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Schlagwort-Archive: Tourismus

Dezember 2016 – Das Buchen von Flügen und Hotels im Internet ist ein wichtiges Geschäft für deutsche Reiseanbieter und Touristikkonzerne – mehr als jeder Dritte bucht Urlaubsreisen inzwischen online (Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen, 2015). Auch der Suchmaschinenriese Google hat dieses Segment für sich entdeckt und bietet mit „Google Flights“ und „Hotel Ads“ eigene Reisesuchmaschinen an. Wie die Strategie des Technologiekonzerns für die Zukunft aussieht und welche Konsequenzen das Google-Angebot für den deutschen Reisemarkt hat, hat Marion Rehor von der Internationalen Hochschule Bad Honnef · Bonn (IUBH) gemeinsam mit dem Verband Internet Reisevertrieb (VIR) in ihrer Masterarbeit anhand von Expertenbefragungen untersucht. Eines der Ergebnisse: Googles Marktanteil wird weiter wachsen – wer sich auf diesen Wettbewerb einlassen will, muss sein Serviceangebot verbessern.

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Marion Rehor analysierte in ihrer Masterthesis Googles Reisesuchmaschinen

Der Einfluss von Google auf den Reisemarkt wird weiter zunehmen
„Nach Einschätzung der Experten wird der Marktanteil der Reisesuchmaschinen von Google in den kommenden Jahren deutlich steigen“, so Rehor, „allein schon aus dem Grund, weil Google seine eigenen Angebote prominent platzieren kann. Dieser Trend wird noch zusätzlich verstärkt, da Google in den nächsten Jahren weitere touristische Suchmaschinen entwickeln und damit noch mehr Bereiche der Urlaubsplanung abdecken wird“. Die Experten erwarten beispielsweise Suchmaschinen für Mietautos, Pauschalreisen oder Events.

Allerdings möchte Google aus Expertensicht bei seinem Kerngeschäft Suchmaschinen bleiben: „Einen eigenen Kundenservice wird Google nicht anbieten und sich damit nicht zu einer Online Travel Agency entwickeln“ – zumindest nicht aus Eigenantrieb. Da Googles Angebot in seinen Reisesuchmaschinen jedoch unter die neue Pauschalreiserichtlinie der Europäischen Union – die unter anderem Einfluss auf die Haftung eines Reiseanbieters hat – falle, könnte diese Entwicklung auch von Google unbeabsichtigt eintreten.

Die Personalisierung von Reiseangeboten ist ein wichtiger Trend für alle Online-Reiseanbieter
Wie können sich andere Online-Reiseanbieter gegen den zunehmenden Einfluss des Suchmaschinenriesen wappnen? Individualisierung heiße hier das Zauberwort, so Rehor: „Ein bedeutender Trend auf dem Reisemarkt ist die Personalisierung von Angeboten, die das Nutzererlebnis verbessern.“ Google ist bereits Meister auf dem Gebiet der Datensammlung, Auswertung und Nutzung zur gezielten Kundenansprache. Reisemarken werde diese Kundenkenntnis eher abgesprochen. „Vor allem kleinere Reiseanbieter, die selbst nicht über umfangreiche Kundendaten verfügen, sollten sich zur Datensammlung zusammenschließen.“ So sammelt beispielsweise das Unternehmen Dihedral mit Hilfe von Partnern weltweit Daten über alle Elemente des Reiseerlebnisses hinweg, bereitet diese auf und stellt sie seinen Partnern zur Verfügung. Außerdem können technologische Entwicklungen wie „Text Based Engagement and Communication“, „Artificial Intelligence“ und „Virtual Reality“ das Angebot von Online-Reiseanbietern deutlich emotionaler und persönlicher wirken lassen.

