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Januar 2013 – Mobile Hotelbuchung gehört die Zukunft. HRS-Chef Tobias Ragge erwartet einen massiven Zuwachs an Zimmerreservierungen über Apps und mobile Websites. „Wir gehen davon aus, dass bereits im Jahr 2014 rund 20 Prozent der HRS Kunden ihr Hotelzimmer über ein mobiles Endgerät buchen werden“, notiert der Chef des größten europäischen Hotelbuchungsportals in einem Newsletter an Firmenkunden.

App Hotels Now - HRS erwartet massiven Zuwachs bei mobilen Hotelbuchungen
App Hotels Now – HRS erwartet massiven Zuwachs bei mobilen Hotelbuchungen

Die HRS-Apps zählen zu den am häufigsten heruntergeladenen Reise-Applikation, behauptet Ragge. Mittlerweile seien die kleinen Programme für 17 mobile Plattformen ausgestaltet. HRS will weiter in diese Technologie investieren. „Schließlich wird das Thema Mobilität in Zukunft noch größere Bedeutung erlangen“, so Ragge.

Für Firmenkunden will HRS in diesem Jahr seine Rolle als Full-Service-Dienstleister ausbauen. Die Angebote reichen vom Hoteleinkauf bis zu Paymentlösungen. Mit dem Service „Intelligent Sourcing“ werden Unternehmen mit hohem Reisevolumen beim strategischen Hoteleinkauf unterstützt. „Dank vierzigjähriger Marktexpertise verfügen wir über umfangreiche Benchmark-Informationen, die wir gewinnbringend für Sie einsetzen. Für Pilotkunden wie BearingPoint erzielten wir so Einsparungen in Höhe von rund zehn Prozent. Gern beraten wir auch Sie in puncto Hotelportfolio-Optimierung“, berichtet Ragge.

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November 2012 – Bei hrs.de wird alles neu: Der neue Algorithmus zur Hotelsuche stellt nun vor allem die am besten bewerteten Hotels nach oben. Um diese noch stärker hervorzuheben wurde das neue Siegel „Top Quality Hotel“ eingeführt. Wie die Gewichtung aller Kriterien beim Suchalgorithmus erfolgt, wurde bislang nicht offen gelegt. Die Gästebewertungen seien nur eins von mehreren Dutzend Kriterien, die für die Empfehlung berücksichtigt werden, erläuterte eine Unternehmenssprecherin gegenüber diesem Fachportal. „Dazu gehören neben dem Preis beispielsweise auch die Ausstattung des Hotels, die Angebotsvielfalt (zum Beispiel Angebot von Hot-Deal-Raten oder Firmenrabatten), kostenlose Zusatzleistungen (z.B. Wlan oder freies Parken), ausführliche Darstellung des Hotels (z. B. viele Bilder) und gute Verfügbarkeit des Hauses.“

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Hrs.de ändert Hotel-Suche: Ausgerechnet Gästebewertungen sollen Auflistung bestimmen – Hälfte der Hoteliers kämpfen mit gefälschten Hotelbewertungen

Die neue Hotelsuche ergibt ein kunterbuntes Ergebnis. Wer heute ein Doppelzimmer zum Beispiel in Köln buchen möchte, bekommt als Top-Empfehlung das Savoy Hotel Köln (DZ ohne Frühstück; 147,49 Euro) genannt. Auf Platz zwei folgt das Altstadthotel Lint (DZ: 66 Euro o.F.), auf Rang drei das Hotel 1000 (DZ: 90 Euro o.F.). Das topgelistete Hotel Savoy (geleitet von Gisela und Daniela Ragge) trägt das neue Siegel „Top Quality Hotel“.

Neue HRS-Hotelsuche: Nicht der Preis, sondern Hotelbewertungen entscheiden über die Auflistung

Die Hotelbewertungen bei hrs.de seien „authentisch“, betonte die Firmensprecherin. Bei dem Hotelbuchungsportal „können nur Gäste, die auch tatsächlich in dem jeweiligen Hotel übernachtet haben, eine Bewertung abgeben“. Hierzu erhalten die Gäste nach dem Aufenthalt einen Link, über den sie ihre Meinung über das Hotel abgeben können. Vor der Veröffentlichung würden alle Texte durch automatisierte Filtersysteme auf Schimpfwörter usw. kontrolliert und bei Auffälligkeiten von einem mehrköpfigen Redaktionsteam überprüft, heißt es. Auch die Hotels haben die Möglichkeit die Anmerkungen der Gäste nach der Veröffentlichung zu kommentieren. „Da bei hrs.de erst ab fünf Bewertungen ein Durchschnittswert in der Trefferliste angezeigt wird, erhalten Kunden einen repräsentativen Eindruck“, so die offizielle Auskunft.

