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August 2013 – Die Hotelpartner von hrs.de können ab sofort die Raten und Verfügbarkeiten ihrer Standardkategorien jederzeit und von unterwegs pflegen. Möglich wird dies durch eine mobile Website des Hotel-Serviceportals.

Hotel-Selbstverwaltung von HRS wird mobil

Über diesen Weg können Hoteliers ihre nicht restriktiven Raten (z.B. HRS-Rate) sowie ihre restriktiven Raten (z.B. „Hot Deal“) separat bearbeiten. Sie können Verfügbarkeit, Preis und Bedingungen schnell und einfach über ihr Mobiltelefon anpassen. Dies ermöglicht den Hoteliers, flexibel auf die aktuelle Belegungssituation oder neue Marktgegebenheiten zu reagieren. Die Website https://hotelservice.hrs.com/portal/ erkennt automatisch den Zugang über ein Smartphone und schaltet direkt auf die für Mobilgeräte optimierte Darstellung um. Beim ersten Besuch kann sich der Nutzer den Link als Favorit mit entsprechendem Symbol auf seinem Gerät abspeichern (ähnlich einer App). Die Anwendung ist in den Sprachen Deutsch, Englisch, Italienisch, Französisch und Spanisch verfügbar.

Mit dieser Innovation passt sich hrs.de dem steigenden Bedürfnis nach mobilen Lösungen an. Bereits im kommenden Jahr werden mehr Personen über mobile Endgeräte surfen als über PCs und Laptops. „Die selbe Flexibilität, die wir Reisenden bei ihrer Hotelbuchung ermöglichen, wollen wir auch den Hoteliers bei der Pflege ihrer Raten und Verfügbarkeiten geben“, sagte Tobias Ragge, Geschäftsführer von hrs.de. Allein im Jahr 2012 hat sich der Anteil der mobilen Buchungen am Gesamtumsatz im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt und betrug bereits sechs Prozent. Für 2014 erwartet hrs.de sogar einen Anstieg der mobilen Reservierungen auf 20 Prozent.

Das Internet ist zu einem der wichtigsten Distributions- und Marketingkanäle geworden. Dies stellt die Hotellerie insbesondere vor preispolitische Herausforderungen. Welche das sind und inwiefern sie sich auf die Preisgestaltung der Hotels auswirken, hat Eva-Maria Deutsch in ihrer Bachelorarbeit zum Thema: „Der Einfluss Neuer Medien auf die Preisgestaltung in der Hotellerie“ untersucht.

Februar 2013 – Jedes fünfte Hotel in Deutschland kann steigende Kosten aufgrund der hohen Preissensibilität nicht an die Gäste weitergeben. Generell lassen sich Preiserhöhungen aufgrund der großen Preistransparenz schwerer am Markt durchsetzen. Dies geht aus einer deutschlandweiten Befragung unter Hoteliers hervor, die die gerlernte Reiseverkehrskauffrau Eva-Maria Deutsch für ihre Bachelor-Arbeit durchgeführt hat. Die einfache Recherche von Zimmerpreisen im Internet führt nicht nur zu mehr Preisbewusstsein bei Gästen. Rund 24 Prozent der Hoteliers setzen verstärkt auf Benchmarking. Die Preissensibilisierung hat bei 14 Prozent der befragten Hoteliers zu kurzfristigerem „Yielden“ geführt. Weiterhin finden sich vermehrt extreme zeitliche Preisunterschiede wie zu Messezeiten, in denen ein Zimmer statt für reguläre 79 Euro für ein Vielfaches an die Gäste verkauft wird.