Nach Prof. Helmut Wachowiak, Studiengangsleiter Tourismusmanagement an der IUBH und Betreuer der Masterarbeit, gibt es außerdem eine Entwicklung, die den Aufstieg Googles bremsen könnte: „Wir erwarten mit Spannung die Entscheidung der Europäischen Union über die laufende Wettbewerbsbeschwerde bezüglich Googles Ausnutzung seiner Marktmacht; die könnte wegweisend für verschiedenste Dienste des Technologiekonzerns und damit auch für seine jeweiligen Konkurrenten werden.“

Im Rahmen ihrer Masterarbeit mit dem Titel „Der Einfluss von Googles Reisediensten auf den deutschen Online-Reisemarkt. Eine Zukunftsprognose.“ führte Rehor im Zeitraum vom 18. April bis 10. Juni 2016 eine Delphi-Studie in zwei Wellen unter 18 Experten des deutschen Online-Reisemarktes durch. Mit der Delphi-Methode können langfristige Entwicklungen aus Expertensicht in ihrer Zutreffenswahrscheinlichkeit eingegrenzt werden und ermöglichen somit eine differenziertere Diskussion über mögliche Zukunftsszenarien.

November 2016 – Zwei Drittel aller touristischen Buchungen werden über das Internet getätigt. Daher ist es für Tourismusanbieter sinnvoll, vermehrt online zu werben. Ein Start-up aus Bern präsentiert nun erstmals weltweit eine standardisierte Lösung, um den Erfolg von Online-Werbung sowohl in der Online- wie auch der Offline-Welt zu messen.

Die Einlösung der Coupons kann direkt vom Display des Mobiltelefons stattfinden. Die Anbieter wissen genau, welche Werbeanzeige zu welchem Coupon-Download geführt hat. (Foto: Gonnado)

Die Einlösung der Coupons kann direkt vom Display des Mobiltelefons stattfinden. Die Anbieter wissen genau, welche Werbeanzeige zu welchem Coupon-Download geführt hat. (Foto: Gonnado)

Eine repräsentative Studie von Allianz Global Assistance über das Buchungsverhalten der Schweizer Bevölkerung kommt zum Schluss, dass mehr als zwei Drittel aller touristischen Buchungen über das Internet abgewickelt werden. Ebenfalls bemerkenswert ist, dass 64 Prozent aller Online-Buchungen direkt beim Leistungsträger getätigt werden. Diese Zahlen unterstreichen, wie bedeutend eine starke Online-Präsenz für Anbieter im Tourismusgewerbe geworden ist.

Im Internet verschiedene touristische Angebote zu vergleichen ist äusserst simpel. Deshalb ist anzunehmen, dass sich potenzielle Kunden selten bis nie beim ersten Blick für ein Angebot entscheiden. Damit ein interessantes Angebot beim Vergleichen jedoch nicht vergessen geht, bietet sich als ideale Online-Werbeform das sogenannte Retargeting an. Dabei werden Nutzer mit Angeboten beworben, für die sie bereits ihr Interesse bekundet haben. Dies macht Retargeting so effizient.

Gonnado verbindet das effiziente Retargeting mit dem bewährten Couponing, um den Erfolg von Online-Werbung auch in der Offline-Welt zu messen. Dazu wird ein Rabattcoupon in die Werbeanzeige integriert, der dann auch Offline eingelöst werden kann. Der Kaufprozess kann so bis zum ersten Klick auf eine Werbeanzeige zurückverfolgt werden. Die gewonnenen Informationen werden dann dazu verwendet, die Werbung zu optimieren, was die Kosten für den Werbenden sinken lässt. Je länger also eine Werbekampagne mit Gonnado läuft, desto effektiver wird die Werbung und desto günstiger fallen die Werbekosten aus.

Zu den begeisterten Kunden von Gonnado gehören zum Beispiel das Hotel Bellevue in Adelboden, das mit dem Retargeting von Gonnado einen elffachen Return on Investment erzielt. Oder der Wasserpark Alpamare, der den ROI sogar auf das neunzehnfache steigern konnte. Damit erfolgreiches Retargeting für Anbieter jeglicher Grösse zugänglich ist, hat Gonnado den Erstellungsprozess von Retargetingkampagnen massiv vereinfacht und nimmt die Optimierung der Werbung im Verlauf einer Kampagne automatisch vor. Zudem können Unternehmen, die Gonnado testen möchten, dies im Rahmen einer unverbindlichen und kostenlosen Probekampagne mit einem Startguthaben von 100 Schweizer Franken tun.