Die neue „Top Quality Hotel“-Auszeichnung wird an Hotels verliehen, die sich durch eine besonders hohe Kundenzufriedenheit, flexible Buchungsbedingungen, kostenfreie Zusatzleistungen sowie den tagesaktuell günstigsten verfügbaren Zimmerpreis auszeichnen. „Unsere Erfahrung zeigt, dass für den Kunden nicht ausschließlich der Preis zählt. Die Qualität wird für den Kunden immer wichtiger. Daher möchten wir mit dem neuen Qualitätssiegel die Hotels hervorheben, die die für unsere Kunden entscheidenden Qualitätskriterien konsequent und dauerhaft in den Fokus rücken“, sagte Geschäftsführer Tobias Ragge

März 2012 – Es gab intensive Gespräche und Verhandlungen: Nun rudert Tobias Ragge, Chef der HRS-Gruppe, zurück. Neuralgische Punkte in den heute in Kraft getretenen AGB für hrs.de, hotel.de und tiscover.com werden entschärft. Das elektronische Lastschriftverfahren ist nicht mehr ein Muss. Und die sog. Meistbegünstigungs-Klausel (Zang zur Verfügbarkeit von Zimmern) gelte nur teilweise. Dies gab Ragge heute bekannt.

Adhoc-Umfrage: HRS und hotel.de mit neuen AGB und höheren Provision
Bitte nehmen Sie teil! (Dauer: 1 Minute):
https://www.surveymonkey.com/s/CP6GNQK
Die Ergebnisse werden in der Onlineausgabe von Top hotel (www.tophotel.de) veröffentlicht.

Damit versucht der Sohn des HRS-Gründers Robert Ragge die Kuh vom Eis zu holen. Das familiengeführte Unternehmen stand seit Wochen aufgrund der Provisionserhöhung auf 15 Prozent und den neuen Zwängen in den AGB stark in der Kritik. Die anhaltende Berichterstattung auch in Leitmedien dürfte nicht zum positiven Image des Unternehmens beigetragen haben.

Die in den AGB nun geltende Verfügbarkeitsparitöt habe „zu falschen Schlussfolgerungen“ geführt, sagte Ragge. „Selbstverständlich können Hoteliers bei hoher Auslastung ihre Zimmer nur noch über die eigenen Vertriebskanäle anbieten. Hrs.de bezieht die Klausel hinsichtlich Verfügbarkeit ausschließlich auf hotelfremde Vertriebskanäle. Gleichzeitig erwarten wir, wenn neben dem Eigenvertrieb auf anderen Vertriebskanälen noch Zimmer verfügbar sind, dass wir das Zimmer zu den gleichen Konditionen auf hrs.de anbieten können“, so Ragge.

„Missverständnisse“ wurde bei hrs.de immer wieder ins Feld geführt. So sei zum Beispiel die Bestpreis-Klausel (Ratenparität) bereits seit der offiziellen Abmahnung durch das Bundeskartellamt ausgesetzt; d.h. verstoßen Hotelpartner dagegen, verzichte man auf Sanktionen. Dies wurde allerdings vielen Hotelpartnern erst später klar. Als dann noch eine Einstweilige Verfügung durch das Oberlandesgericht Düsseldorf – initiiert von justbook.com – folgte, war klar, dass der Zwang zur Ratenparität rechtlich wohl nicht haltbar sein würde.

Allerdings will Ragge auf der Bestpreis-Klausel beharren. Er sehe hier „keinen Verbesserungsbedarf“. Diese Bestimmung beziehe sich lediglich auf vergleichbare Produkte und Preise, die auch bei hrs.de angeboten werden, heißt es sybillinisch. Nicht darunter fallen würden Produkte, die nicht bei hrs.de angeboten würden, so zum Beispiel Economy-Zimmer. Auch Arrangements oder Spezialraten seien nicht Teil der Bestpreis-Regel. Mit anderen Worten: Auch hier will Ragge offenbar zurück rudern.

Die in den AGB geforderte Kontoabbuchung wird zunächst nicht umgesetzt. Bis zum 1. Juli 2012 gebe es eine Übergangsfrist: Alle Hotelpartner könnten sich bis dahin für das elektronische Lastschriftverfahren oder die Überweisung (wie bisher) entscheiden. Allerdings hätten sich bereits zwei Drittel der deutschen Hotelpartner für die Kontoabbuchung entschieden, wies Ragge hin.

Februar 2012 – Mit seinen für den 1. März geplanten Änderungen der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) verärgert das eigenen Angaben nach „führende Buchungsportal Europas“ hrs.de die Hotelverbände der DACH-Region. Deren geplante Gegenmaßnahmen reichen vom Boykott über das Forcieren der hoteleigenen Webseite bis hin zu einem Schweizer Konkurrenzportal. „Wir sind enttäuscht, dass die Hotellierverbände so ein Fass aufmachen“, meinte Tobias Ragge, Chef von hrs.de, gegenüber der Nachrichtenagentur Pressetext.