Auswirkungen der Preissensibilisierung

Durch das Internet hat vor allem ein Instrument der Preisgestaltung besondere Verbreitung erfahren: das Couponing. Laut Aussagen der Experten wurde das Couponing in seiner heutigen Form über Plattformen wie Groupon und DailyDeal eine Zeit lang sehr stark von den Hotels genutzt. Insgesamt haben knapp 24 Prozent der online Befragten Couponing schon einmal genutzt oder haben dies vor. Es wird dabei nicht wie angedacht als Marketinginstrument eingesetzt, sondern vielmehr, um die Auslastung zu füllen. Dies verdeutlicht den starken Druck auf die Hoteliers, welcher sich durch die hohe Preissensibilität der Kunden erhöht hat.

„Die Preistransparenz ist nicht zu umgehen. Hotels setzen auf effektive Abschöpfungen der Preisbereitschaften und stärken die eigenen Vertriebskanäle.“

Gründe für die Nutzung von Couponing

Insgesamt wurde festgestellt, dass bestimmte preispolitische Instrumente, wie beispielsweise Preisbündelungen, nicht eingesetzt werden, um die Preistransparenz zu senken, da der Markt dies nicht zulässt. In Folge dessen versuchen Hoteliers mittels Preisdifferenzierungen die Preisbereitschaft der Kunden noch effektiver abzuschöpfen und ihre Distributionskosten durch Fokussierung auf den persönlichen Vertrieb und den Verkauf über die eigene Homepage zu senken.

Gründe steigende Kosten nicht weiter zu geben

Um die Preissensibilität zu beeinflussen, empfiehlt Eva-Maria Deutsch den Hoteliers zukünftig das Relationship-Marketing auszubauen und verstärkt auf Maßnahmen der Kundenbindung zu setzen. Ziel ist es, dadurch die Loyalität der Gäste soweit zu erhöhen, dass sich Preisveränderungen innerhalb einer gewissen Zone um ihren Referenzpunkt nicht auswirken. Individualhotels sollten hierfür zunächst ihr Alleinstellungsmerkmal analysieren und klar kommunizieren. Weiterhin sollten anstatt des Preises Serviceleistungen, Atmosphäre und Qualität kommuniziert werden. Durch diese Maßnahmen können sich die Hotels von ihren Konkurrenten abheben und sich von der Preisfessel lösen.

Eva-Maria DeutschZur Autorin: Bereits während ihres Studiums gründete Eva-Maria Deutsch gemeinsam mit ihrer Schwester die Hotelberatung „Deutsch Consulting“. Hier spezialisiert sie sich vor allem auf die Themen Marketing und Personalmanagement, zu denen sie monatlich auch aktuelle Artikel für ihre Homepage www.deutsch-consulting.de verfasst. Mit ihrer Arbeit möchte sie vor allem dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit der Hotels in Zeiten von Fachkräftemangel und Kostendruck zu sichern und zu steigern. Und das nicht ausschließlich mit konventionellen Mitteln der Betriebswirtschaft, sondern mit jungen, frischen und innovativen Konzepten. Mit insgesamt zwölf Jahren Berufserfahrung in zum Teil leitenden Funktionen in der gehobenen Hotellerie und der Tourismusbranche im In- und Ausland kennen die beiden Schwestern sowohl die Wünsche und Erwartungen der Gäste, als auch die Sorgen und täglichen Herausforderungen eines Hoteliers. Für weitere Informationen zur Arbeit oder Beratungsanfragen können Sie Eva-Maria Deutsch gerne über Ihre Mailadresse eva-maria.deutsch@deutsch-consulting.de oder telefonisch unter 0163-4457766 kontaktieren.

Januar 2013 – Ein sehr nützlicher Ratgeber: Das Flugpreise-Vergleichsportal kayak.com startete nun eine Preisvorhersage für Airline-Tickets. Dies berichtet „Tech Crunch„. Das Tool gibt bei einer Flugsuche an, ob die Preise steigen oder fallen werden. Dazu greift kayak.com auf die eigene reichhaltige Datenbank an Flugpreisen und Flugbuchungen zurück. Damit zeigt die moderne IT-Touristik einmal mehr, was im Internet möglich ist.