Juli 2014 – Engagiert, leidenschaftlich und kompetent: So präsentierte die 26-jährige Gründerin Jessica Brockmann in der Finalrunde des VIR Innovationswettbewerbs Sprungbrett ihre Idee von mylocalscouts (www.mylocalscouts.de), dem diesjährigen Start-Up Sieger beim VIR Sprungbrett Wettbewerb. Unter dem Leitmotiv „Entdecke die Welt wie deine Heimat“ will mylocalscouts dazu motivieren, Regionen und Urlaubsziele mit Einheimischen zu entdecken bzw. selbst Fremden die eigene Heimat zu zeigen. Mit dem Sieg in der Start-Up Kategorie sicherte sich mylocalscouts ein attraktives Gewinnpaket im Wert von 33.000 Euro. Eine knappe Entscheidung fiel in der zweiten Wettbewerbs-Kategorie Established, in der bereits etablierte Unternehmen für innovative Produkte ausgezeichnet werden: Hier gewann in diesem Jahr das Mobilitätsportal Qixxit der Deutschen Bahn.

mylocalscouts.de

Da der Andrang in der Start-Up Kategorie in diesem Jahr mit 35 Bewerbungen wieder besonders groß war, schickte der VIR zum zweiten Mal in Folge sieben Finalisten in die Endausscheidung. Vor den rund 300 Besuchern – ein neuer Rekord – sprach VIR-Vorstand Michael Buller der Messe Berlin als Partner der VIR Online Innovationstage einen besonderen Dank aus. Auch die Unterstützung durch 7Travel, Dachmarke der ProSieben Travel GmbH für alle Aktivitäten der Sendergruppe im Reisegeschäft und Schirmherr des diesjährigen siebten VIR Innovationswettbewerbs hob er hervor.

In einem siebenminütigen Elevator Pitch stellten die sieben Start-Ups ihre Ideen vor, mit der sie die Zukunft der Online-Touristik mitgestalten wollen. Die thematische Bandbreite reichte hierbei von einer Suchmaschine für Jugendreisen  über eine geplante Plattform für Alleinreisende bis hin zu einer Frühbucher-App.

parkplatz-gesucht.de

Die meisten Stimmen der 60-köpfigen Fachjury konnte schließlich die Hamburgerin Jessica Brockmann mit mylocalscouts für sich verbuchen. Platz zwei belegten Benedikt Bergander und Stefan Bader mit der Plattform www.parkplatz-gesucht.de vor Matthias Lange und der TrevoTrend GmbH mit ihrem eCommerce Preis-Monitor, der täglich Abfrage-Daten von Reisen analysiert.

Mit Siegpreisen im Gesamtwert von rund 33.000 Euro wird dem Sprungbrett-Gewinner mylocalscouts nun der Markteintritt in der Online-Touristik erleichtert. Zum Gewinn zählen wahlweise ein Messestand oder eine Pressekonferenz auf der ITB Berlin 2015, ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro von HRS, eine gemeinsame Marktforschungsstudie mit der Internationalen Hochschule Bad Honnef – Bonn sowie Starthilfe bei der Pressearbeit durch die Kommunikationsagentur Wilde & Partner. Ebenfalls im Paket für mylocalscouts enthalten sind die Beratungen durch das Private Equity Unternehmen Pontis Capital und die Rechtsanwaltsgesellschaft Beiten Burkhadt ein Workshop bei neusta eTourism und ein individuell gestalteter Flyer von einfach Kommunikationsdesign. Für die Erst- bis Drittplatzierten in der Start-Up Kategorie gibt es zudem eine Jahresmitgliedschaft im Travel Industry Club (TIC) sowie im Bundesverband Deutscher Startups e.V. Der Mietwagen-Vermittler Sunny Cars schließlich stellt Gutscheine für die Gewinner des zweiten und dritten Platzes.