Ich pfeif auf teure BuchungsportaleHrs.de wurde kürzlich vom Bundeskartellamt wegen der seit Jahren geltenden Bestpreis-Klausel angemahnt. Diese sei eine „Gefahr für den Wettbewerb“, heißt es. Kurz darauf folgte eine vom Lastminute-Hotelvermarkter justbook.com erwirkte Einstweilige Verfügung gegen diese Klausel. Sie sei „kartellamtswidrig und nicht“, so das vorläufige Urteil des Oberlandesgerichtes Düsseldorf. Die Bestpreis-Bestimmung ist damit bis auf Weiteres ausgesetzt.

Alles zu den neuen AGB lesen Sie hier:
http://www.tophotel.de/index.php?4f1d9776811fa|1

Ähnlich wie unlängst Lars Schlecker war Tobias Ragge eigens nach Wien gereist, um die aufgebrachten Gemüter in der Hotellerie der Alpenrepublik zu beruhigen, schloss dabei allerdings ein Abgehen vom weithin kritisierten Weg aus. „Wir müssen betriebswirtschaftliche Anpassungen vornehmen und diese Innovationen als Kosten weitergeben“, so Ragge. Man dürfe hrs.de weder die Struktur des Marktes ankreiden noch die Preise. „Hrs ist ein Online-Shop und kein Händler.“

Sehen Sie dazu bei HOTELIER TV: hrs.de eine Gefahr für den Wettbewerb
http://www.youtube.com/watch?v=yJrPhtF_AhQ

Höchste Emotionalität hat die sogenannte Bestpreis-Garantie in den neuen AGB hervorgerufen. Dabei erwartet die Buchungsplattform von ihren rund 250.000 Hotelpartnern grundsätzlich die günstigsten Zimmerpreise zur Vermittlung zu bekommen. Wenngleich darin vom deutschen Bundeskartellamt wie zur Freude des Hotelverbandes Deutschland (IHA) bereits als wettbewerbsbehindernd abgemahnt, pocht der Geschäftsführer weiter darauf. „Hrs kann kein kostenloser Traffic-Motor für die hoteleigenen Webseiten werden.“

Preisspirale befürchtet
Gleichfalls viel Staub wirbelt die geplante Provisionserhöhung von zwölf auf 15 Prozent auf, denn die Hotelliers befürchten den Beginn einer Preisspirale. Dem widerspricht Ragge und gibt zu bedenken: „Auch die Buchung über die hoteleigene Webseite ist nicht gratis. Je nach Buchungsrate entstehen dem Hotelbetreiber Vertriebskosten von 20 bis 25 Prozent.“ Hrs.de wolle weiterhin das beste Buchungsportal für Mittelstandshotels bleiben und Hotelketten nicht bevorzugen.

Hrs-Chef Tobias Ragge auf Vermittlungstour in Wien (Foto: fotodienst.at/Molner)
Hrs-Chef Tobias Ragge auf Vermittlungstour in Wien (Foto: fotodienst.at/Molner)

Auch in der Schweiz hat sich hrs.de großen Unmut zugezogen, so Susanne Daxelhoffer vom Dachverband Hotelleriesuisse im Gespräch mit Pressetext. „Wir raten aber von einem Boykott ab und empfehlen, die hoteleigene Webseite zu forcieren.“ Dies sei immer noch der beste Weg zum Kunden und provisionsfrei. Zudem wolle man als eine „schlagkräftige Alternative“ in Zusammenarbeit mit Schweiz Tourismus und Schweizer Bundesbahnen die provisionsniedrigere Buchungsplattform von STC weiter stärken.

Hrs.de gilt mit seinen Partnerportalen tiscover.com und hotel.de und 1.100 Mitarbeitern als Marktführer bei Hotelbuchungen in Europa und verzeichnet monatlich über zehn Millionen Besuche. 64 Mitarbeiter sorgen für Hotelbeschreibungen in 32 Sprachen aus 180 Ländern. Als bei weitem teurere Alternativen nennt Ragge den Google Hotelfinder und roomkey.com, eine Meta-Suchmaschine der sechs größten US-Hotelketten. Der Deutsche glaubt, dass schon 2014 mehr Zimmerbuchungen über das Handy erfolgen als über den PC.

Februar 2012 – Das Bundeskartellamt mahnt HRS wegen der Bestpreis-Klausel in den AGB ab – noch vor der Erweiterung dieser Bestimmung zum 1. März. Nun laufen Gespräche im Hintergrund. Das Ergebnis ist noch offen – aber fest steht, daß „diese Klauseln eine Gefahr für den Wettbewerb“ darstellen, so das Kartellamt. Veränderung tut not – bei HRS und unter den Hoteliers, die erst jetzt – die Bestpreis-Klausel gibt es bereits seit 2006 – sich lautstark beschweren.