Flugsuche mit kayak.com nun mit Preisprognose: Steigen oder fallen die Ticketpreise?
Flugsuche mit kayak.com nun mit Preisprognose: Steigen oder fallen die Ticketpreise?

Die Preisprognose ist auch für Hotelbuchungsportale denkbar. In der Konzernhotellerie sind interne Preisempfehlungen durch Benchmark-Tools wie beispielsweise von IDeaS längst gabe und gäbe. Es bleibt abzuwarten, wann erste Buchungsportale wie expedia.com/hotels.com und hrs.de einen Algorithmus zur Abfrage der eigenen Datenbanken entwickeln. Der Hinweis „Zimmerrate wird in nächsten 12h weiter fallen“ würde den Trend zur Last-Minute-Buchung verstärken – und bei Topauslastungen zu Messezeiten für schnellere Buchungen sorgen.

Bei kayak.com werden für die Preisprognose über eine Milliarde Datensätze durchforstet. Die aktuelle Preisanfrage wird mit früheren Flugbuchungen und Jahrestrend-Angaben verglichen.

Februar 2012 – Kein Boykott, aber Preis-Nachteile für hrs.de.de und hotel.de: Die Hoteliers in Kempten ziehen ihre Sperrung für die beiden Buchungsportale zurück und erhöhen die eingestellten Zimmerrate um fünf bis zehn Prozent. Ursprünglich wollte die Vereinigung der Stadthotels Kempten den marktführenden Kölner Buchungsdienstleister hrs.de.de, zu dem mehrheitlich auch hotel.de gehört, boykottieren. Die kürzlich erfolgte Einstweilige Verfügung gegen die seit 2006 bestehende Bestpreis-Klausel veränderte aber die Ausgangslage. Der bereits verabschiedete Boykott hatte somit keine Mehrheit mehr.

Folge ist nun aber, dass die meisten Hotels in der Allgäuer Stadt die bei hrs.de.de und hotel.de eingestellten Zimmerraten steigern werden, um die Provisionserhöhung auf 15 Prozent auszugleichen. Dies habe zur Folge, dass die Hotelpreise bei diesen Buchungsportalen höher wären als auf anderen Plattform oder auf den Webseiten der Hotels. „Wir schreiben nun alle Gäste an und bitten um direkte Buchungen über unsere Webseite“, sagte eine Sprecherin vom Hotel Peterhof Kempten.

Die Aussichten in den Auseinandersetzungen mit hrs.de.de und hotel.de sind wage – ab 1. März gelten neue AGB, die u.a. eine Meistbegünstigungsklausel enthalten. Damit würde der Preisdruck und eine Eingrenzung der Verfügbarkeiten noch erhöht. Nun warten nicht nur die Hoteliers in Kempten ab, wie sich Tobias Ragge, Geschäftsführer von hrs.de.de, entscheiden wird. Bei laufenden Gesprächen mit dem Bundeskartellamt, das die Bestpreis-Klausel offiziell abgemahnt hatte, und einem Gerichtsstreit um die durch justbook.com initiierte Einstweilige Verfügung gibt es auch Verhandlungen mit Hoteliersverbänden.

Erst kürzlich hatten die Hotels in Münster ihren Boykott von hrs.de.de und hotel.de verkündet. Zudem melden weitere deutsche Hotels im Diskussionsforum von hrs.de.de ihren Ausstieg. hrs.de.de wurde kürzlich vom Bundeskartellamt wegen der seit Jahren geltenden Bestpreis-Klausel angemahnt. Diese sei eine „Gefahr für den Wettbewerb“, heißt es. Kurz darauf folgte eine vom Lastminute-Hotelvermarkter justbook.com erwirkte Einstweilige Verfügung gegen diese Klausel. Sie sei „kartellamtswidrig und nicht“, so das vorläufige Urteil des Oberlandesgerichtes Düsseldorf. Die Bestpreis-Bestimmung ist damit bis auf Weiteres ausgesetzt.