David Ruetz, Head of ITB Berlin, kommentiert: „Travel Technology gehört zu den wichtigsten Innovationstreibern in der globalen Reiseindustrie. Als Mitveranstalter der VIR Online Innovationstage sind wir begeistert von dem Ideenreichtum und dem Engagement, mit dem sowohl junge Gründer als auch etablierte Unternehmen ihre Visionen umsetzen. Dieser Innovationsgeist sichert auch das zukünftige Wachstum der Reisebranche als einen der wichtigsten Industriezweige Deutschlands.“

VIR-Vorstand Michael Buller zeigte sich vor allem von der mitreißenden Art der Präsentation begeistert, mit der Jessica Brockmann dem Plenum die Hintergrundidee von mylocalscouts näherbrachte: „Es zeigt sich immer wieder, dass vor allem jene Start-Up Projekte beim Sprungbrett-Wettbewerb punkten, die mit Passion und Leidenschaft vorgetragen werden.“

quixxit.de

Überaus spannend gestaltete sich in diesem Jahr die Sprungbrett-Kategorie „Established“, in der etablierte Unternehmen ihre innovativen Produkte vorstellten. Die Abstände unter den drei Erstplatzierten waren gering, doch letztlich hatte das Mobilitätsportal Qixxit (www.qixxit.de) der DB Vertrieb GmbH die Nase vorn und verwies den Tourenanbieter GetYourGuide und die Amadeus Germany GmbH auf die  Plätze zwei und drei. Beide waren mit App-Lösungen unter den Finalisten, zu denen auch Regiondo und Traffics zählten.

Projektleiterin Friederike Aulhorn überzeugte die Jury mit der Präsentation der Mobilitätsplattform Qixxit, die alle Verkehrsmittel abdeckt und sie zu Reiseketten kombiniert. Dabei stellt Qixxit sowohl Fahrpreise als auch die Dauer der Reise dar. Die Plattform ist neutral und bevorzugt keine bestimmten Verkehrsmittel oder Anbieter. „Ziel von Qixxit ist es, den Nutzer zu jeder Zeit von A nach B zu bringen, ganz wie es die persönliche Situation erfordert“, betonte Friederike Aulhorn. Auch neuartige oder kleinere Mobilitätsformen wie Bike- oder Carsharing-Konzepte werden bei der Sichtbarkeit aller möglichen Verkehrsmitteln in Betracht gezogen.

September 2013 – Stena Line und Postify machen es vor: Die schönsten Urlaubsfotos oder vorgefertigte Motive kann man per eigenem Smartphone bequem als Postkarte versenden. Dies ist eine neue Marketingidee auch für Hotels.

Postify Postcards - iPhone App

Stena Line ist nun das erste deutsche Tourismusunternehmen, das die von Postify angebotenen Postkarten-Marketing-Tools in Anspruch nimmt. Stena Line lädt ihre Passagiere dazu ein, direkt von Bord des Schiffes aus personalisierte Postkarten zu versenden. Da auf der Rückseite einer jeden Karte das Corporate Design von Stena Line aufgedruckt ist, erreicht die Werbebotschaft des Unternehmens eine grosse Anzahl potentieller Reisekunden.

Postkarten stellen eine unterhaltsame Möglichkeit dar, mit Freunden und Verwandten in Kontakt zu bleiben. Mittels Facebook können Nutzer nun eigene Bilder von der Festplatte Ihres Computers oder aus ihrem Facebook- oder Instagram-Account auswählen, oder aber eines der von Stena Line zur Verfügung gestellten Motive verwenden. Die Postkarten werden gedruckt und je nach Bestimmungsort innerhalb von ein bis sieben Tagen zugestellt.

Die Nutzung der Postkarten von Postify als Marketingkanal soll mögliche Reiseinteressenten näherbringen und dient gleichzeitig als nette Geste für bereits vorhandene Reisekunden. Da der Erhalt einer Postkarte den Empfängern das Gefühl vermittelt, etwas Besonderes zu sein, erhofft sich Stena Line, dass sich diese Emotion auf die Unternehmensmarke übertragen wird, sobald diese die Nachricht im Briefkasten finden. Frühere Werbekampagnen von Postify haben gezeigt, dass solche Assoziationen von Dauer sind.

