online-Portale bekommen, dass seine Weiterempfehlungsrate auf unter 60 Prozent sinke. Menig bewahrte kühlen Kopf und handelte nicht unüberlegt.
  2. Kein Geld an die Erpresser zahlen, sondern versuchen, Beweise zu sammeln. Stefan Menig zahlte nicht, sondern versuchte, den Gaunern, die mit falschen Namen und verschleierten Internet-Adressen agierten, auf die Schliche zu kommen. Auch wenn deren Spuren nur schwer nachzuverfolgen sind, ist dies einen Versuch allemal wert. Vor allem dann, wenn Hoteliers wie Stefan Menig vor Gericht ziehen wollen, sind Beweise wichtig.
  3. Kümmern Sie sich aktiv um Ihre Online-Reputation. Wie wichtig die ist, versteht inzwischen auch Stefan Menig von der Alpenrose in Bayrischzell nach den Erpressungsversuchen bestens. Denn immer mehr Gäste, die spontan irgendwo ein lauschiges Wochenende verbringen wollen, nehmen die Weiterempfehlungsrate in einem Online-Portal oder Internetforum als Maßstab für ihre Entscheidung, ob sie ein bestimmtes Hotel buchen oder nicht. Und das tun immer mehr Reiseveranstalter auch. Liegt die Weiterempfehlungsrate wie im Fall der Alpenrose bei 55 Prozent, fliegt das Hotel aus dem Programm der Reiseveranstalter – egal, ob der Grund dafür echte oder gefälsche Online-Bewertungen sind. Ärger für die Hoteliers kommt inzwischen auch von einer ganz anderen Seite: Städte und Gemeinden erkennen ebenfalls zunehmend, wie wichtg eine gute Online-Reputation für ihren Ort ist. Fällt ein Hotel durch negative Online-Bewertungen auf – egal, ob gerechtfertigt oder nicht – schaut, wie im Fall von Stefan Menig, jemand von der Gemeindeverwaltung vorbei und fordert den Hotelier auf, die „Missstände“ zu beseitigen, damit das Image des Ortes keinen Makel erhält. Wie hilft mir die Online-Reputation gegen Betrüger, fragen Sie sich jetzt vielleicht? Ganz einfach: Je mehr echte Online-Bewertungen Sie von Gästen erhalten, desto schwieriger und aufwändiger wird es für Erpresser, Ihre Bewertung zu manipulieren. Dazu ein konkretes Beispiel: Gibt es über Ihr Hotel nur zwei Bewertungen in einem Online-Portal und jemand schreibt eine negative, sinkt ihre Bewertung dramatisch. Sind dagegen schon 50 Bewertungen über ihr Hotel online, fällt eine negative Bewertung nicht so sehr ins Gewicht. Einen zusätzlichen Sicherheitspuffer schaffen Sie sich, wenn es Ihnen gelingt, von unterschiedlichen Plattformen möglichst viele Bewertungen zu erhalten.
  4. Und so kümmern Sie sich aktiv um Ihre Online-Reputation:
    • Animieren Sie Ihre Gäste dazu, ihren Aufenthalt zu bewerten. Senden Sie ihnen eine Mail mit einem kurzen Bewertungsfragenbogen, verweisen Sie auf bekannte Online-Portale, auf denen die Gäste dann bewerten können, wie es ihnen in Ihrem Hotel gefallen hat.
    • Reagieren Sie auf möglichst viele Bewertungen, egal, ob sie negativ oder postiv sind. Das ist wichtig, denn aktuellen Studien zufolge beeinflussen die Hotel-Bewertungen die Entscheidung von 83 Prozent aller Online-Buchungen. 49 Prozent der Kunden würden kein Hotel buchen, zu dem es keine Bewertungen gibt.
  5. Schauen Sie, was Ihre Mitbewerber tun, um ihre Online-Reputation zu steigern. Vielleicht locken die ja mit kleinen „Goddies“, um mehr Gäste zu einem Kommentar zu bewegen, oder entschuldigen sich nett, wenn etwas in ihrem Hotel nicht geklappt hat.

Wenn Sie diese fünf Tipps beherzigen, kommen Sie schon ziemlich weit und machen es Erpressern deutlich schwieriger, mit ihrer Geschäftsmasche Geld zu machen. Weitere Informationen zum Thema Online-Reputation unter www.trustyou.com