„Es ist eine perfekte Gelegenheit für ein Unternehmen oder eine Organisation, sich mit etwas Unterhaltsamem oder Interessantem in Verbindung zu bringen und nicht nur als ein beliebiges Geschäftsunternehmen betrachtet zu werden“, sagte Frederik Schöön, CEO bei Postify Postcards. Seit der Einführung der mobilen Applikationen von Postify Postcards haben Unternehmen wie Fazer, Scandic, Swims und Norwegian Airlines, genauso wie Stena Line, das Angebot des Unternehmens genutzt und ihren Kunden die Möglichkeit geboten, gesponserte Postkarten zu versenden. Postify kann von jedermann genutzt werden. Falls ein Nutzer nicht Teilnehmer einer Kampagne ist, betragen die Kosten für den weltweiten Versand 1,69 Euro.

Postify Postcards ist eine weltweite Postkarten-Applikation, die es den Nutzern ermöglicht, echte Postkarten unter Verwendung eigener digitaler Bilder zu erstellen, zu personalisieren und zu versenden. Die App ist auf Facebook, im Internet sowie als Applikation für Mobilgeräte erhältlich und kann von den unterschiedlichsten Organisationen und Unternehmen als eine individuelle Werbe- oder Marketingmassnahme eingesetzt werden, die sich von der heutigen Flut an Werbeinformationen vorteilhaft abhebt.

August 2013 – Reiseanbieter, die ihre Präsenz und ihr Image im Web 2.0 erfolgreich steuern wollen, sollten sich stark in Blogs und Foren engagieren. Denn in diesen Sozialen Medien sind sie viel häufiger Thema als bei Facebook und Twitter. Das zeigt die Benchmarkstudie „Die besten 15 Reiseanbieter im Web“ der Kommunikationsberatung Faktenkontor.

Reiseanbieter müssen in Social Media wie Blogs und Foren präsent sein, laut einer aktuellen Studie von Faktenkontor
Reiseanbieter müssen in Social Media wie Blogs und Foren präsent sein, laut einer aktuellen Studie von Faktenkontor

30 Prozent aller Erwähnungen der 15 in der Studie untersuchten Reiseanbieter auf Facebook, bei Twitter, in Foren, Blogs und Online-News entfallen auf Blogs, weitere 27 Prozent auf Online-Foren. Nennungen in Twitter-Tweets machen hingegen nur 13 Prozent aus, auf Facebook sogar nur sieben Prozent.

Blogs sind für die Reiseanbieter besonders interessant, da sie hier am häufigsten unter den betrachteten Kanälen in positiver Stimmung erwähnt werden. 7,2 Prozent aller Erwähnungen erfolgen hier in guter Tonalität, gleichzeitig sind Nennungen in negativer Stimmung hier mit 0,7 Prozent besonders selten.

In den Online-Foren ist ein intensives Engagement vor allem notwendig, um einer schlechten öffentlichen Darstellung aktiv entgegenzuwirken. Denn hier erfolgt mit nur drei Prozent der geringste Anteil der Erwähnungen in positiver Stimmung. Gleichzeitig ist mit 1,6 Prozent der höchste Anteil von Nennungen in negativer Tonalität in den Foren zu finden.

Dominanz der Großen: Aida Cruises, TUI und Thomas Cook werden im Web 2.0 und Online-News häufiger genannt als alle anderen Reiseanbieter zusammen
Dominanz der Großen: Aida Cruises, TUI und Thomas Cook werden im Web 2.0 und Online-News häufiger genannt als alle anderen Reiseanbieter zusammen

Unter den fünf im Gesamtranking der Studie bestplatzierten Reiseanbietern schneidet Expedia in den Blogs am besten ab – das Online-Reisebüro erreicht hier mit 16,4 Prozent positiver Erwähnungen mehr als das doppelte vom Branchendurchschnitt. In den Foren bringt es AIDA mit 3,3 Prozent auf die meisten positiven Erwähnungen unter den Top5-Reiseanbeitern – mit 2,9 Prozent gleichzeitig aber auch den höchsten Anteil von Nennungen in negativer Stimmung.

Die Social-Media-Benchmarkstudie „Die besten 15 Reiseanbieter im Web“ des Faktenkontors wertet die Kommunikation über 15 beliebte Reiseanbieter und Reiseportale im Internet aus. Zehntausende Online-Nachrichten und über eine Million Social-Media-Quellen inklusive Twitter, Facebook, Foren und Blogs wurden semantisch analysiert und nach den vier Schlüsselwerten Aufmerksamkeit, Ansehen, Akzeptanz und Präferenz bewertet. Analysiert wurde der Zeitraum vom 1. November 2012 bis zum 31. Mai 2013.

Januar 2013 – Obwohl bereits vor einigen Jahren davon gesprochen wurde, dass Onlinebuchungen über Plattformen im Vergleich zu Direktbuchungen überhand nehmen würden, hinken die Reservierungen nach wie vor weit den Erwartungen hinterher. Direkte Anfragen werden vernachlässigt und somit wichtiges und bereits vorhandenes Buchungspotential nicht voll ausgenutzt. 2012 wurden in Österreich laut Statistik Austria 20,7 Prozent der Urlaube online gebucht. Dies bedeutet, dass etwas mehr als jeder fünfte Urlauber bereits seine „schönsten Tage im Jahr“ über eine Hotelwebseite oder ein Buchungsportal reserviert. Die Ernüchterung erfolgt aber, vergleicht man die Werte mit denen von 2010. So beträgt die Steigerung nur magere drei Prozent.

Onlinebuchung - Hotels online buchen © Ben Chams - Fotolia.com

„Selbstverständlich ist es nicht sinnvoll, den Onlineauftritt von nun an wieder hinten anzustellen, sondern eine professionelle Bearbeitung von Direktanfragen zu gewährleisten“, so Hendrik Maat, Geschäftsführer von Easybooking. Vor allem Klein- und Mittelbetriebe verfügen oft nicht über ausreichend Personal, um umfangreichen Gästeanfragen gerecht zu werden. So dauert es nicht selten bis zu zwei Tage, bis ein Angebot oder eine Reservierungsbestätigung erstellt und geschickt wird. Dabei spielt besonders Schnelligkeit in der Kommunikation mit dem potentiellen Gast eine wichtige Rolle.

Um eine professionelle Interaktion ohne zusätzlichen Personaleinsatz zu garantieren, arbeitet das System von Easybooking mit automatisierten Arbeitsvorgängen. Diese ermöglichen es dem Vermieter, wie ein personell voll besetztes Fünf-Sterne-Hotel an 24 Stunden pro Tag und sieben Tagen die Woche individuelle Angebote und Reservierungen, ebenso wie Gute-Reise-Mails und Dankesschreiben ohne Aufwand zu verschicken und zu bearbeiten.

„Dadurch werden auf einfache Weise Anfragen zu konkreten Buchungen konvertiert. Im Vergleich zu Channelmanagement- oder gängiger Hotelsoftware liegt die Fokussierung nicht allein entweder auf der Einbuchung von Reservierungen oder auf dem Gast, der sich bereits im Haus befindet. Easybooking verbindet sämtliche Funktionen aus beiden Systemen auf intelligente Weise“, bestätigt Maat. „Es gilt, neue Gäste zuerst mit schnellen Antworten zu beindrucken, um Angebote anschließend zu einer problemlosen fixen Buchung umzuwandeln. Dabei soll für den Vermieter keine Arbeit entstehen. Sein Urlauber fühlt sich ideal betreut und verfügt über alle wichtigen Informationen zu Betrieb und Aufenthalt.“

Easybooking wurde 2006 von Hendrik Maat als CEO gemeinsam mit Gerhard Vorster als CTO gegründet und hat sich auf Gesamtlösungen in der Gästekommunikation für KMU im Tourismus spezialisiert. Alle Funktionen wie Zimmerplan, Reservierungsabwicklung von der Anfrage bis zur Abreise, Rechnungs- und Pauschalenverwaltung werden angeboten und laufend weiterentwickelt. So wird 2013 z.B. eine Direktverbindung zu booking.com und dem elektronischen Meldewesen umgesetzt.